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Griechenland: Was kommt nach der
Stunde null?
Die griechische Regierung (die
Fotomontage zeigt Finanzminister Evangelos Venizelos (l.) und
EZB-Chef Mario Draghi) hat sich endgültig auf ein Paket von
Sparmaßnahmen geeinigt. Doch die Hängepartie geht weiter. Die Euro-Gruppe habe
keine Entscheidung getroffen, weil die Voraussetzungen dazu nicht völlig erfüllt
waren, erklärte Euro-Gruppen-Chef Jean-Claude Juncker nach der
Sondersitzung der Finanzminister in Brüssel » (HB » FTD). "Schließlich bedeutet diese Einigung nicht, dass das
griechische Volk zustimmt", erklärt » L‘Expansion aus Frankreich Junckers Haltung - die Gewerkschaften hätten zu
Streiks aufgerufen. Auch Henrik Enderlein, Professor für politische
Ökonomie an der Hertie School of Governance, meint, dass mit der Einigung
noch nicht viel erreicht sei. "Denn nur weil die Stunde null der griechischen
Wirtschaft endlich erreicht ist, ist weder das Land solvent noch die Euro-Krise
beendet", so Enderlein im » Handelsblatt. Das » Handelsblatt selbst gewinnt dem öffentlich ausgetragenen Streit etwas Gutes
ab: "Jedem müsste jetzt klar sein, wie brandgefährlich das Schuldenmachen ist.
Nun müssen die Staaten nur noch lernen, von der Defizit-Droge herunterzukommen."
Für das » Wall Street Journal gibt es beim aktuell "moderat rosigen Szenario" weiterhin
Risiken. Das größte: die Selbstzufriedenheit von Regierungen aus Spanien oder
Italien, die nach den Rettungsmissionen der EZB ihre Hände in den Schoß legten.
Aus Sicht der » Süddeutschen Zeitung muss statt Spar-Peanuts ein radikaler Schnitt her: der
weitgehende Schuldenverzicht der großen privaten Gläubiger, der Banken und
Hedge-Fonds; auch die EZB müsste einen Teil ihrer Forderungen wohl in den Wind
schreiben. Der » Freitag rät den Griechen, in eine selbstverwaltete Insolvenz zu gehen,
bevor der letzte Rest an Souveränität gekappt werde. "Stell dir vor, es ist
Krise, und keiner guckt hin", seufzt die » Börsen-Zeitung.
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