Roberto Abraham Scaruffi

Tuesday, 14 June 2011


Dienstag, 14. Juni 2011 vorherige Ausgabe » anmelden »
griechenland1_545.jpg
Der Letzte macht das Licht aus
Die Ratingagentur Standard& Poor's hat die langfristige Kreditwürdigkeit Griechenlands vor dem EU-Finanzministertreffen nochmals drastisch herabgestuft, weil eine Umschuldung aus ihrer Sicht immer wahrscheinlicher wird. Europa streitet sich über ein zweites Rettungspaket für das von der Pleite bedrohte Land und eine mögliche Stundung der Schulden. Vor allem Deutschand will die Banken mit ins Rettungsboot holen, die Bereitschaft scheint aber gering. Athen wehrt sich gegen die Herabstufung und kritisierte den Schritt. Um ganze drei Noten hat S&P die Bonität des Landes auf nunmehr "CCC" gesenkt. Damit liegt das Rating nur noch wenige Noten von der Tiefstwertung "D" entfernt, die einen Zahlungsausfall kennzeichnet. Eine solche Wertung würde es der Europäischen Zentralbank (EZB) verbieten, griechische Staatsanleihen als Sicherheit anzunehmen. "Ohne Umschuldung wird Griechenland auf keinen grünen Zweig kommen", schreibt die Börsen-Zeitung. Dies sei nicht nur Ratingagenturen mittlerweile klar. Die "Durchwursteln-Methode" bei der Bekämpfung der europäischen Schuldenkrise sei gescheitert, befindet der Ökonom Nouriel Roubini in der Financial Times und prophezeit eine mögliche Spaltung der Eurozone. Das Wall Street Journal sieht das Problem Griechenlands in seinem Bankensystem. Momentan hätten die Banken noch genügend Geld, jede weitere "Einlagenflucht" würde jedoch eine Kreditklemme auslösen.
» Handelsblatt » Börsen-Zeitung » Financial Times » Wall Street Journal » Spiegel
FK_2011-06-14.jpg
NEWS
Hackerangriff auf den IWF
Vorerst bleibt es ein Mysterium, wer hinter den jüngsten Hacker-Angriffen auf den Internationalen Währungsfonds stecken könnte. Doch IT- und Sicherheitsexperten haben einen altbekannten Verdächtigen im Auge: China. Die sensiblen Informationen im Besitz des Internationalen Währungsfonds (IWF) wie etwa Details über Kreditprogramme für Krisenstaaten haben marktbewegende Macht. "Politisches Dynamit in vielen Ländern" seien die Abkommen über Finanzhilfen, sagte ein IWF-Mitarbeiter.
» Handelsblatt » FTD » Wirtschaftsblatt » Spiegel
Wall Street rüstet sich für US-Staatsinfarkt
Große Wall-Street-Banken rüsten sich für Marktturbulenzen im Falle eines Scheiterns der Haushaltsverhandlungen zwischen der US-Regierung und den Republikanern. Anscheinend bereiten die Geldhäuser eine Verringerung ihres Engagements in US-Staatsanleihen im August vor. Eine alternative Strategie wäre demnach, mehr Bargeld zur Absicherung von Derivategeschäften und anderen Transaktionen aufzubauen, um damit die Abhängigkeit des Finanzsystems von Staatsanleihen zu verringern.
» Financial Times » Handelsblatt

