Roberto Abraham Scaruffi

Monday, 14 February 2011


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Amerikanischer Traum wird abgewickelt
Die Regierung von Barack Obama hat ihre Reformpläne für den 10,6 Billionen Dollar schweren Häusermarkt vorgelegt. Die Kernbotschaft ist simpel: weniger Staat. Im Zentrum stehen dabei die schwer angeschlagenen Hausfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac. Die Institute mit den kuriosen Namen mussten 2008 vom Steuerzahler gerettet werden, mit bis heute mehr als 150 Milliarden Dollar. Die Rolle der staatlichen Institute soll nach den Vorschlägen der Regierung nun Schritt für Schritt schrumpfen. Forbes applaudiert und verweist auf den Interessenkonflikt der Unternehmen im Zwiespalt zwischen Staat und Aktionären. Fortune rechnet damit, dass sich jetzt besonders chinesische Investoren von Firmenanleihen trennen werden, weil sie daran zweifeln, dass die US-Regierung weiterhin hinter den Verpflichtungen der staatlich kontrollierten Unternehmen steht. Beim Wall Street Journal schüttelt der Autor den Kopf angesichts der Statistik, dass 92 Prozent aller neuen Hypotheken im September 2010 staatlich gekauft oder gesichert wurden. (s. "Köpfe")
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NEWS
Allianz im Eilverfahren
Die Deutsche Börse will den Zusammenschluss mit ihrem New Yorker Pendant NYSE Euronext schnellstmöglich in trockene Tücher bringen. Beide Seiten arbeiten offenbar mit Hochdruck an einer Rahmenvereinbarung, der die Aufsichtsratsgremien der Unternehmen am Dienstag zustimmen können. Laut Manager Magazin wird der NYSE-Chef Duncan Niederauer neben dem CEO-Posten auch die Zuständigkeit für den Aktienmarkt bekommen. (s. auch "Köpfe" und "Debatte")
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Pokern um die WestLB-Zukunft
EU-Kommissar Joaquín Almunia erwartet schon bald einen ausgearbeiteten Sanierungsplan der WestLB auf seinem Tisch. Die Gespräche der Eigentümer sind in vollem Gange. Das Handelsblatt zeigt, welche Fragen zur Zukunft der Landesbank jetzt beantwortet werden müssen. Die Financial Times Deutschland porträtiert "Frontmann" Rolf Gerlach, Chef von 74 Sparkassen in Nordrhein-Westfalen, dessen Härte und Unnachgiebigkeit in den Verhandlungen über die Zukunft der WestLB legendär seien.
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M&A-Branche geht die Luft aus
So ein flaues M & A-Jahr wie 2010 hat die Branche schon lange nicht mehr gesehen. Dies ist das Fazit einer Analyse der Börsen-Zeitung. Der Markt für Mergers & Acquisitions, bei denen deutsche Unternehmen involviert sind, sei 2010 auf ein Gesamtvolumen von nur noch 185,6 Milliarden Euro eingebrochen - ein Minus von 70 Prozent. Die Anzahl der abgeschlossenen Transaktionen sank um 14 Prozent. Angeführt wird die Rangliste der Investmentbanken erneut von Goldman Sachs und Deutscher Bank. Laut einer Studie von Thomson Reuters ist dagegen das grenzüberschreitende M&A-Geschäft seit Jahresanfang rasant gestartet.
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Rüsten fürs Finale
Wenige Wochen vor den entscheidenden EU-Treffen zur Euro-Rettung werden die Vorschläge konkreter. So will die EU offenbar private Gläubiger von Schulden-Staaten auch nach 2013 weitgehend schonen - und stellt sich damit gegen Vorstellungen der Bundesregierung. Im Spiegel fordert Frankreichs Wirtschaftsministerin Christine Lagarde mehr Flexibilität beim Euro-Rettungsschirm.
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Nachbessern mit dem Rotstift
Britische Banken stehen zunehmend unter Druck, ihre Steuerlast zu veröffentlichen. Hintergrund: Kritiker werfen den Instituten vor, ihre Verluste während der Finanzkrise aufzublähen, um künftig weniger an den Fiskus abzuführen. In den kommenden zwei Wochen werden die großen britischen Banken laut Daily Mail voraussichtlich Gewinne in Höhe von 25 Milliarden Pfund für 2010 ausweisen.
Daily Mail »
Good Morning India
Bisher galt Indien für ausländische Banken als ein uneinnehmbares Bollwerk. Nun will die Reserve Bank of India die Lizenzvergabe im Land lockern. Darauf hoffte die Deutsche Bank seit Jahren. Jetzt kann sie dort schneller expandieren.
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FEEDBACK - meistgeklickter Link der vorherigen Ausgabe
Wer der WestLB unter die Arme springen könnte
Die Zukunft der WestLB wird konkret: So wollen sich die Sparkassen im Rheinland und in Westfalen-Lippe an der neuen Kapitaldecke der geplanten Verbundbank beteiligen. Diese soll das neue Zentrum des Instituts werden. Die Pläne im Überblick.
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HEUTE IM HANDELSBLATT
Titel: Merkels Machtspiele
Politik: Das Militär übernimmt die Macht am Nil
Unternehmen: Europa fällt im Mobilfunk zurück
Finanzen: Reserven der Lebensversicherer steigen
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INSIDER-BAROMETER - Transaktion der Top-Manager
Insider picken sich Rosinen heraus
Topmanager sehen die Börse oft anders als Analysten. Deren Optimismus teilen sie im Moment nicht - und rechnen mit stagnierenden Kursen. Die auffälligsten Orders kamen von der Deutschen Bank. Das Insider-Barometer, das vom Aachener Forschungsinstitut für Asset Management (Fifam) zusammen mit Commerzbank Wealth Management berechnet wird, pendelt wie schon seit Anfang des Jahres um die Marke von 96 Punkten.
