Roberto Abraham Scaruffi

Friday, 19 March 2010

Donnerstag, 18. März 2010 weiterempfehlen » anmelden »
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Getäuscht, angeklagt und eingefroren
Hiobsbotschaft für Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann (Foto): Der Verkauf komplexer Wertpapiere an die Stadt Mailand im Jahr 2005 zur Reduktion der Zinslast der Kommune hat ein juristisches Nachspiel für die beteiligten Banken. Neben den Frankfurtern droht der HRE-Tochter Depfa sowie UBS und JP Morgan Chase in Italien ein Prozess. Vorwurf: vorsätzliche Täuschung. Ihr Gewinn angeblich: 100 Millionen Euro. Schadenersatz-Forderung: 239 Millionen Euro. Drastischer Schritt der Staatsanwälte: Sie haben Aktien, Immobilien und Konten aus dem Besitz der Banken im Wert von insgesamt 340 Millionen Euro eingefroren. "Ein Urteil könnte Signalwirkung für Hunderte italienische Städte haben, die sich ebenfalls mit solchen Derivaten verspekuliert haben", vermutet Reuters. Auch in Deutschland liegt die Deutsche Bank mit Dutzenden von Mittelständlern, Gemeinden und kommunalen Firmen wegen solcher Geschäfte im Clinch.