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FÜR SIE GELESEN - HANDELSBLATT PRESSESCHAU
Die internationale Presse sieht die Gründe für
das Wahlergebnis in Spanien in der EU-Schuldenkrise und hinterfragt Mariano
Rajoys Fähigkeiten: Kann er das Ruder im Land herumreißen?
Das Ergebnis
der Wahlen in Spanien wertet die Financial Times aus London als einen
weiteren von jüngsten Regierungswechseln in Europa - nach Irland, Portugal,
Griechenland und Italien -, die durch die Schuldenkrise verursacht wurden.
Spaniens Wirtschaft sei wie die Italiens zu groß, um durch den Europäischen
Rettungsschirm aufgefangen werden zu können.
"Jetzt wollen die Spanier
dem als sehr seriös bekannten Katasterbeamten die Chance geben, den Karren aus
dem Dreck zu ziehen", kommentiert das österreichische Wirtschaftsblatt
den wahrscheinlichen Wahlsieg für Mariano Rajoy. Große Popularität genieße der
"als blasser Parteisoldat und Technokrat" geltende Galicier nicht, er lispele,
sei kein als guter Redner oder gar charismatischer
Sympathieträger.
Tausende empörte jugendliche "Indignados",
Gewerkschaftler, Immigranten und Lehrer seien zuletzt auf die Straße gegangen,
die Finanzmärkte hätten das Land schon länger im Visier und Ökonomen
prognostizierten gar eine Rezession: So fasst die Financial Times
Deutschland die Lage in Spanien zum Antritt des wahrscheinlich neuen
Ministerpräsidenten Mariano Rajoy zusammen.
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