Roberto Abraham Scaruffi

Monday, 13 June 2011


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Newsletter | 13.06.2011, 18:15 UTC
Nachrichten
Die neuesten Meldungen zum Weltgeschehen: kompakt, sachlich, international
Themen-Übersicht
Deutschland erkennt Übergangsrat in Libyen an
Westerwelle stärkt libyschen Rebellen den Rücken
Clinton fordert Afrika zu entschiedener Haltung zu Gaddafi auf
EU ruft Türkei zu weiteren Reformen auf
Syrische Armee rückt in Hochburg der Opposition ein
Schwere Berlusconi-Schlappe - Italiener gegen Atomkraft
Panik bei neuen Erdbeben im neuseeländischen Christchurch
Drei Milliarden Euro für Kinder-Impfschutz in armen Ländern
Libanon: Mikati kündigt Regierungsbildung an
Weiterbau lässt Stuttgart-21-Streit wiederaufleben
Sprossensamen im Visier der EHEC-Fahnder
US-Soldaten werden dauerhaft in Polen stationiert
Dax schließt im Plus
Das Wetter: Im Norden und Osten freundlich
Global Media Forum 2011
Deutschland erkennt Übergangsrat in Libyen an
Bei einem Blitzbesuch in Bengasi hat Außenminister Westerwelle den libyschen Rebellen demonstrativ den Rücken gestärkt. Deutschland betrachtet den Übergangsrat nun als legitime Vertretung des libyschen Volkes.
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Video Kontaktgruppe berät über Ära nach Gaddafi (09.06.2011)
Video NATO will Gaddafi zermürben (09.06.2011)
> Millionenhilfe für Rebellen in Bengasi
> Harte Kritik an EU-Umgang mit Flüchtlingen
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  Nachrichten
Aktuelle Meldungen
Westerwelle stärkt libyschen Rebellen den Rücken
Mit einem Blitzbesuch in der libyschen Rebellenhochburg Bengasi haben Außenminister Guido Westerwelle und Entwicklungsminister Dirk Niebel den Aufständischen demonstrativ den Rücken gestärkt. Beim ersten Besuch deutscher Regierungsvertreter seit Ausbruch des Bürgerkrieges erkannte Westerwelle den Übergangsrat als legitime Vertretung des libyschen Volkes an. Diktator Gaddafi müsse abtreten und den Krieg gegen das eigene Volk beenden, so Westerwelle, der in Bengasi auch ein deutsches Verbindungsbüro eröffnete. Deutschland hat für die unter dem Bürgerkrieg leidende Bevölkerung bislang 7,5 Millionen Euro humanitäre Hilfe geleistet. Entwicklungsminister Niebel kündigte weitere Unterstützung an. An der Militäroperation gegen Diktator Gaddafi beteiligt sich Deutschland anders als zum Beispiel die USA, Frankreich und Großbritannien nicht.
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Clinton fordert Afrika zu entschiedener Haltung zu Gaddafi auf
US-Außenministerin Hillary Clinton hat die afrikanischen Staaten zu einem entschiedeneren Vorgehen gegen den libyschen Machthaber Muammar al-Gaddafi aufgefordert. In einer Rede vor der Afrikanischen Union (AU) in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba drängte Clinton die Afrikaner, Gaddafi zum Rücktritt aufzufordern. Sie rief die afrikanischen Staaten zudem auf, Gaddafis Diplomaten auszuweisen und den nationalen libyschen Übergangsrat zu unterstützen. Die AU hatte bisher einen Waffenstillstand gefordert, aber keine eindeutige Position zu Gaddafi bezogen, der noch vor drei Jahren amtierender AU-Präsident war. Die Staatengemeinschaft hatte die Nato-Luftangriffe in Libyen verurteilt und eine Verhandlungslösung zwischen Gaddafi und der Opposition gefordert.

