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Das
800-Millionen-Euro-Interview
In einem Interview hatte der damalige
Deutsche-Bank-Chef Rolf Breuer die Kreditwürdigkeit von Leo
Kirch angezweifelt. Jetzt ist klar: Diese Äußerung wird die Bank wohl 800
Millionen Euro kosten. Der Vorstand der Deutschen Bank muss dem Vergleich auf
seiner nächsten Sitzung am Dienstag noch zustimmen. » (Handelsblatt) "Es ist ein Sieg der Vernunft", kommentiert das » Handelsblatt weiter und die » Welt meint: "Bei einem millionenschweren Kompromiss im
Schadenersatzprozess dürfte die Herausforderung darin bestehen, dafür zu sorgen,
dass von Seiten der Kirch-Rechtsnachfolger tatsächlich keine weiteren Klagen
kommen werden." Für die » Wirtschaftswoche wird die Deutsche Bank ihren Aktionären genau erklären müssen,
warum sie nach Jahren des vehementen Beharrens auf ihrem Standpunkt nun auf
einmal zahlungswillig ist und damit zumindest eine Teilschuld eingesteht. "800
Millionen Euro sind schließlich auch für den Branchenprimus alles andere als
Peanuts, zumal die Bank stets stolz darauf war, keine Rückstellungen gebildet zu
haben." Das sieht die » FTD ähnlich: "Der nun geschlossene Vergleich ist wohl eher
nicht im Sinne der Aktionäre der Deutschen Bank." Die » Süddeutsche Zeitung fragt: "Doch was passiert mit dem Geld von Josef
Ackermanns Geldhaus? Eine ganze Menge Leute haben es darauf abgesehen - etwa
Kirchs Mitstreiter Dieter Hahn und die großen Hollywood-Studios." Für die
» Börsen-Zeitung ist noch nichts in trockenen Tüchern. "Und sollte noch etwas
dazwischenkommen, wäre es in der vor zehn Jahren und zehn Tagen mit einem
Interview des Ackermann-Vorgängers Rolf Breuer losgetretenen Auseinandersetzung
nicht der erste gescheiterte Vergleichsversuch." Die Deutsche Bank müsse die
Causa Kirch, so lästig sie ist, ausfechten - bis zur letzten Instanz, meint das
Blatt.
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