 |
 |
Der Letzte macht das Licht
aus
Die Ratingagentur Standard& Poor's
hat die langfristige Kreditwürdigkeit Griechenlands vor dem
EU-Finanzministertreffen nochmals drastisch herabgestuft, weil eine Umschuldung
aus ihrer Sicht immer wahrscheinlicher wird. Europa streitet sich über ein
zweites Rettungspaket für das von der Pleite bedrohte Land und eine mögliche
Stundung der Schulden. Vor allem Deutschand will die Banken mit ins Rettungsboot
holen, die Bereitschaft scheint aber gering. Athen wehrt sich gegen die
Herabstufung und kritisierte den Schritt. Um ganze drei Noten hat S&P die
Bonität des Landes auf nunmehr "CCC" gesenkt. Damit liegt das Rating nur noch
wenige Noten von der Tiefstwertung "D" entfernt, die einen Zahlungsausfall
kennzeichnet. Eine solche Wertung würde es der Europäischen Zentralbank
(EZB) verbieten, griechische Staatsanleihen als Sicherheit anzunehmen. "Ohne
Umschuldung wird Griechenland auf keinen grünen Zweig kommen", schreibt die
Börsen-Zeitung. Dies sei nicht nur Ratingagenturen mittlerweile klar. Die
"Durchwursteln-Methode" bei der Bekämpfung der europäischen Schuldenkrise sei
gescheitert, befindet der Ökonom Nouriel Roubini in der Financial
Times und prophezeit eine mögliche Spaltung der Eurozone. Das Wall Street
Journal sieht das Problem Griechenlands in seinem Bankensystem. Momentan
hätten die Banken noch genügend Geld, jede weitere "Einlagenflucht" würde jedoch
eine Kreditklemme auslösen. » Handelsblatt » Börsen-Zeitung » Financial Times » Wall Street Journal » Spiegel
|
 |
 |