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EU ruft Türkei zu weiteren Reformen auf
Die Europäische Union hat dem türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyib Erdogan zum Wahlsieg seiner religiös-konservativen Partei bei der Parlamentswahl gratuliert. Das Ergebnis eröffne den Weg zur weiteren Stärkung der demokratischen Institutionen der Türkei ebenso wie zur fortgesetzten Modernisierung des Landes im Sinne europäischer Werte und Standards, hieß es in einem gemeinsamen Schreiben von EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso und EU-Ratspräsident Herman van Rompuy. Erdogan hatte mit seiner Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP) die Parlamentswahl zwar klar gewonnen, die für eine Verfassungsreform im Alleingang angestrebte Zweidrittelmehrheit aber verfehlt. Nach dem vorläufigen Endergebnis kommt die AKP auf 49,9 Prozent der Stimmen und stellt künftig 326 der 550 Abgeordneten. Die sozialdemokratische CHP erreichte 25,9 Prozent, die rechtsnationalistische MHP erhielt 13 Prozent der Stimmen. Dem neuen Parlament werden zudem 36 Vertreter der Kurdenpartei BDP angehören, die als unabhängige Kandidaten angetreten waren, um die in der Türkei geltende Zehn-Prozent-Hürde für den Einzug ins Parlament zu umgehen.
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Syrische Armee rückt in Hochburg der Opposition ein
Eine Woche nach einer mutmaßlichen Meuterei syrischer Sicherheitskräfte in Dschisr al-Schogur hat das Regime in Damaskus mit einer massiven Strafexpedition geantwortet. Mit 200 Panzern, Kampfhubschraubern und Artillerie marschierten Truppenverbände in die tagelang belagerte Kleinstadt im Nordwesten des Landes ein, eine der Hochburgen der Protestbewegung gegen das autoritäre Regime von Präsident Baschar al-Assad. Die meisten Bewohner der Stadt waren zuvor geflüchtet, fast 7000 von ihnen schlugen sich über die nahe Grenze in die Türkei. Ruhe und Ordnung seien wiederhergestellt, der Ort von Terroristen gesäubert, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Sana. - Der Militäreinsatz in Dschisr al-Schogur ist der bisher größte, den das Regime seit Beginn der Proteste  gegen die eigene Bevölkerung unternommen hat. Nach Angaben der syrischen Opposition töteten die Sicherheitskräfte seit März rund 1300 Zivilisten.

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Schwere Berlusconi-Schlappe - Italiener gegen Atomkraft
Die Italiener haben sich in einer zweitägigen Volksabstimmung deutlich gegen einen Wiedereinstieg ihres Landes in die Kernenergie ausgesprochen. Nach Auszählung der Stimmen aus mehr als der Hälfte der Wahllokale sprachen sich 94,6 Prozent gegen den Wiedereinstieg in die Atomenergie aus.  Für Regierungschef Silvio Berlusconi bedeutet dies eine neue schwere Schlappe nach den vor zwei Wochen verlorenen Kommunalwahlen. Neben der Atomkraft wandten sich die Italiener in dem Referendum ebenso deutlich gegen eine Privatisierung der Wasserversorgung. Außerdem verwarfen sie ein höchst umstrittenes Amnestiegesetz für den Ministerpräsidenten und sein Kabinett. Die Opposition forderte Berlusconis Rücktritt. Nach Angaben des Innenministeriums in Rom gaben rund 57 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Damit ist das Referendum gültig. Berlusconi hatte dazu aufgerufen, nicht an der Volksabstimmung teilzunehmen.
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Panik bei neuen Erdbeben im neuseeländischen Christchurch
Knapp vier Monate nach dem verheerenden Beben in Christchurch haben neue schwere Erdstöße Panik unter den Bewohnern der zweitgrößten neuseeländischen Stadt ausgelöst. Im Stadtzentrum stürzten nach Behördenangaben mehr als 50 Gebäude ein, mindestens zehn Menschen wurden verletzt. Rund 55.000 Haushalte waren ohne Strom, auch bei der Wasserversorgung gab es Probleme. Der heftigste Erdstoß hatte eine Stärke von 6,0, das Epizentrum lag nur zehn Kilometer von der Stadt entfernt. Christchurch war erst im Februar von einem Erdbeben der Stärke 6,3 erschüttert worden, bei dem 181 Menschen ums Leben kamen. Es war das schwerste Beben in Neuseeland seit 80 Jahren.

