Goldman-Skandal erschüttert die Wall Street
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Jetzt kommt's knüppeldick für Goldman Sachs: Während US-Ermittler die Verstrickung der Investmentbank in den Insiderhandel rund um Raj Rajaratnam untersuchen, wittert die US-Börsenaufsicht SEC einen noch größeren Skandal. Bei der Vermarktung eines verbrieften Hypothekenkredits (CDO) soll Goldman wesentliche Informationen über das Finanzprodukt verschwiegen haben: insbesondere die Tatsache, dass der Hedge-Fonds Paulson & Co des Milliardärs John Paulson (Fotomontage: unten) an der Zusammensetzung des Goldman-CDO mit dem Namen Abacus beteiligt war - um später erfolgreich auf dessen Niedergang zu wetten. Schaden bei Banken (darunter die deutsche IKB) und Investoren: über eine Milliarde Dollar. Neben der SEC erwägen auch die Bundesregierung und geschädigte Banken rechtliche Schritte gegen das Institut. Die FTD gibt den Investoren eine Mitschuld. Here is the City rechnet damit, dass Lloyd Blankfein (oben) seinen Hut nehmen muss. Reuters veröffentlicht das Pitch Book zum Abacus-Deal. Laut Bloomberg wirft die Rabobank Merrill Lynch den gleichen Betrug vor. Goldman Sachs wiederum betont, dass man selbst - bestimmt nicht absichtlich - 90 Millionen Dollar durch die Transaktion verloren habe. (Siehe auch "Köpfe")