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KÖPFE
Kuhhandel hinter den Kulissen
Peer Steinbrück spielte nur 24 Stunden mit. Dann teilte der Ex-Finanzminister wutschnaubend mit, dass er nicht daran denke, anstelle von Axel Weber oberster Währungshüter Europas zu werden. So wurde ganz schnell aus einem kleinen PR-Coup der SPD, um die Kanzlerin zu ärgern, ein ziemlicher Rohrkrepierer. Bundesbank-Präsident - und EZB-Beinahe-Chef - Axel Weber gibt seinen Posten zum 30. April auf und begründet seine Absage an die EZB-Kandidatur im Spiegel mit mangelnder Glaubwürdigkeit. Wirtschafts-Nobelpreisträger Paul Krugman verabschiedet Weber in der NYT mit unverhohlener Freude. Wer Anfang November EZB-Chef Jean-Claude Trichet ablösen werde, sei schwer abzuschätzen, meint die NZZ. Die hochpolitische Frage lade ein zu "allerlei Kuhhandel hinter den Kulissen".
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Streit um heilige Börsen-Kuh
John Whitehead, Ex-Co-Chairman bei Goldman Sachs, hält nicht viel von der Allianz der Deutschen Börse mit der NYSE. "Dies wäre eine Beleidigung für New York City, den Staat New York und alle Amerikaner." Die US-Börse sei eine "heilige Institution" und ein Symbol des US-amerikanischen Kapitalismus. Das Handelsblatt berichtet über die nationalistischen Töne in den USA.
Bloomberg » Handelsblatt »
Betrug vor dem Kollaps?
Michael Perry, Scott Keys und Blair Abernathy, die früheren Chefs bei IndyMac, stehen unter Betrugsverdacht. Das Trio soll Investoren 2008 kurz vor der Pleite des einst siebtgrößten Hypothekenfinanzierers der USA - dem damals größten Zusammenbruch einer US-amerikanischen Bank seit 1984 - mit Blick auf den Zustand der Bank getäuscht haben.
Financial Times » FT2 » New York Times »
Fed-Gegner schlägt leisere Töne an
Ron Paul, im US-Präsidentschaftswahlkampf gegen Obama & Co. unterlegen, meldet sich als Chef beim Domestic Monetary Policy Subcommittee zurück. Der Mann, der sich seit Jahren für die Abschaffung der US-Notenbank eingesetzt hat, leitet ausgerechnet das Gremium, das die Federal Reserve beaufsichtigt. In seiner neuen Funktion schlägt Paul einen moderaten Ton an, will aber die Debatte über Sinn und Funktion der Fed ohne Scheuklappen führen.
Slate »
Der größte Freddie-Fan
Derek Pilecki, Gründer des US-Hedge-Fonds Gator Capital Management und Aktionär bei Freddie Mac, geht davon aus, dass der Immobilienfinanzierer in diesem Jahr wieder profitabel wirtschaftet und die Schulden bei der US-Regierung bald zurückzahlen wird. "Freddie kommt zurück und wird alle überraschen. Ich hoffe, das klingt nicht doof."
Fortune »
Insolvenzverwalter mit epischem Talent
Irving Picard, Treuhänder für die Firma des Wall-Street-Betrügers Bernard Madoff, hat laut Fortune einen Pulitzer-Preis verdient. Seine Berichte rund um den Madoff-Betrug und die Verstrickungen von Firmen wie JP Morgan Chase läsen sich wie Romane. Empfehlung von Fortune: Picard solle das Drehbuch von "Wall Street III" schreiben.
Fortune »
DEBATTE - worüber die Finanzwelt diskutiert
Warum wusste der Aufsichtsrat nichts von der Börsen-Allianz?
Offenbar hätten Reto Francioni (Deutsche Börse) und Duncan Niederauer (New York Stock Exchange) vorgehabt, die Öffentlichkeit und die zuständigen Gremien (besonders Aufsichtsräte) vor vollendete Tatsachen zu stellen, vermutet die Börsen-Zeitung. "Ein solches Fait accompli würde die Möglichkeit ausschließen, dass sich Widerstand formiert und die ganze Angelegenheit in der Folge schlicht zerredet wird." Doch die Vorgehensweise sei bedenklich, da Aufsichtsratsmitglieder kaum in der Lage sein dürften, sich in aller Kürze über alle Konsequenzen einer solch weitreichenden Transaktion ein Urteil zu bilden.
Börsen-Zeitung »
ZUGABE - worüber die Finanzwelt schmunzelt
Mit Fannie fährt man besser
Das Schicksal der Immobilienfinanzierer Fannie & Co. ist und bleibt ein Politikum in den USA, das auch die Künstler inspiriert. Der Liedermacher Tom Paxton widmet sich in seinem Song "I'm Changing My Name To Fannie Mae" der Finanzkrise, insbesondere der Tatsache, dass viele US-Bürger jetzt hochverschuldet seien, während die Verursacher der Krise wie Fannie und Freddie sowie Institute wie Goldman Sachs dank der großzügigen Unterstützung der US-Regierung ohne größeren Schaden davongekommen seien.
Youtube » lyrics.wikia.com (Songtext) »
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