Roberto Abraham Scaruffi

Wednesday, 15 February 2012


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Manager plädieren für Rückkehr zur Drachme
Deutsche Manager empfehlen Griechenland die Rückkehr zur Drachme. In einer Umfrage des » Manager Magazins plädieren 57 Prozent der Befragten dafür, dass das Land die Euro-Zone verlässt. Bosch-Chef Franz Fehrenbach geht noch weiter: Auch aus der EU müsse Griechenland raus - notfalls per Zwang. Zudem ist die Wirtschaftsleistung des Schuldensünders Griechenland auch 2011 eingebrochen, und zwar stärker als erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt ging um 6,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurück. » (Spiegel) Der rigorose Sparkurs wird den Schrumpfkurs auch 2012 verschärfen, schreibt die » Welt. Das für den heutigen Mittwoch erwartete Treffen der Euro-Finanzminister zu Griechenland findet nicht statt. Es fehlen noch wichtige Unterlagen. Die griechische Regierung sucht derweil verzweifelt nach weiteren Sparmöglichkeiten. » (Handelsblatt » Spiegel » WSJ) Hellas ist von seiner Rettung weiter entfernt denn je, meint die » FTD. Die Absage des Treffens bewertet Ex-Finanzminister Peer Steinbrück als "Eskalation" und sieht nun die Rettung auf der Kippe. » (Welt) Noch ist Griechenland nicht verloren, sagt Ex-Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement in einem Gastbeitrag für das » Handelsblatt. Der ehemalige SPD-Politiker sieht Parallelen zum "Aufbau Ost" und rät, das Land konkret zu unterstützen statt es zu bevormunden. Angesichts der europäischen Staatsschuldenkrise haben sich die privaten Gläubiger auf das Schlimmste eingestellt. kommentiert die » Wirtschaftswoche. Banken, Hedgefonds oder Privatanleger rechnen längst damit, dass Griechenland nur kleine Teile des Nennwerts seiner offenen Posten zurückzahlen kann.
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NEWS
Neue Tricksereien in der EU?
Die spanische Regierung des konservativen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy soll die Defizitzahlen für 2011 zu hoch angegeben haben, um in diesem Jahr besser dazustehen. Weiterer Vorwurf: Die Regierung zögere versprochene Sparmaßnahmen hinaus, um eine Regionalwahl zu gewinnen..
» Süddeutsche Zeitung » Welt
Sparkassen schlagen Alarm
Den Sparkassen in Deutschland stehen milliardenschwere Belastungen ins Haus, die aus Eigenkapitalanforderungen für ihre Beteiligungen resultieren. Das sehen Pläne der Brüsseler Kommission vor, die derzeit verbindlich für alle EU-Mitgliedsstaaten die neuen Eigenkapitalnormen nach Basel III umsetzt. Werden diese verwirklicht, engen sich die Kreditspielräume der Sparkassen empfindlich ein.
» Handelsblatt
Herabstufung ohne Einfluss
Die Investoren ignorieren die Herabstufung durch Moody's: Italien und Spanien haben sich zu deutlich niedrigeren Zinsen als zuletzt frisches Geld am Finanzmarkt geliehen. Laut » FTD waren das quasi "Erleichtungskäufe": Profianleger hatten befürchtet, dass Moody's die Italiener gleich ganz aus dem "A"-Bereich verbannen würde. Dadurch hätten viele Fonds verkaufen müssen.
Weitere Links: » Handelsblatt » Spiegel
Schnäppchen für Goldman
Die US-Notenbank hat laut » Bloomberg in aller Heimlichkeit eine Handvoll Banken ausgesucht, denen sie es ermöglicht hat, exklusive Gebote für bestimmte Bonds abzugeben. Als Bieter ausgewählt wurden Goldman Sachs, Credit Suisse und Barclays. Sie durften Angebote für Bonds abgeben, die im Rahmen der Rettungsaktion für den Versicherer American International Group (AIG) in Staatsbesitz gekommen waren. Der Rest der Wall Street wundert sich. Schließlich hat die Fed mehr Transparenz versprochen. Goldman nutzt derweil die Vorzugsbehandlung, um daraus Profit zu schlagen.
