Roberto Abraham Scaruffi

Thursday, 9 June 2011


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Newsletter | 09.06.2011, 18:15 UTC
Nachrichten
Die neuesten Meldungen zum Weltgeschehen: kompakt, sachlich, international
Themen-Übersicht
Bundestag debattiert über Atomausstieg
SPD und Grüne lassen Zustimmung zu Atomwende erkennen
Libyen-Kontaktgruppe berät über Finanzhilfe für Rebellen
UN-Vetomacht Russland blockiert Syrien-Beschluss
EZB verlängert Zinspause - Leitzins unverändert
EZB bekräftigt Nein gegen Umschuldung Griechenlands
UN: Jeder siebte Mensch ist behindert
Geringerer Anstieg der EHEC-Neuinfektionen
Justiz stellt "Gorch Fock"-Ermittlungen ein
Buchhandels-Friedenspreis für Algerier Sansal
Vulkan legt Flughäfen in Argentinien und Uruguay lahm
DAX legt zu
Das Wetter am Freitag: Sonne-Wolken-Mix
Global Media Forum 2011
Bundestag debattiert über Atomausstieg
Kanzlerin Merkel gab im Parlament die Marschrichtung vor: Angesichts von Fukushima müsse Deutschland die Kernkraft aufgeben. Die Regierungsparteien folgten, die Opposition lästerte und stichelte - und folgte auch.
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Video Deutschland: Energiewende ist Kehrtwende
Video Bundesregierung beschließt Atomausstieg (06.06.2011)
Video Zeitenwende für Atompolitik (31.05.2011)
> Der Atomausstieg - mutig oder verrückt?
> Merkels Atomausstieg auf dem Prüfstand
> Eon will wegen Atomausstieg Entschädigung
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  Nachrichten
Aktuelle Meldungen
SPD und Grüne lassen Zustimmung zu Atomwende erkennen
Im Bundestag haben SPD und Grüne Zustimmung zu den Atomausstiegsgesetzen der Bundesregierung signalisiert. Redner der Opposition warfen Kanzlerin Angela Merkel aber vor, ihre Kehrtwende komme spät und sei zudem halbherzig beim Ausbau erneuerbarer Energien. Merkel dagegen verteidigte ihre Kehrtwende in der Atompolitik und warb um Unterstützung bei Opposition und Bürgern. Das neue Energiekonzept sei eine Herkulesaufgabe und zugleich eine Chance für Deutschland. Die CDU-Politikerin räumte zugleich ein, ihre persönliche Haltung zur Atomtechnik habe sich nach der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima geändert. - Unterdessen kündigte der größte deutsche Energiekonzern EON an, er werde seine Atomkraftwerke Isar I und Unterweser nach Ende des Moratoriums auch ohne gesetzliche Verfügung nicht wieder anfahren.
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Libyen-Kontaktgruppe berät über Finanzhilfe für Rebellen
Im Golf-Emirat Abu Dhabi berät die so genannte Libyen-Kontaktgruppe über finanzielle Hilfe für die Rebellenbewegung gegen den libyschen Staatschef Muammar Gaddafi. An den Gesprächen nehmen Vertreter aus rund 40 Ländern teil, darunter alle, die an dem von der NATO geführten Militäreinsatz in Libyen beteiligt sind. Vertreter der Übergangsregierung aus Bengasi verlangten zum Auftakt die Freigabe eingefrorener libyscher Gelder, um den Bedarf der Bevölkerung an Lebensmitteln und Medikamenten zu decken. Grundsätzlich einig sind sich die Delegierten nach eigenen Angaben bereits über die Schaffung eines Fonds zur Unterstützung der Rebellen. Ungeklärt ist noch, mit wieviel Geld der Topf gefüllt werden soll. Der deutsche Regierung hatte bereits Hilfe beim Wiederaufbau in Aussicht gestellt und schloss nach einem Sturz Gaddafis die Entsendung deutscher Soldaten nach Libyen unter UN-Mandat nicht völlig aus.
