Roberto Abraham Scaruffi

Friday, 22 October 2010

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Neues Spiel im Finanzcasino
Die US-Großbanken geben dem Drängen der Politik nach und ziehen sich aus dem Risikogeschäft zurück. Doch spekuliert wird weiterhin. Hedge-Fonds und Private-Equity-Firmen übernehmen das Geschäft mit hoher Marge und hohem Risiko - gestern heuerte die Eigenhandels-Abteilung von Goldman Sachs beim Private-Equity-Giganten Kohlberg Kravis Roberts & Co an. Das Wall Street Journal erkennt darin einen Wandel des Geschäftsmodells der Finanzinvestoren, die sich immer stärker auf den Aktien- und Bond-Handel statt gehebelte Übernahmen konzentrierten. Während den Eigenhändlern Adieu gesagt wird, stockt Goldman-Chef Lloyd Blankfein (Foto) wie kein anderer Oberbanker sein Personal in anderen Abteilungen auf - plus 19 Prozent seit Frühjahr 2009. Bei Goldman heißt es, das Personal-Plus sei zur Erfüllung der neuen Regulierungsanforderungen gedacht (z.B. im Risk Management). Das Wall Street Journal vermutet aber, die US-Amerikaner wollten mit größerer Mannschaft ihr Vermögensverwaltungsgeschäft ausbauen. Oder sogar eine Übernahme planen? Wie auch immer, das Finanzcasino spiele weiter, meint das Handelsblatt.
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