Roberto Abraham Scaruffi

Wednesday, 12 January 2011


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Newsletter | 12.01.2011, 18:15 UTC
Wirtschaft live
Beschlüsse, Bilanzen und Beziehungen. Aktuelle Meldungen aus Deutschland und der Welt.
Themen-Übersicht
Wirtschaft wächst um 3,6 Prozent
Einstieg ins "europäische Semester"
US-Autobauer zeigen Selbstbewusstsein
Dax im Plus
Portugal gibt erfolgreich Anleihen aus
Merkel will alles tun für einen stabilen Euro
China verhängt Importstopp für deutsches Schweinefleisch
Fed-Banker sieht Arbeitsmarkt skeptisch
EU-Währungskommissar fordert drastischen Sparkurs
Wirtschaft wächst um 3,6 Prozent
Nun ist es also amtlich: Die deutsche Wirtschaft schaffte 2010 das stärkste Wachstum seit der Wiedervereinigung, meldet das Statistische Bundesamt in Wiesbaden. Doch die Verschuldung verharrt auf hohem Niveau.
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Audio Strukturelle Reformen haben Deutschland gestärkt: Interview mit Allianz-Chefvolkswirt Michael Heise
> Deutsches Wirtschaftswunder mit Risiken
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Einstieg ins "europäische Semester"
Die EU-Kommission drängt die Mitgliedsstaaten zu einer abgestimmten Wirtschaftspolitik und tiefgreifenden Reformen. Die Euro-Krise könnte Auslöser eines großen Integrationsschritts werden.
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US-Autobauer zeigen Selbstbewusstsein
In Detroit gehen GM, Ford und Chrysler nach der Krise wieder mit Zuversicht ins neue Jahr. Dabei achtet die Branche zunehmend auf den Spritverbrauch und ein sauberes Image.
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Audio Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer über die Trends 2011
Audio Interview: Matthias Wissmann, Verband der Automobilindustrie (VDA)
> Starker Auftritt der Deutschen in Detroit
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  Wirtschaft
Kurzmeldungen
Dax im Plus
Das wieder wachsende Vertrauen von Anlegern in die Euro-Zone hat den deutschen Aktienmarkt am Mittwoch beflügelt. Der Dax schloss 1,8 Prozent höher bei 7068 Punkten und lag damit in der Nähe seines Vorjahreshochs von 7087 Zählern. Die Europäische Zentralbank (EZB) errechnete bei der Festlegung der täglichen Referenzkurse einen Wechselkurs von 1,2973 US-Dollar für den Euro.
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Portugal gibt erfolgreich Anleihen aus
Portugal hat sich erfolgreich frisches Geld am Kapitalmarkt besorgt und damit vorerst die Flucht unter den Euro-Rettungsschirm vermieden. Die Ausgabe einer Staatsanleihe in Höhe von 1,25 Milliarden Euro verzeichnete am Dienstag starke Nachfrage, wie die portugiesische Schuldenagentur mitteilte. Für 599 Millionen Euro an neunjährigen Schuldverschreibungen betrug die Rendite 6,7 Prozent, der Wert liegt damit unter der kritischen Marke von 7 Prozent. Bei einer vergleichbaren Auktion hatte Portugal zuletzt 6,8 Prozent zahlen müssen. Für eine dreijährige Anleihe in Höhe von 650 Millionen Euro kassieren die Anleger eine Rendite von 5,4 Prozent, deutlich mehr als die 4 Prozent, die sich bei der zurückliegenden Emission ergeben hatten. Die Ausgabe der Papiere galt als wichtiger Testfall, ob Portugal noch das Vertrauen des Kapitalmarkts genießt oder wie Griechenland und Irland vor dem Bankrott gerettet werden muss.
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Merkel will alles tun für einen stabilen Euro
Deutschland wird nach Angaben von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) alles Notwendige für einen stabilen Euro unternehmen. "Deutschland wird, was notwendig ist, auch tun", sagte Merkel am Mittwoch in Berlin nach einem Treffen mit dem italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi. Merkel betonte, sie habe den Vorstoß von EU-Währungskommissar Olli Rehn für eine Ausweitung des Euro-Rettungsschirms verfolgt: "Ich will das jetzt nicht weiter kommentieren." Bisher sei mit Irland nur ein Land unter dem Schirm. Damit sei das Volumen noch weit davon entfernt, ausgeschöpft zu sein. Erfreut zeigte sich die Kanzlerin darüber, dass Portugal zu vernünftigen Zinssätzen sich frisches Geld an den Märkten geliehen habe.
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China verhängt Importstopp für deutsches Schweinefleisch
Wegen des Skandals um dioxinverseuchte Lebensmittel hat China die Einfuhr von Schweinefleisch und Eiprodukten aus Deutschland ausgesetzt. Das Verbot sei am 11. Januar in Kraft getreten, hieß es am Mittwoch auf der Internetseite der Behörde für Lebensmittelsicherheit. Ladungen, die sich bereits im Land befänden, würden auf Dioxin untersucht. Auch Südkorea hat Einfuhrbeschränkungen verhängt. Das Dioxin gelangte über den Futterfett-Hersteller Harles & Jentzsch aus Schleswig-Holstein in den Lebensmittelkreislauf. Vorsorglich war zeitweise über Tausende Höfe in Deutschland eine Handelssperre verhängt worden.
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Fed-Banker sieht Arbeitsmarkt skeptisch
Die US-Wirtschaft wächst nach Einschätzung eines US-Notenbankers zu langsam, um die Arbeitslosigkeit deutlich zu senken. Der Stellenaufbau werde deswegen enttäuschend langsam geschehen, sagte Narayana Kocherlakota, Präsident der Fed von Minneapolis, am Dienstag. Er rechne damit, dass die Arbeitslosenquote im laufenden Jahr im Schnitt über neun Prozent liegen werde. Ende 2012 werde sich die Rate bei über acht Prozent einpendeln. Kocherlakota wies auf die positiven Auswirkungen der Finanzhilfen durch die US-Notenbank hin. Ohne die Fed-Aktionen wäre die Rezession deutlich schärfer verlaufen und hätte die Erholung langsamer Fahrt aufgenommen, sagte der Ökonom.
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EU-Währungskommissar fordert drastischen Sparkurs
EU-Währungskommissar Olli Rehn fordert von den EU-Mitgliedsstaaten eine Verdopplung ihrer Anstrengungen beim Schuldenabbau. In seinem jährlichen EU-Wachstumsbericht schreibt Rehn, die EU-Staaten müssten geplante Reformen vorziehen und doppelt so viel sparen. Dies sei notwendig, um die riesigen Schuldenberge abzubauen und wieder solide wirtschaften zu können. Die Regierungen müssten in den nächsten 20 Jahren ihre Schulden jährlich um einen Beitrag reduzieren, der "mindestens einem Prozent des Bruttosozialprodukts" entspricht, forderte Rehn. Nur so könnten sie wieder in die Nähe der EU-Schuldengrenze gelangen. Danach dürfen die Schulden höchstens 60 Prozent der Wirtschaftskraft betragen. Derzeit liegt der Wert im Schnitt bei mehr als 80 Prozent bei steigender Tendenz.
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