| Nachrichten 13.01.2013 | 07:15 UTC |
| AKTUELLES |
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| THEMEN |
| London unterstützt Mali-Einsatz |
| Großbritannien hat der französischen Regierung logistische Hilfe beim Militäreinsatz in Mali angeboten. Premier David Cameron und der französische Präsident François Hollande hätten in einem Telefongespräch vereinbart, dass London Transportflugzeuge schicke, sagte Camerons Sprecher. Die Flugzeuge sollten Truppen und Ausrüstung nach Mali bringen. Britische Soldaten würden sich aber nicht an den Kämpfen beteiligen. Auch die USA erwägen, den französischen Militäreinsatz gegen die islamistischen Rebellen im Mali logistisch zu unterstützen. Frankreich hatte am Freitag hunderte Soldaten in seine ehemalige Kolonie geschickt und zugleich mit Luftschlägen begonnen, um den Vormarsch der Islamisten zu stoppen. Dabei seien am Samstag "mehr als 100" Aufständische getötet worden, teilte die Armee mit. Ab Montag will außerdem das afrikanische Regionalbündnis Ecowas 3300 Soldaten zur Unterstützung der Armee nach Mali schicken. |
| Paris erhöht Sicherheitsvorkehrungen |
| Wegen des Militäreinsatzes in Mali hat Frankreich die Sicherheitsvorkehrungen im eigenen Land verschärft. Die Regierung in Paris will damit terroristische Anschläge islamischer Fundamentalisten verhindern. Wie Präsident François Hollande in einer Fernsehansprache sagte, werden nun öffentliche Gebäude und Verkehrsmittel überwacht. Die französische Armee kämpft zur Zeit nicht nur gegen Islamisten in Mali. Am Samstag hatte eine Spezialeinheit zudem vergeblich versucht, im ostafrikanischen Somalia einen Geheimagenten zu befreien, der 2009 von der dortigen islamistischen Al-Schabab-Miliz verschleppt worden war. |
| Israel räumt palästinensisches Protestcamp |
| Israelische Sicherheitskräfte haben im Westjordanland ein Protestcamp palästinensischer Aktivisten geräumt. Etwa 200 Palästinenser seien auf Anordnung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu aus dem sogenannten E1-Gelände weggebracht worden oder hätten es freiwillig verlassen, teilte die Polizei mit. Die Räumung sei gewaltlos erfolgt. Die Aktivisten hatten an Freitag damit begonnen, auf dem Gelände Zelte zu errichten, um gegen den geplanten Bau einer jüdischen Siedlung zu protestieren. Die israelischen Regierung war für ihre Pläne auch von befreundeten Staaten, darunter Deutschland, kritisiert worden. Sie befürchten, dass mit der Besiedlung des Areals durch Israel die Bildung eines zusammenhängenden und mit Ost-Jerusalem verbundenen Palästinenserstaates weiter erschwert wird. |
| Verletzte Polizisten bei Krawallen in Nordirland |
| Bei erneuten Straßenschlachten in Nordirland sind am Samstag mindestens 29 Polizisten verletzt worden. Die Polizeikräfte hatten sich im Osten von Belfast zwischen pro-britische Loyalisten und pro-irische Nationalisten gestellt, als rund 1000 pro-britische Demonstranten durch ein pro-irisches, katholisches Stadtviertel zogen. Die Proteste der pro-britischen Protestanten richten sich gegen einen Beschluss des Stadtrates, wonach die britische Fahne nur noch an 18 Tagen im Jahr vom Rathaus wehen darf. Die nordirischen Katholiken wollen den Inselteil mit der Republik Irland vereinigen, die Protestanten sind gegen die Abspaltung von Großbritannien. |
| VW muss in Brasilien 400.000 Autos zurückrufen |
| Volkswagen muss in Brasilien bis zu 400.000 verkaufte Fahrzeuge zurückrufen. Ein Gericht in Porto Alegre ordnete an, dass der Autobauer Anzeigen in großen Zeitungen schalten muss, um die Besitzer der Automodelle "Fox", "Voyage" und "Novo Gol" aus den Baujahren 2009/2010 auf vorzeitigen Motorenverschleiß hinzuweisen. Gegebenenfalls müsse VW auch für die nötigen Ersatzteile sorgen. Der Wolfsburger Konzern zeigte sich in einer ersten Reaktion überrascht über das Urteil: Das Problem sei seit 2009 bekannt, ein Gesundheits- oder Sicherheitsrisiko gebe es aber nicht. Gegen das Urteil kann Berufung eingelegt werden. Volkswagen ist in Brasilien die zweitgrößte Automarke. Der Autobauer aus Deutschland hat 2012 in dem südamerikanischen Land fast 800.000 Autos verkauft. |
| Gedenken an "Costa Concordia"-Unglück |
| Auf der italienischen Insel Giglio wird am Sonntag an den Schiffbruch der "Costa Concordia" vor einem Jahr erinnert. Das Kreuzfahrtschiff war damals mit einem Felsen vor der Insel zusammengestoßen und anschließend gekentert. Bei der Schiffskatastrophe starben 32 Menschen. Das Schiff liegt bis heute vor der Insel. Geborgen werden soll es voraussichtlich im September. Die Kosten für die Bergung werden mittlerweile auf 300 Millionen Euro geschätzt. Dem damaligen Kapitän der "Costa Concordia" droht eine Anklage wegen fahrlässiger Tötung. |
| Ramsauer zweifelt an Eröffnungstermin für Flughafen |
| Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer bezweifelt, dass der Flughafen Berlin-Brandenburg wie geplant 2014 eröffnet werden kann. Der CSU-Politiker sagte der "Bild am Sonntag", es sei verantwortungslos, jetzt schon einen Termin für die Inbetriebnahme zu nennen. Vorher müsse es zahlreiche Änderungen in der Planung und am Bau des Flughafens geben. Der Eröffnungstermin für den Flughafen ist wegen Baumängeln bereits vier Mal verschoben worden. Kommende Woche will Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit den Vorsitz des Flughafen-Aufsichtsrats niederlegen. Ein Misstrauensantrag im Abgeordnetenhaus wegen des Flughafen-Desasters scheiterte am Samstag. |
| Massiver Protest in Magdeburg gegen Neonazis |
| Tausende Magdeburger haben am Samstag gegen einen Aufmarsch von Rechtsextremisten in ihrer Stadt demonstriert. Rund 12.000 Menschen beteiligten sich an der sogenannten "Meile der Demokratie" in der Innenstadt. Die rund 1000 Neonazis mussten an den Stadtrand ausweichen. Die Rechtsextremisten wollten mit dem Aufmarsch das Gedenken an die Bombardierung Magdeburgs im Zweiten Weltkrieg für ihre Zwecke instrumentalisieren. Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) sagte, rechtes Gedankengut habe keinen Platz in der Stadt. |
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