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Ramponierter
Rettungsfonds
Nach der Abstufung Frankreichs hat es
jetzt auch den Rettungsfonds EFSF getroffen. Die Ratingagentur
S&P hat ihm die Bestnote entzogen. "Mit der schlechteren Note könnte
der EFSF allerdings seine Schlagkraft sogar verbessern", schreibt aber das » Handelsblatt. Bislang liege das Garantievolumen des Rettungsfonds bei 780
Milliarden Euro. Dieses Volumen werde jedoch nicht voll ausgeschöpft, um die
Top-Bonität für Fonds nicht zu gefährden. Allerdings werden die Zinsen, die der
EFSF für seine Anleihen zahlen muss, dann vermutlich steigen. "Der ramponierte
Rettungsfonds", titelte hingegen der » Spiegel bereits vor der Herabstufung und schreibt: "Eine unüberwindbare
Brandmauer sollte der Rettungsfonds EFSF um die Länder der Euro-Zone ziehen.
Doch von den großen Plänen ist wenig übrig geblieben. Der Fonds siecht seinem
Ende entgegen - und die Politik spielt auf Zeit." "Deutschland freut sich seines
Ratings - und übersieht, dass seine europäische Sparpolitik aus Sicht der
Agentur S&P die Krise verschärft", meint die » Welt. Die britische Zeitung » Guardian glaubt, dass die Herabstufung vor allem Politiker unter Druck
setze und die Solidarität in Europa bedrohe. Genau diese brauche es jedoch, um
der Krise in Europa zu entkommen. Laut » Handelsblatt ist das Schicksal von Banken und Staaten eng miteinander
verknüpft. Deshalb trifft die Herabstufung etlicher Euro-Staaten auch die
Geldhäuser. Und listet auf, wie hoch die Kosten für die
Kreditausfallversicherungen der einzelnen Häuser sind. "Denn die Investoren
sorgen sich um das Engagement der Banken in Staatsanleihen der
krisengeschüttelten Randstaaten Europas", schreibt das » Wall Street Journal
Deutschland. "Was ist nur mit den Banken los?" fragt sich auch die » Zeit. Sie trauen sich gegenseitig nicht mehr über den Weg, so dass
die EZB immer mehr zum Ersatz-Interbankenmarkt mutiert. Anleger kaufen
Bankaktien nur, wenn die zu Ausverkaufspreisen zu haben sind.
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