 |  | Bungee-Sprung ins Ungewisse Die Wirtschaftsblätter diskutieren weltweit über den mysteriösen Börsen-Crash, bei dem zeitweise rund eine Billion Dollar an Marktkapitalisierung ausgelöscht wurde. Dass hinter dem heftigsten Kursrutsch in der Geschichte des US-Aktienmarktes ein dämlicher Händler steht, der versehentlich eine Milliarde statt einer Million Aktien zum Verkauf gestellt hat, wurde bislang nicht bestätigt - die Citigroup hat laut CNN dementiert, dass ein Trader aus den eigenen Reihen einen zu breiten Finger hat. So laufen die Spekulationen heiß: Ist ein Fonds umgefallen? Haben sich einige dieser fiesen Hedge-Fonds zusammengetan, um den Markt zusammenzufalten und dann billig einzusteigen? Wollten die Chinesen den USA zeigen, was eine Harke ist? Laut Portfolio.com gehen die Manager der New Yorker Börse davon aus, dass die Hälfte der Markt-Schmelze auf Sorgen wegen Griechenland zurückzuführen ist und die andere Hälfte auf verrückt spielende Computer-Hochfrequenzhandels-Systeme. Andere Analysen sehen die Procter & Gamble-Aktie als Epizentrum. Reuters-Blogger Felix Salmon spricht sich für eine Finanztransaktionssteuer aus, die solche Probleme beseitigen würde - die "schlechte Liquidität" auf dem Markt würde beseitigt. Dirk Müller warnt auf Cashkurs vor einem "zweiten deflationären Schock", der das "zarte Pflänzchen des Wirtschaftsaufschwungs brutal zertreten könnte".
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