US-Staatsanwälte laden Deutsche Bank vor
Die Schatten der Vergangenheit holen die Deutsche Bank immer mehr ein. Deutschlands größtes Geldhaus hat frischen Ärger mit der US-Justiz. Erneut geht es um Hypothekengeschäfte - das Image leidet.
» Handelsblatt
Angst vor Aktien
Die Deutschen scheuen ein Investment in Aktien. Und das wird sich auf die Schnelle auch nicht ändern, so eine aktuelle Studie der Deutschen Bank. Die Alterung der Gesellschaft lässt sogar einen weiteren Anstieg der Risikoaversion vermuten.
» FTD
Datenschützer kritisiert verdeckte Ermittler
Deutschlands oberster Datenschützer Schaar und das Bundesfinanzministerium liegen im Clinch. Stein des Anstoßes sind die geplanten Testberatungen bei Banken.
» Handelsblatt
Die Scharfrichter der Finanzen
Ratingagenturen gelten als einer der Verursacher der weltweiten Finanzkrise. Doch Lehren wurden aus dieser Erkenntnis nicht gezogen. Erste kleine Reformen brachten nichts. Die Agenturen sind mächtiger denn je.
» Spiegel
Reiche zahlen in Frankreich wieder mehr Steuern
Die französische Nationalversammlung hat den von Präsident Nicolas Sarkozy eingeführten "Steuerschutzschild" für Reiche abgeschafft. Die Abgeordneten stimmten dafür in der Nacht zum Samstag ab. Der "Steuerschutzschild" hatte die Summe aller Steuern auf maximal 50 Prozent der Einkünfte beschränkt.
» Handelszeitung
Von der Front an den Schreibtisch
In den USA entsteht eine Bewegung, die ehemalige US-Soldaten, die im Irak und in Afghanistan gedient haben, in Banken integrieren will. So sollen die treuen Staatsdiener nach ihrem Kriegseinsatz wieder Fuß im Leben zu Hause fassen.
» FINS
NEU_630x75_HB_Keramikmesser_schwarz.jpg
FEEDBACK - meistgeklickter Link der vorherigen Ausgabe
DSK scharf auf Chips
Man stelle sich vor, Dominique Strauss-Kahn sei nicht aufs Zimmermädchen scharf gewesen, sondern auf eine Chips-Tüte - so wirbt eine US-Firma für ihre Knabber-Produkte. In den Hauptrollen: ein bekannter Komiker und ein einstiges Sexsymbol, schreibt die Süddeutsche Zeitung. Geschmacklos, meinen die Münchner, berichten aber dennoch genüsslich.
» Süddeutsche
HEUTE IM HANDELSBLATT
Titel: Die Facebook-Ökonomie
Politik: Staatskonzerne: Männer an der Macht
Unternehmen: GM lässt Opel zappeln
Finanzen: Die Zeit läuft ab
» Handelsblatt vierwöchiges Miniabo » Hier können Sie die aktuelle Ausgabe für 1,59 € direkt downloaden
KÖPFE
Griechenpleite denkbar
Jens Weidmann, neuer Präsident der Bundesbank, will keine Belastung der Zentralbank in der Griechenland-Krise. Zur Not nähme er auch eine Insolvenz in Kauf.
» Welt
Commerzbank will Griechenland nicht retten
Martin Blessing, Vorstandschef der Commerzbank, hält nichts von einer Beteiligung privater Gläubiger am nächsten Rettungspaket für Athen. Begründung: Damit würde das Vertrauen der Märkte in staatliche Schuldner verspielt. Blessings Haus hält mehr griechische Staatsanleihen als alle anderen deutschen Geschäftsbanken.
» FTD
Noch ein Konkurrent für Lagarde
Stanley Fischer, Gouverneur der israelischen Zentralbank, bewirbt sich in letzter Minute als DSK-Nachfolger. Doch das IWF-Direktorium lehnt seine Bewerbung aufgrund seines Altes ab. Offenbar haben sich die Fonds-Mitglieder ohnehin auf Christine Lagarde geeinigt.
» Handelsblatt » FTD » Spiegel
Nicht jeden Morgen eine Anlageidee
Edouard Carmignac , Gründer der gleichnamigen Pariser Investmentgesellschaft, war in den vergangenen Jahren so erfolgreich wie kaum ein anderer Fondsmanager. Dass es immer so weiter geht, wird schwierig, denn auch er hat nicht jeden Morgen eine geniale Anlageidee.
» Börse Online
Einigung in letzter Minute
James Cielinski, Leiter Fixed Income von Threadneedle, spricht über die Schuldensituation in den USA und hält eine Einigung in letzter Minute für durchaus möglich
» Wirtschaftsblatt
Italien: Alles im Griff
Antonio Puri Purini, italienischer Diplomat, hält die Aufregung über die Finanzlage der Mittelmeer-Republik für übertrieben. Die Politik habe das Problem im Griff.
» Zeit
2,3 Mio für Essen mit Buffett
Warren Buffett, us-amerikanische Investmentlegende, bekommt rund 2,3 Millionen Dollar für ein Mittagessen mit einem bis jetzt Unbekannten. Der ersteigerte das Essen auf der Internetplattform Ebay. Der Erlös kommt einem guten Zweck zu gute. Essen und Getränke kommen allerdings noch oben drauf.
» Spiegel
Privatbankiers wollen Straffreiheit für Steuerhinterzieher
Konrad Hummler , Präsident der Vereinigung Schweizerischer Privatbankiers, sieht das Modell der Abgeltungssteuer als Alternative zum automatischen Informationsaustausch. Der Präsident der Privatbankier-Vereinigung nennt Straffreiheit für Banken, Kunden und Mitarbeiter dabei als Minimalziel.
» Handelszeitung
ZUGABE - worüber die Finanzwelt schmunzelt
Aktienprognosen sind Zeitverschwendung
Aktien zu kaufen kann sich lohnen. Börsenprognosen zu studieren, ist nach Ansicht vieler Fondsprofis jedoch Zeitverschwendung. Wären Prognosen verlässlich, würde der Markt nicht funktionieren - und Privatanleger hätten keine Chance auf Rendite.
» Manager Magazin