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UN-Vetomacht Russland blockiert Syrien-Beschluss
Russland lehnt als Veto-Macht im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen die dort zurzeit diskutierte Resolution gegen die Führung in Syrien ab. Dies könnte die ohnehin gespannte Lage im Land weiter verschlimmern, verlautete vom Außenministerium in Moskau. Die internationale Gemeinschaft sollte der Regierung von Staatschef Baschir al-Assad dagegen Zeit zur Umsetzung angekündigter Reformen geben. Der von Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Portugal eingebrachte Resolutionstext fordert ein sofortiges Ende der Gewalt gegen die syrische Opposition sowie ein Ende der Belagerung von Städten durch die Armee. Zudem werden politische Reformen sowie ein Waffenembargo verlangt. Unterdessen bereitet sich die Türkei nach Berichten örtlicher Medien auf eine Welle von bis zu einer Million Flüchtlingen aus dem Nachbarland vor. Bislang hätten sich weit mehr als 2.000 Menschen über die Grenze gerettet.
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EZB verlängert Zinspause - Leitzins unverändert
Die Europäische Zentralbank verlängert trotz steigender Inflationssorgen ihre Zinspause. Der Leitzins im Euro-Raum bleibt nach einem Beschluss des Notenbank-Rates in Frankfurt am Main vorerst bei 1,25 Prozent. Die Preise in der Eurozone werden nach Schätzungen der Bank in diesem Jahr deutlich stärker steigen als bislang angenommen. Getrieben von einem Schub bei den Energie- und Rohstoffpreisen lege die Inflation auf 2,6 Prozent zu, sagte EZB-Präsident Jean-Claude Trichet. Dieser hatte zuletzt immer wieder betont, er könne keine Rücksicht auf die schlechte wirtschaftliche Situation einzelner Euro-Staaten nehmen. Doch faktisch hat die angespannte Lage in Schuldenländern wie etwa Griechenland nach Ansicht von Fachleuten die Währungshüter auf einem Kurs weg von der Politik des extrem billigen Kreditgeldes gebremst.
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EZB bekräftigt Nein gegen Umschuldung Griechenlands
Die Europäische Zentralbank setzt sich weiter mit aller Kraft gegen eine Umschuldung Griechenlands zur Wehr. Es wäre ein großer Fehler, wenn es dazu käme, sagte EZB-Präsident Jean-Claude Trichet in Frankfurt am Main. Seine Position laute "keinerlei Ausfall". Auch private Geldgeber sollten demnach nicht dazu verpflichtet werden, bei der Entlastung des vor der endgültigen Pleite stehenden Landes mitzuwirken.  Trichet sprach sich damit gegen Forderungen des deutschen Finanzministers Wolfgang Schäuble aus. Dieser hatte in einem Schreiben an die Zentralbank, den Internationalen Währungsfonds und seine Kollegen in der Euro-Zone eine so genannte weiche Umschuldung Griechenlands mit finanziellen Beiträgen auch der Privatwirtschaft verlangt. Die EZB steht unter besonderem Druck, da sie bereits griechische Staatsanleihen in Höhe von 75 Milliarden Euro angekauft hat und damit einer der gewichtigsten Gläubiger ist.
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UN: Jeder siebte Mensch ist behindert
Mehr als eine Milliarde Menschen leben nach Berechnungen der Weltgesundheitsorganisation -WHO- mit Behinderungen. Das sind rund 15 Prozent der Weltbevölkerung. Ein Fünftel davon habe mit einschneidenden Schwierigkeiten durch ihre Behinderung zu kämpfen, heißt es in einem in New York und Genf vorgestellten Bericht der WHO und der Weltbank. Es ist der erste globale Bericht zu Zahl und Lage von Behinderten. Nur wenige Länder gehen demnach angemessen auf die Bedürfnisse von Behinderten ein. In Entwicklungsländern würden diese wegen der Behandlungs- und Lebenshaltungskosten oft in die Armut getrieben.
