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Ratingagentur Moody's droht USA wegen Schulden
Nach Standard & Poor's droht nun auch die Ratingagentur Moody's mit einer Überprüfung und möglichen
Herabstufung der Kreditwürdigkeit der USA. Sollte es bis Mitte Juli keine Fortschritte bei Haushaltsgesprächen
geben, werde das Rating wahrscheinlich herabgestuft, teilte Moody's in New York mit. Derzeit werden die USA
mit der Bestnote AAA bewertet. Bereits im April hatte Standard & Poor's die USA vor dem Entzug der
Bestnote gewarnt und den Ausblick auf die Bewertung der Bonität von "stabil" auf "negativ" gesenkt. Die USA
hatten Mitte Mai die gesetzliche Schuldenobergrenze erreicht und dürfen sich kein frisches Geld mehr leihen.
Erst am Dienstag hatte das Repräsentantenhaus die von Präsident Barack Obama angestrebte Anhebung der
Obergrenze abgelehnt. Finanzminister Timothy Geithner erklärte, er gehe dennoch davon aus, dass die
drohende Zahlungsunfähigkeit abgewendet werden könne.
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Griechenland will Sparkurs verschärfen
Die griechische Regierung will den im Land hoch umstrittenen
Sparkurs nach
Agenturberichten noch verschärfen, um weitere Finanzhilfen der
Euro-Staaten und des Internationalen Währungsfonds - IWF - zu erhalten.
Der
sozialistische Ministerpräsident Giorgos Papandreou werde an diesem
Freitag ein neues Sparprogramm vorstellen, hieß es in den Meldungen aus
Athen. Es habe ein Volumen von 6,4 Milliarden Euro. - Experten der EU,
der
Europäischen Zentralbank und des IWF wollen gleichzeitig ihren Bericht
über die bisherigen Sparanstrengungen Griechenlands vorlegen. Eine
positive Einschätzung gilt als Voraussetzung für die Auszahlung weiterer
Kredite an das von der Pleite bedrohte Land.
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Trichet will europäisches Finanzministerium
Vor dem Hintergrund der Euro-Schuldenkrise hat der Präsident der
Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet, die Schaffung eines
europäischen Finanzministeriums vorgeschlagen. Es könnte die
Haushaltspolitik der Staaten überwachen, sagte Trichet bei der
Entgegennahme des ihm verliehenen Internationalen Karlspreises in
Aachen. Der 68-jährige Franzose sprach von einer Langfristperspektive.
Trichet erklärte weiter, in finanzielle Schwierigkeiten geratenen Euro-Ländern
sollte ein Teil ihrer Souveränität entzogen und auf europäische Institutionen
übertragen werden. - Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler reagierte
ablehnend. Er halte nichts davon, nationale Kompetenzen in Haushaltsfragen
auf die europäische Ebene zu verlagern, sagte der FDP-Vorsitzende in
Berlin.
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Wehrbeauftragter für Panzerwagen mit Roboterarm
Vor dem Hintergrund einer tödlichen Anschlagsserie auf deutsche Soldaten
im Norden Afghanistans hat der Wehrbeauftragte des Bundestags eine
bessere Ausrüstung der Bundeswehr gefordert. Eine entscheidende
Schwachstelle seien immer noch die fehlenden Möglichkeiten, Sprengfallen
rechtzeitig zu erkennen und zu beseitigen, sagte Hellmut Königshaus der
"Allgemeinen Zeitung" aus Mainz. Er habe sich bereits vor einem Jahr dafür
eingesetzt, gepanzerte Spezialfahrzeuge mit einem Roboterarm auch für die
deutschen Truppen einzusetzen. Beim dritten Anschlag innerhalb weniger
Tage war am Hindukusch erneut ein Bundeswehrsoldat getötet worden. Fünf
weitere Soldaten wurden verletzt, als ihr Marder-Schützenpanzer auf eine
versteckte Bombe fuhr. - Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière
wiederholte, man wolle an der bisherigen Strategie festhalten, Sicherheit zu
schaffen, um Entwicklung zu ermöglichen. Man dürfe sich Terror und
Unterdrückung nicht beugen.
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NATO-Kampfjets nehmen libysche Kasernen ins Visier
Kampfflugzeuge der NATO haben wieder Luftangriffe auf die libysche
Hauptstadt Tripolis geflogen, um die Truppen von Machthaber Muammar al
Gaddafi zu schwächen. Dabei seien in der Nacht zum Freitag Kasernen in
der Nähe von Gaddafis Anwesen getroffen worden, teilte die libysche
Regierung mit. Auch Journalisten berichteten von schweren Explosionen. Ob
es Tote oder Verletzte gab, ist unklar.
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Mladic erstmals vor UN-Kriegsverbrecher-Tribunal
Nach seiner Auslieferung von Serbien nach Den Haag soll der
mutmaßliche
Kriegsverbrecher Ratko Mladic an diesem Freitag erstmals vor dem
UN-Tribunal für das ehemalige Jugoslawien erscheinen. Dabei werde sich
der
frühere Armeechef der bosnischen Serben weder schuldig noch unschuldig
bekennen, sondern mehr Zeit zur Vorbereitung seiner Verteidigung
verlangen, berichten serbische Medien. Der eigentliche Prozess gegen den
69-Jährigen wird frühestens in einem Monat beginnen. Mladic ist unter
anderem wegen Völkermordes angeklagt. Er war nach fast 16-jähriger
Flucht
in Serbien gefasst und am Dienstag dieser Woche an das UN-Tribunal in
den Niederlanden überstellt worden.