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Drei Milliarden Euro für Kinder-Impfschutz in armen Ländern
Regierungen und private Geber haben der Globalen Allianz für Impfstoffe und Immunisierung GAVI umgerechnet knapp drei Milliarden Euro für Impfungen in den ärmsten Ländern der Welt zugesagt. Das teilte der britische Entwicklungsminister Andrew Mitchell zum Abschluss einer Geberkonferenz in London mit. Die britische und die liberianische Regierung hatten gemeinsam mit der GAVI zu dem Treffen eingeladen. Das Geld soll die Impfung von mehr als 250 Millionen Kinder bis 2015 ermöglichen, zum Beispiel gegen Tetanus und Cholera. Laut Impfallianz sterben jedes Jahr 1,7 Millionen Kinder an vermeidbaren Krankheiten. Vor allem in vielen afrikanischen Staaten südlich der Sahara können sich die Menschen weder Impfungen noch medizinische Behandlung oder Arzneimittel leisten. - Die GAVI ist eine Allianz aus internationalen Organisationen wie dem Kinderhilfswerk UNICEF, der Weltgesundheitsorgansiation WHO, der Weltbank, der Gates-Stiftung sowie der Pharmaindustrie.
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Libanon: Mikati kündigt Regierungsbildung an
Der designierte libanesische Ministerpräsident Najib Mikati hat nach einem fast fünf Monate währenden Machtvakuum die Bildung einer neuen Regierung angekündigt. Das Einheits-Kabinett werde 30 Mitglieder umfassen, sagte der Politiker in Beirut. Die neue Regierung muss allerdings noch vom Parlament bestätigt werden.  Mikati war am 25. Januar mit der Regierungsbildung beauftragt worden. Zuvor war der sunnitische, pro-westliche Regierungschef Saad Hariri zurückgetreten, weil ihm die pro-iranischen schiitischen Gruppen Hisbollah und Amal das Vertrauen entzogen hatten. Mit diesem Schritt wollten sie die von Hariri geförderte offizielle Zusammenarbeit mit dem UN-Sondertribunal für die Aufklärung von Politikermorden im Libanon unterminieren. Das Tribunal soll Anklagen gegen Hisbollah-Funktionäre vorbereitet haben, die in die Mordanschläge, darunter auf Hariris Vater Rafik, verwickelt gewesen sein sollen. Der designierte Regierungschef Mikati ist ein sunnitischer Geschäftsmann, den die Hisbollah nominiert hat.
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Weiterbau lässt Stuttgart-21-Streit wiederaufleben
Die für diese Woche angekündigte Wiederaufnahme der Bauarbeiten am Bahnhofsprojekt Stuttgart 21 stößt beim neuen baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann auf Kritik. Der Grünen-Politiker warf der Deutschen Bahn Unredlichkeit vor und forderte sie auf, bis zum Ende des Stresstests keine weiteren Baumaßnahmen vorzunehmen. Bahn-Chef Rüdiger Grube dagegen verteidigte die Fortsetzung der Arbeiten an dem Milliardenprojekt. Er sei sehr zuversichtlich, dass die Bahn den Stresstest bestehen werde. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer stellte sich auf die Seite der Deutschen Bahn und erklärte, er erwarte von der grün-roten Landesregierung, dass sie dem Baurecht Geltung verschaffe. Das Projekt dürfe nicht am lautstarken Protest einer Minderheit scheitern, so der CSU-Minister in der "Stuttgarter Zeitung".
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Sprossensamen im Visier der EHEC-Fahnder
Nachdem Sprossen als Überträger der lebensgefährlichen EHEC-Erreger entlarvt wurden, gerät das Saatgut ins Visier der Behörden. Es habe sich der Verdacht erhärtet, dass bereits Sprossensamen mit den Keimen verseucht gewesen seien, erklärte das Bundesinstitut für Risikobewertung. Das Institut empfahl, auch auf den Verzehr selbst gezogener roher Sprossen zu verzichten. Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) kündigte an, bei den Ermittlungen würden auch Saatgut-Importe aus dem Ausland einbezogen.--Bereits vor 15 Jahren hatte es durch Sprossen einen schweren EHEC-Ausbruch gegeben. In Japan waren damals mehr als 10.000 Menschen erkrankt, weil Sprossen durch Rinder-Fäkalien verschmutzt wurden.
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US-Soldaten werden dauerhaft in Polen stationiert
Polen erlaubt erstmals die ständige Anwesenheit von US-Soldaten im Land. Ein entsprechender Vertrag wurde in in der polnischen Hauptstadt Warschau von Verteidigungsminister Bogdan Klich und US-Botschafter Lee Feinstein unterzeichnet. Das Abkommen sieht ab 2013 neben der Präsenz einer Einheit der US-Luftwaffe auch regelmäßige Trainingsflüge von US-Kampf- und Transportflugzeugen über Polen vor. Laut Klich soll es viermal im Jahr gemeinsame Übungen von Piloten beider Länder geben. Polen ist seit 1999 Mitglied der NATO und gilt als enger Verbündeter der USA.
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Dax schließt im Plus
ZUR BÖRSE: Der deutsche Aktienindex Dax hat am Pfingstmontag leicht im Plus geschlossen. Der Dax legte um 0,22 Prozent zu und ging in Frankfurt mit 7.085 Punkten aus dem Handel.
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Das Wetter: Im Norden und Osten freundlich
DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden und Osten ein Mix aus Sonne und Wolken. Sonst nur vorübergehend aufgelockert. In der Südhälfte gebietsweise Regen oder Schauer. Höchstwerte 16 bis 25 Grad.
Die weiteren Aussichten: Am Dienstag im Nordwesten heiter bis wolkig und meist trocken. Sonst bei wechselnder Bewölkung verbreitet Schauer und einzelne Gewitter. Maximal15 bis 25 Grad.
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Global Media Forum 2011
"Menschenrechte und Globalisierung - Herausforderungen für die Medien" ist das Thema des diesjährigen Deutsche Welle Global Media Forum. Vom 20. bis zum 22. Juni werden in Bonn erneut mehr als 1300 Teilnehmer erwartet.
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