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Newsletter | 12.01.2011, 19:15 UTC |
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Nachrichten |
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Die neuesten Meldungen zum Weltgeschehen: kompakt, sachlich, international |
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Nachrichten |
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Aktuelle Meldungen |
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Ausgangssperre nach blutigen Ausschreitungen in Tunis
TUNIS: Knapp vier Wochen nach Beginn der blutigen Proteste in Tunesien
haben die Unruhen auf die Hauptstadt übergegriffen. Demonstranten
lieferten sich Straßenschlachten mit der Polizei. Mehrere Menschen wurden
verletzt. Die Regierung verhängte eine Ausgangssperre über Tunis.
Bewaffnete Soldaten in gepanzerten Fahrzeugen bezogen vor Kreuzungen
und wichtigen Gebäuden Position. Auch in anderen Städten gingen
aufgebrachte Tunesier weiter auf die Straße. In Douz und Thala erschossen
Sicherheitskräfte laut Augenzeugen insgesamt drei Menschen. Die zuvor
bekanntgegebene Entlassung von Innenminister Rafik Belhaj Kacem konnte
die Wut der Demonstranten wegen der hohen Arbeitslosigkeit, Armut und
Korruption nicht besänftigen. Nach offiziellen Angaben wurden bislang 23
Zivilisten getötet. Inoffizielle Quellen sprechen von etwa 50 Todesopfern.
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Hisbollah bringt libanesische Regierung zu Fall
BEIRUT: Im Libanon hat die schiitische Hisbollah die Einheitsregierung von Ministerpräsident
Saad Hariri nach 14 Monaten zu Fall gebracht. Zehn Minister der schiitischen Hisbollah und
ein weiteres Kabinettsmitglied erklärten ihren Rücktritt. Die pro-iranische Hisbollah hatte von
Hariri verlangt, die Zusammenarbeit mit dem UN-Tribunal zu beenden, das den
Mordanschlag auf seinen Vater Rafik Hariri vor sechs Jahren aufklären soll. Es wird erwartet,
dass auch Mitglieder der Hisbollah vor dem Tribunal angeklagt werden.
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Schäuble setzt auf umfassende Lösung der Euro-Krise
BERLIN: Die Euro-Staaten arbeiten nach den Worten von Bundesfinanzminister Wolfgang
Schäuble an einem umfassenden Paket zur Lösung der Euro-Schuldenkrise. Die Probleme
müssten nicht nur kurzfristig, sondern auch mittelfristig gelöst werden, sagte Schäuble vor
Journalisten in Berlin. Dafür benötigten die Länder mit der Gemeinschaftswährung noch
etwas Zeit. Erleichtert zeigte sich der deutsche Finanzminister über die erfolgreiche
Platzierung von Staatsanleihen des schuldengeplagten Portugal am Kapitalmarkt.
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Wirtschaft wächst 2010 um 3,6 Prozent
WIESBADEN: Die deutsche Wirtschaft hat im vergangenen Jahr die Krise überwunden und
ist so stark gewachsen, wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr. Wie das Statistische
Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, stieg das Bruttoinlandsprodukt 2010 um 3,6 Prozent.
2009 war die deutsche Wirtschaftsleistung wegen der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise
um 4,7 Prozent gesunken. Motor des Wachstums im vergangenen Jahr war der Export, der
um 14,2 Prozent zulegte. Aber auch die Investitionen und der private Konsum zogen an. -
2011 wird der Aufschwung nach Prognosen von Experten weitergehen.
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Türkei lehnt Merkels Zypern-Forderung ab
ANKARA: Die Türkei hat die Forderung von Bundeskanzlerin Angela Merkel nach mehr
Kompromissbereitschaft im Zypern-Konflikt scharf zurückgewiesen. Regierungschef Recep Tayyip
Erdogan warf Merkel vor, sie ignoriere die Verantwortung der Zypern-Griechen für das Scheitern
des UN-Friedensplanes von 2004. - Bei ihrem Besuch in Nikosia am Dienstag hatte Merkel der
griechisch-zyprischen Regierung bescheinigt, sie habe bei den Bemühungen um eine
Wiedervereinigung der geteilten Mittelmeerinsel Flexibilität gezeigt. Dies sei aber von der türkischen
Seite nicht erwidert worden.
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Kabinett verlängert Afghanistan-Mandat der Bundeswehr
BERLIN: Das Bundeskabinett hat die Verlängerung des Einsatzes der Bundeswehr in
Afghanistan um ein weiteres Jahr bis Februar 2012 beschlossen. Die personelle Obergrenze
für das deutsche Kontingent der Internationalen Afghanistan-Schutztruppe ISAF soll weiter bei
5350 Soldaten liegen. In dem neuen Mandat nennt die Regierung als Ziel, schon Ende dieses
Jahres die ersten Bundeswehrsoldaten aus Afghanistan abzuziehen, wenn die
Sicherheitslage dort es zulasse. Der Bundestag wird Ende Januar über die
Mandatsverlängerung entscheiden. Die Zustimmung gilt als sicher.
