Roberto Abraham Scaruffi

Friday, 19 March 2010

Freitag, 19. März 2010 weiterempfehlen » anmelden »
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Merkels Wende irritiert die Welt
Die angebliche Kehrtwende von Angela Merkel in der Griechenland-Frage sorgt weltweit für Irritationen. Plötzlich bringt die Kanzlerin den Internationalen Währungsfonds (IWF) wieder ins Spiel - obwohl dieser bislang wegen des Einflusses der USA auf Distanz gehalten wurde -, um im Gegenzug eine EU-Hilfe in Frage zu stellen. Die Financial Times meint, die Kanzlerin schwäche die EZB, das eigene Finanzministerium und besonders die Bundesbank. Auch Merkels Äußerungen, Haushaltssünder notfalls aus der Euro-Zone auszuschließen, ernten Kritik, besonders vom griechischen Regierungschef Giorgos Papandreou (li.). Rückendeckung erhält die Kanzlerin von Mario Draghi. Italiens Notenbankchef unterstützt in einem Handelsblatt-Interview Merkels Vorschlag, die Etatdisziplin der Euro-Länder strenger zu kontrollieren und die Wirtschaftspolitik in Europa besser abzustimmen. Hierzulande sorgt außerdem die unklare Haltung der Bundesregierung zum Thema Bankenabgabe in der Finanzbranche zunehmend für Nervosität.
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