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Sündenböcke und Trittbrettfahrer
Erstaunliche Entwicklungen im CDO-Skandal bei Goldman Sachs: Die US-Börsenaufsicht SEC und ihre Chefin Mary Schapiro (Fotomontage: li.) geraten unter Druck. Angeblich stehen die Argumente der Behörde auf wackeligen Beinen. Laut CNBC wusste die SEC, dass der Hedge-Fonds-Manager John Paulson (re.) nach der Zusammensetzung des Goldman-CDO dagegen wetten wollte. Der frühere SEC-Chef Harvey Pitt sieht große Gefahren für die SEC. Sollte diese vor Gericht verlieren, wäre ihre Chefin schwer angeschlagen. Banken-Chef Lloyd Blankfein (Mitte) gibt dem beurlaubten Fabrice Tourre, Vermarkter des Goldman-CDO-Pakets (Abacus), die Rolle des Sündenbocks. Das Finanzblog Naked Capitalism kritisiert die Verteidigungshaltung von Goldman. Dass die Bank den Angriff der SEC mit der geplanten Regulierungsreform von Barack Obama in Verbindung bringe, ändere nichts daran, dass die Vorwürfe möglicherweise berechtigt seien. Laut Reuters versuchen die Goldman-Rivalen, die Amerikaner als Underwriter beim Börsengang der Agricultural Bank of China auszustechen. Spiegel Online kritisiert die Heuchelei deutscher Politiker. Auch die Deutsche Bank habe der IKB Schrottpapiere angedreht - und sogar dagegen gewettet. Die staatliche BayernLB hat mittlerweile die Zusammenarbeit mit der US-Bank beendet.
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