Shortcuts aus der Finanzbranche
Die einheitliche Kontonummer (Iban) wird ab 2014 in Europa Pflicht - für Inlandsüberweisungen in Deutschland gilt eine Übergangsfrist bis 2016. » (HB) Capital One darf die ING Direct USA für neun Milliarden Dollar kaufen - trotz der Bedenken, das eine neue "too big too fail"-Bank entsteht. » (NYT) Die Website der Hochtechnologiebörse Nasdaq wurde von Hackern angegriffen, offenbar aber erfolglos. » (WSJ) Zur Kosteneinsparung will die Privatbank Julius Bär mehrere Funktionen ihres weltweiten Geschäfts nach Singapur verlagern. » (Businessweek) Die japanische Notenbank pumpt erneut mehr Geld in den Markt und will so die heimische Wirtschaft ankurbeln. » (HB) Amerikanische und australische Banken sind an einem Kauf von Teilen der Vermögensverwaltung der Deutschen Bank interessiert. Es soll knapp zehn Interessenten geben. » (HB) Von restriktiv bis liberal - die Schweizer Banken fahren beim Thema USA-Reisen völlig unterschiedliche Strategien. Bei einzelnen Instituten erhalten selbst Mitarbeiter aus dem Backoffice kaum eine Reiseerlaubnis. » (Cash)
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FEEDBACK - meistgeklickter Link der vorherigen Ausgabe
Topmanager trauen der Dax-Rally nicht mehr
An den Börsen geht es aufwärts. Die Anleger stürzen sich auf Aktien. Doch ausgerechnet Deutschlands Topmanager machen nicht mit. Sie steigen aus und kassieren Gewinne. Ein Signal?
» Handelsblatt (ausführlicher Insider-Artikel)
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HEUTE IM HANDELSBLATT
Titel: "Notenbanken dürfen nichts verschenken"
Politik: Karlsruhe stoppt Billig-Professur
Unternehmen: Hacker werden immer aggressiver
Finanzen: Das Himmelfahrtskommando
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MENSCHEN UND MEINUNGEN
Neues von der Deutschen Börse
Joachim Faber, zuletzt im Vorstand des Münchener Allianz-Konzerns für das Asset Management verantwortlich, soll laut » Manager Magazin neuer Aufsichtsratschef der Deutschen Börse werden. Faber wird dann Manfred Gentz ablösen, einst Finanzchef des Daimler-Konzerns. Unterdessen schließt Reto Francioni, Chef der Deutschen Börse, nach dem Scheitern der Fusion mit der NYSE persönliche Konsequenzen aus und plant stattdessen einen Angriff auf unregulierte und unbesicherte Märkte.
» Frankfurter Rundschau Vor einem Jahr habe Francioni noch vor einem Scheitern des Zusammenschlusses mit Nyse Euronext als unweigerlichen Abstieg in die Provinzialität gewarnt; gestern jedoch habe Francioni erklärt, einer der am besten aufgestellten Börsenbetreiber zu sein, schreibt die » Börsen-Zeitung. Doch nach deren Einschätzung ist die Konkurrenz überall groß: So sei es im weiten Feld des OTC-Clearing bisher nicht gelungen, wesentliche Fortschritte zu erzielen.
Finanzexpertin wird neue Wirtschaftsweise
Claudia-Maria Buch, Fachfrau für Finanzmärkte, wird nach Informationen der » Süddeutschen Zeitung Nachfolgerin von Beatrice Weder di Mauro als Wirtschaftsweise. Die 43-Jährige Buch forscht über die Regulierung von Banken.
Schuldenkrise drückt Bundesbank-Gewinn
Jens Weidmann, Präsident der Bundesbank, lehnt einen Forderungsverzicht gegenüber Griechenland vehement ab. Er kündigte im » Handelsblatt-Interview an, die Bundesbank werde durch die in Folge der Schuldenkrise gestiegenen Risiken höhere Rückstellungen bilden müssen.
ZUGABE - worüber die Finanzwelt schmunzelt
Gierige Vertreter
Verkäufer von Versicherungen, Fonds und anderen Finanzprodukten müssen ständig motiviert werden. Ihre Chefs feuern sie mit Reisen, Partys oder Hasstiraden an. Das » Handelsblatt bietet unter der Überschrift "Wie sich Finanzberater scharf machen" eine Übersicht von Videos, in denen gezeigt wird, wie sich die Vertreter heiß machen.