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Geringerer Anstieg der EHEC-Neuinfektionen
Die EHEC-Epidemie schwächt sich ab. Die Zahl der Neuerkrankungen gehe in den besonders betroffenen Ländern wie Niedersachsen und Hamburg zurück, melden die zuständigen Stellen. Inzwischen sind nach offiziellen Angaben 29 Menschen nach einer EHEC-Infektion gestorben. Die Suche nach der Ursache für die Epidemie ist weiter ohne Erfolg. - Spanien will derweil auf Schadenersatzklagen gegen Deutschland verzichten. Der spanische Europaminister Diego Lopez Garrido sagte in Berlin, die Regierung habe aber keinen Einfluss auf mögliche private Forderungen der Bauern gegen den Hamburger Senat. Dieser hatte kurz nach Bekanntwerden der Epidemie vor spanischen Gurken gewarnt.
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Justiz stellt "Gorch Fock"-Ermittlungen ein
Die Kieler Staatsanwaltschaft hat ihre Ermittlungen zum tödlichen Unfall auf dem Segelschulschiff "Gorch Fock" eingestellt. Es gebe keine Hinweise für ein strafrechtlich zu ahndendes Fehlverhalten, weder bei Führung und Mannschaft des Schiffes noch bei sonstigen Marine-Angehörigen, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Eine 25-jährige Offiziersanwärterin war im vergangenen November im Hafen von Salvador de Bahia in Brasilien aus der Takelage der "Gorch Fock" gestürzt. Anschließend wurden Vorwürfe laut, sie und andere Kadetten seien an Bord drangsaliert worden. Der damalige Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg suspendierte Kapitän Norbert Schatz vom Dienst, dieser wurde aber später von einer Ermittlungskommission der deutschen Marine entlastet.
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Buchhandels-Friedenspreis für Algerier Sansal
Der algerische Schriftsteller Boualem Sansal erhält den diesjährigen Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Damit solle ein Zeichen für die Demokratiebewegung in Nordafrika gesetzt werden, teilte der Börsenverein des Deutschen Buchhandels mit. Sansal gehöre zu den wenigen im Land verbliebenen Intellektuellen in Algerien, die offen Kritik an den politischen und sozialen Verhältnissen übten. Der Schriftsteller äußerte sich erfreut über die Ehrung. Diese komme zum richtigen Zeitpunkt, weil die Menschen in den arabischen Ländern gerade für Freiheit kämpften. Der 61-Jährige beklagte jedoch zugleich die mangelnde Unterstützung der westlichen Länder für die Demokratiebewegung in seinem Land. - Mit seinem jüngsten Buch "Das Dorf des Deutschen", das 2008 erschien, hatte der Autor in Deutschland viel Aufsehen erregt. Darin zieht er Parallelen zwischen islamistischen Hassparolen und denen der Nazis. Der mit 25.000 Euro dotierte Friedenspreis wird zum Abschluss der Frankfurter Buchmesse am 16. Oktober überreicht.
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Vulkan legt Flughäfen in Argentinien und Uruguay lahm
Die riesige Aschewolke des chilenischen Vulkans Puyehue hat neuerlich den Flugverkehr in Argentinien und Uruguay gestört. Die beiden Airports von Buenos Aires strichen alle Flüge, nachdem die mehr als sieben Kilometer breite Staubfront die Stadt bereits zum zweiten Mal innerhalb einer Woche erreicht hatte. Auch in Montevideo im benachbarten Uruguay wurden bereits die meisten Starts annulliert. Der rund 900 Kilometer südlich von Santiago de Chile gelegene Puyehue war am Wochenende ausgebrochen. Tausende Menschen aus den umliegenden Dörfern mussten in Sicherheit gebracht werden.
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DAX legt zu
ZUR BÖRSE: Trotz schwacher Konjunkturdaten aus den USA und Signalen für eine Leitzinserhöhung im Juli hat sich der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag im Plus behauptet. Nach einem wechselhaften Handelsverlauf lag der Leitindex DAX mit 1,4 Prozent im Plus bei 7.160 Punkten.
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Das Wetter am Freitag: Sonne-Wolken-Mix
DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Am Abend und in der Nacht teils aufklarend, im Süden etwas Regen. Tiefsttemperaturen zwischen zwölf und sechs Grad. 
Die weiteren Aussichten: Am Freitag ein Wechsel von Sonne und Wolken, im Südwesten und Westen einige Schauer. Höchstwerte zwischen 16 und 23 Grad.
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