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Schwerer Selbstmordanschlag im Nordwesten Pakistans
ISLAMABAD: Von einem schweren Anschlag ist der Besuch von
US-Vize-Präsident Joe Biden in Pakistan überschattet worden. Südlich des
Ortes
Bannu im Nordwesten des Landes steuerte ein Attentäter sein mit
Sprengstoff beladenes Fahrzeug in eine Moschee und riss mindestens 18
Menschen mit den Tod. Etwa 15 Personen wurden verletzt. Neben dem
Gebäude stand eine Polizeiwache, die ebenfalls zerstört wurde. Die
meisten
Opfer sind Sicherheitskräfte. Zu dem Anschlag bekannten sich
pakistanische Taliban, die von einem Vergeltungsschlag für
US-Drohnenangriffe sprachen. - Biden forderte die pakistanische
Regierung auf,
noch stärker gegen Aktivisten des Terrornetzwerks El Kaida vorzugehen,
die
Zuflucht in entlegenen Gegenden des Landes gefunden hätten. Er sagte die
langfristige Unterstützung der USA zu im Kampf gegen Terrorismus und
Extremismus.
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Russland: Polnischer Offizier schuld an Kaczynski-Absturz
MOSKAU: Eine russische Untersuchungskommission hat einen angetrunkenen polnischen
Offizier für den Absturz des Flugzeugs des polnischen Präsidenten Lech Kaczynski im April
2010 verantwortlich gemacht. Luftwaffenchef Andrzej Blasik habe im Cockpit die Piloten
gedrängt, trotz des schlechten Wetters im russischen Smolensk eine Landung zu versuchen,
heißt es im Abschlussbericht der Kommission. Beim Landeanflug zerschellte die Maschine in
einem Wald. Kaczynski und alle anderen 95 Menschen an Bord kamen ums Leben.
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UN warnen vor Hungersnot im Südsudan
JUBA: Bei der Volksabstimmung über die Loslösung des Südsudans vom
Norden ist nach Angaben der Wahlkommission das für die Gültigkeit
erforderliche Quorum bereits erreicht worden. Drei Tage nach Beginn des
auf eine Woche angesetzten Referendums hätten mehr als 60 Prozent der
3,9 Millionen Stimmberechtigten ihr Votum abgegeben, heißt es in einer
Erklärung. Es wird erwartet, dass sich die Wähler für einen unabhängigen
Staat aussprechen. - Unterdessen warnten das Welternährungsprogramm
der Vereinten Nationen und die UN-Organisation für Ernährung und
Landwirtschaft vor einer Hungersnot im Südsudan. Derzeit sei fast eine
Million hungernde Menschen auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Verschärft
würde die Lage durch die hunderttausenden Rückkehrer aus dem Norden,
die jetzt in ihre südliche Heimat strömten.
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Vernichtende Bilanz der Hilfsorganisationen zum Haiti-Einsatz
PORT-AU-PRINCE: Mit einem Trauergottesdienst und
Gedenkzeremonien
hat die Bevölkerung in Haiti an die 230.000 Opfer des verheerenden
Erdbebens vor genau einem Jahr erinnert. Präsident René Préval und seine
Minister legten vor einem Massengrab im Norden der Hauptstadt einen
Kranz nieder. Die internationalen Hilfsorganisationen nahmen den Tag zum
Anlass, um eine vernichtende Bilanz des bisherigen Wiederaufbaus zu
ziehen. Ärzte ohne Grenzen und das Technische Hilfswerk warfen den
Vereinten Nationen vor, mit der Koordination der Hilfsleistungen und der
Cholera-Epidemie überfordert zu sein. Der Haiti-Beauftragte der UN,
Ex-US-Präsident Bill Clinton, räumte ein, die international gesteckten
Ziele seien nur
zu 60 Prozent erreicht worden.
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Hochwasser überschwemmt Zwei-Millionen-Stadt Brisbane
SYDNEY: Das Hochwasser im Nordosten Australiens hat nun auch das
öffentliche Leben in der Zwei-Millionen-Stadt Brisbane lahmgelegt. Die
Flutwelle zwang tausende Einwohner, ihre Häuser zu verlassen. In manchen
Vierteln steht das Wasser bis zu den Spitzen der Verkehrsampeln. In dem
durch wochenlange Regenfälle angeschwollenen Brisbane-Fluss trieben
Möbel, Wohnwagen und ganze Häuser. In weiten Teilen der Stadt fiel der
Strom aus. Die Zahl der Hochwasser-Opfer in Australien stieg inzwischen
auf mindestens zwölf. Dutzende Personen werden in der Region vermisst.
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Futterfett-Hersteller Harles und Jentzsch insolvent
KIEL: Der im Zentrum des Dioxinskandals stehende Futterfett-Hersteller "Harles und Jentzsch" aus
Schleswig-Holstein hat Insolvenz beantragt. Die teilte eine Sprecherin des Landgerichts Itzehoe
mit. "Harles und Jentzsch" steht in Verdacht, Futterfett aus minderwertigem Industriefett hergestellt
und an andere Futtermittelhersteller zur Weiterverarbeitung geliefert zu haben. Dies dürfte zu der
Belastung von Eiern und Schweinefleisch mit Dioxin geführt haben.
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Das Wetter in Deutschland: Regnerisch
DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Nachts von Westen nach Osten und Südosten
vorankommender Regen. In Nordseenähe meist trocken und kurze Auflockerungen.
Tiefsttemperaturen zwischen 7 Grad Celsius am Niederrhein und nahe 0 Grad in
Vorpommern.
Die Vorhersage für Donnerstag: Stark bewölkt und gebietsweise Regen - in den
Mittelgebirgen und im Süden teils kräftig. Tagestemperaturen 8 bis 12 Grad.
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