Sivan 14, 5771 · June 16, 2011
|
Schlach - Verbale Kleinigkeiten
Sehr geehrte Leserschaft,
zehn der zwölf Kundschafter legten – wie die dieswöchige Sidra
schildert – einen pessimistischen Bericht über das Land Kanaan vor. Dem
Selbstbewusstsein, dem inneren Halt, der Israeliten taten sie einen
großen Schaden an, weil sie die Sachlage so beurteilten (Num. 13, 31):
"Wir können gegen jenes Volk nicht hinaufziehen, denn es ist stärker als
wir." Die Weisen des Talmuds gehen sogar so weit (Sota 35a), dass sie
diesen Ausspruch als noch nachdrücklicher verstehen, als es der einfache
Wortsinn vermittelt: Das hebräische Wort für "(stärker) als wir" kann
auch übersetzt werden mit "als Er", womit angedeutet wäre, dass die
kanaanitischen Völker – gleichsam – noch stärker als G-tt selbst wären.
Was nun war Kalebs Antwort auf die pessimistischen Aussagen der zehn?
Er sagte (Num. 13, 30): "Lasst uns hinaufziehen, lasst uns fürwahr
hinaufziehen und das Land in Besitz nehmen." Das heißt: Lasst uns in
zweifacher Hinsicht "hinaufgehen". Wir sind schon emporgestiegen auf das
Niveau des Spirituellen, wie es das Leben in der Wüste mit sich bringt,
das heißt wir haben uns über die Anliegen der Welt und des Alltags
emporgeschwungen. Lasst uns jetzt noch einen weiteren, einen größeren
Anlauf nehmen, damit wir G-tt auch "in" der Welt, in ihren irdischen
Belangen selbst finden. So wollen wir das Land in Besitz nehmen, nicht
etwa durch Kauf von einer unbekannten Person, sondern durch die Beerbung
seines wahren Besitzers, mit Dem wir eins gehen und eine Einheit
bilden.
Gut Schabbes |
von Dr. William Stern
|  |
|
 |
| Wochenabschnitt |
|
|
Mitten im Leben
Unsere Parascha enthält eine äußerst merkwürdige Geschichte:
Eine Gruppe von zwölf Männern, die den g-ttlichen Auftrag erhielten, ein
Land auszukundschaften und dann Bericht zu erstatten, kehrten aus
diesem Land zurück und bewegten das ganze jüdische Volk dazu, jegliche
Hoffnung auf die Eroberung des Landes aufzugeben und den Glauben an G-tt
zu verlieren.
|
 |
 |
|
|
Erfüllte Wünsche sehen können!
Wenn Sie einen einzigen Wunsch frei hätten, was würden Sie sich
wünschen? Natürlich würden Sie einen möglichst umfassenden Wunsch
äußern.
|
 |
 |
| Leitgedanke der Woche |
|
|
Num. 13:29
Unser Leitgedanke zu Schlach
|
 |
 |
| Zehn Mizwot |
|
|
Mizwot
Machen Sie’s ruhig ... spenden Sie all Ihre weltlichen
Besitztümer einem gemeinnützigen Zweck und leben in einem Kloster im
Himalaja - vielleicht erlangen Sie höheres Bewusstsein und ewige
Glückseligkeit.
von Tzvi Freeman
|
 |
 |
| Jüdische Bausteine |
|
|
Die Verbindung der physischen Welt zur Ewigkeit
Die Übersetzung des Wortes Mizwa lautet Befehl / Verordnung.
Mizwa erscheint etwa 300 Mal in den fünf Büchern Moses, - in
verschiedenen Formen, jedoch der gleichen Bedeutung.
von Tzvi Freeman
|
 |
 |
| Mizwa Minute |
|
|
Tödliche Worte
Worte haben katastrophale Kräfte, können anderen Menschen
starke Leiden zufügen oder ganze Familien und Freundschaften
auseinanderreißen. Die vernichtende Kraft negativer Sprache wird nur von
der heilsamen Kraft der positiven Sprache übertroffen.
|
 |
 |
| Begegnung |
|
|
Immer das positive Sehen
Vor 22 Jahren gab der Lubawitscher Rebbe der Witwe von Jacques
Lifschitz, dem berühmten Bildhauer, eine Privataudienz, kurz nach
Lifschitz’ Tod.
von Yehuda Krinsky
|
 |
|