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Neubeginn im Athener
Chaos
Begleitet von gewaltsamen Ausschreitungen
hat das griechische Parlament am frühen Montagmorgen den von EU,
Internationalem Währungsfonds und Europäischer Zentralbank
geforderten weiteren Sparmaßnahmen zugestimmt. Das Gesetz sieht drastische
weitere Ausgabenkürzungen vor » (HB » WSJ). "Wir sind nur einen Atemzug von Ground Zero entfernt", hatte
Griechenlands Regierungschef Lucas Papademos vor der Abstimmung des
Parlaments einen dramatischen Vergleich gewählt » (FTD). Parallel zu den Protesten auf Athens Straßen hat Anonymous laut
» Forbes die Webseiten des griechischen Premierministers, der Polizei
und es Parlaments gehackt. Auch die CIA und Interpol mussten dran
glauben. Die » FTD schlägt vor, einen Gerhard Schröder nach
Griechenland (oder Brüssel) zu schicken, statt eine überforderte Abbruch-Troika.
Im » Spiegel greift der amerikanische Multimilliardär George Soros
das Krisenmanagement der Bundeskanzlerin an: "Ich bewundere Kanzlerin
Merkel für ihre Führungsstärke. Aber leider führt sie Europa in die
falsche Richtung". In der » Handelszeitung wundert sich Joseph E. Stiglitz, Nobelpreisträger für
Wirtschaftswissenschaften, über die Haltung der EZB bei der Umstrukturierung der
griechischen Staatsschuld. Die » Financial Times warnt die europäischen Politiker davor, sich in der Krise
allein auf die Rettung des Euro zu konzentrieren. Die aktuelle Lage habe viele
Ähnlichkeiten mit der Situation in den 1930ern, als die Krise des Finanzmarktes
nach und nach auch für den durchschnittlichen Bürger Folgen hatte, eifrig nach
Sündenböcken gesucht wurde und der Glaube - wie heute - herrschte, die Reichen
könnten die Schulden zahlen.
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