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Ex-Gouverneur Romney will 2012 gegen Obama antreten
Der frühere Gouverneur des US-Bundesstaates Massachusetts, Mitt Romney, will Präsident
Barack Obama bei der Wahl im nächsten Jahr herausfordern. Der Multimillionär gab seinen
Entschluss für eine Präsidentschaftskandidatur für die oppositionellen Republikaner bei einer
Veranstaltung im Bundesstaat New Hampshire bekannt. Es ist Romneys zweiter Versuch.
2008 war der 64-jährige Mormone bei den Vorwahlen der Republikaner nur Zweiter
geworden. - Vor Romney haben bereits der ehemalige Parlamentspräsident Newt Gingrich
und der frühere Gouverneur von Minnesota,Tim Pawlenty, ihre Kandidatur erklärt.
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Fiat übernimmt Mehrheit an Chrysler
Der italienische Autohersteller Fiat übernimmt die Mehrheit bei
seinem US-Partner Chrysler. Die US-Regierung teilte mit, sie werde ihren
Sechs-Prozent-Anteil an Chrysler für mehr als 500 Millionen Dollar an
das
Unternehmen in Turin verkaufen. Damit steigt die Fiat-Beteiligung an
Chrysler auf 52 Prozent. Der kleinste der drei US-Autoproduzenten war in
der Wirtschaftskrise von der Regierung in Washington vor dem
Zusammenbruch bewahrt worden. Auch Fiat war als Retter eingesprungen.
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Brasilien stemmt sich gegen extreme Armut
Brasiliens Regierung hat ein umfangreiches Sozialpaket geschnürt, um bis
2014 die extreme Armut im fünftgrößten Land der Erde einzudämmen. Mit
dem Programm "Brasilien ohne Elend" wolle der Staat aktiv Hilfsbedürftige
ausfindig machen und nicht erst darauf warten, dass diese den Weg zu den
Behörden fänden, erklärte Präsidentin Dilma Rousseff. Damit löst die seit
Januar amtierende Staatschefin eines ihrer zentralen Wahlversprechen ein.
Als extrem arm gelten in Brasilien diejenigen, die monatlich mit umgerechnet
rund 30 Euro oder weniger auskommen müssen.
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EHEC-Krise: Merkel verteidigt deutsche Behörden
Im
Streit mit Spanien über die Folgen der grassierenden EHEC-Seuche für
die Gemüsebauern hat Bundeskanzlerin Angela Merkel das Vorgehen der
deutschen Behörden verteidigt. In einem Telefonat mit dem spanischen
Ministerpräsidenten Jose Luis Rodriguez Zapatero habe Merkel auf die
Verpflichtung der Behörden hingewiesen, die Bürger in allen Phasen zu
informieren und Analyseergebnisse an das EU-Schnellwarnsystem zu
übermitteln, teilte ein Regierungssprecher mit. Die Madrid hatte wegen
der
fälschlichen Einstufung von spanischen Gurken als Quelle der
EHEC-Infektionen mit rechtlichen Schritten und Entschädigungsforderungen
gedroht. Nun hieß es in Berlin, Merkel und Zapatero hätten vereinbart,
sich
auf europäischer Ebene gemeinsam um Hilfen für die geschädigten
Landwirte zu bemühen.
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Forscher identifizieren EHEC-Erreger
Bei der Untersuchung des gefährlichen Darmkeims EHEC sind die
Wissenschaftler einen großen Schritt weiter gekommen. Forschern der
Hamburger Uniklinik ist es gemeinsam mit chinesischen Kollegen gelungen,
einen neuartigen Bakterienstamm als Auslöser der schweren Infektionswelle
zu identifizieren. Es handele sich um einen hoch ansteckenden und
aggressiven Typ des E-Coli-Bakteriums, teilten die Experten mit. - Die
Quelle der Infektion ist weiterhin nicht bekannt. Die Zahl der Todesopfer in
Deutschland stieg auf 17. Die Zahl der Infektionen und Verdachtsfälle liegt
bei rund 2000. - Außer in mehreren europäischen Ländern gibt es jetzt auch
in den USA EHEC-Verdachtsfälle. Drei Menschen, die Deutschland besucht
hätten, seien vermutlich infiziert, teilten die US-Behörden mit.
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Händel-Festspiele in Halle mit Sachsens Hofmusik
Die barocke Musik am sächsischen Hof bestimmt das Programm der 60. Händel-Festspiele, die in
Halle begonnen haben. 1.400 Künstler aus aller Welt stehen bis zum 12. Juni in der Geburtsstadt
des Barockkomponisten Georg Friedrich Händel an 30 verschiedenen Orten auf der Bühne.
Präsentiert werden unter anderem sieben Opern und vier große Oratorien. Es gibt aber auch
wieder Neuinterpretationen alter Händel-Werke. So trifft auch Jazz und 80er-Jahre-Pop auf
Barockmusik. --- Händel ist in Halle geboren und aufgewachsen, seine wichtigsten Werke verfasste
er jedoch in England, wo er mehr als 40 Jahre lebte.
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Das Wetter in Deutschland: Viel Sonnenschein
DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Außer einigen Wolkenfeldern in Nähe
der Nordsee viel Sonnenschein. Tagestemperaturen 22 bis 29 Grad
Celsius. --- Ganz im Süden und in Alpennähe einzelne Schauer und Gewitter
möglich. -
Die weiteren Aussichten: Am Samstag in der Südhälfte im Tagesverlauf
Schauer und Gewitter. Im Norden meist sonnig. Höchstwerte 22 bis 30
Grad.
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