Roberto Abraham Scaruffi

Friday, 3 June 2011


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Newsletter | 03.06.2011, 18:15 UTC
Nachrichten
Die neuesten Meldungen zum Weltgeschehen: kompakt, sachlich, international
Themen-Übersicht
Merkels riskante Operation
Griechenland erhält nächste Finanzspritze
Kanzlerin: Atom-Meiler gehen stufenweise vom Netz
Bundeswehr nimmt Abschied von Afghanistan-Gefallenen
Jemens Präsident bei Palast-Beschuss verletzt
Zehntausende Syrer protestieren gegen Regime Assad
Mladic weist vor UN-Tribunal alle Vorwürfe zurück
Weitere türkische Offiziere in Haft
Wieder Cholera-Ausbruch in Haiti
Ratingagentur Moody's droht USA wegen Schulden
DAX schließt fester
Formel 1-Rennen in Bahrain wird nachgeholt
Das Wetter am Samstag: Schauer und Gewitter
Global Media Forum 2011
Merkels riskante Operation
Schafft es Deutschland ab 2022 ohne Atommeiler auszukommen? Politiker sprechen von einer "Operation am offenen Herzen" der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt. Die Regierung will die Opposition ins Boot holen.
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Video Töpfer: AKW-Ausstieg wird weltweit beachtet. (30.05.2011)
Video Zeitenwende für Atompolitik. (31.05.2011)
Video E.ON kündigt Milliardenklage an. (01.06.2011)
> Merkels Atomausstieg auf dem Prüfstand
> Angela Merkels hohe Regierungskunst
> Schwarz-gelbe Kehrtwende in die Zukunft
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  Nachrichten
Aktuelle Meldungen
Griechenland erhält nächste Finanzspritze
Die dringend benötigte nächste Finanzspritze von 12 Milliarden Euro für das vom Staatsbankrott bedrohte Griechenland kann nach Angaben von Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker ausgezahlt werden. Weitere Finanzhilfen seien möglich, unter der Voraussetzung, dass der private Sektor in Griechenland sich auf freiwilliger Basis beteilige, sagte Juncker nach einem Treffen mit dem griechischen  Regierungschef Giorgos Papandreou in Luxemburg. Zuvor hatte die Regierung in Athen bekanntgegeben, die sogenannte Troika aus Europäischer Union, Internationalem Währungsfonds (IWF) und Europäischer Zentralbank habe die jüngsten Sparbemühungen Griechenlands positiv beurteilt. Die Überprüfung galt als entscheidende Voraussetzung für die Auszahlung der in Kürze fälligen nächsten Kredittranche. Insgesamt haben die Eurostaaten und der IWF Griechenland bereits Hilfen bis zu 110 Milliarden Euro zugesagt. In Griechenland gibt es weiter Widerstand gegen den Sparkurs der Regierung. In Athen besetzten Gewerkschafter aus Wut über neue Sparmaßnahmen das Finanzministerium.
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Kanzlerin: Atom-Meiler gehen stufenweise vom Netz
Die verbliebenen 17 Kernkraftwerke in Deutschland werden stufenweise bis spätestens 2022 abgeschaltet. Jedem Atommeiler werde ein Ausstiegsdatum zugeordnet, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer in Berlin. Zusammen mit Sachsen-Anhalts CDU-Ministerpräsident Reiner Haseloff nannte sie über die bereits abgeschalteten acht Reaktoren hinaus die Jahre 2015, 2017, 2019 und 2021/22. Die letzten drei, das seien die technisch neuesten Kraftwerke, gingen zuletzt vom Netz. Als so genannte Energie-Kaltreserve für mögliche Strom-Engpässe soll trotz Bedenken der Länder ein AKW vorgehalten werden. Nordrhein-Westfalens SPD-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hielt nach den Verhandlungen einen überparteilichen Konsens über den Atom-Ausstieg für möglich. Entscheidend sei, dass der Prozess unumkehrbar sei und es keine Hintertüren gebe, sagte sie.
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Bundeswehr nimmt Abschied von Afghanistan-Gefallenen
Während einer Trauerfeier für drei kürzlich in Afghanistan gefallene Soldaten hat Verteidigungsminister Thomas de Maizière in Hannover neuerlich davor gewarnt, der Gewalt radikal-islamischer Taliban-Milizen nachzugeben. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und Außenminister Guido Westerwelle lehnten einen Kurswechsel in der Afghanistan-Politik ab. Dennoch wurden wegen der jüngsten Häufung tödlicher Anschläge Zweifel an Taktik und Ausrüstung der Soldaten laut. Der Bundeswehrverband forderte, das Vorgehen am Hindukusch grundsätzlich zu überprüfen. Die Antworten der deutschen Politik auf die aktuelle Situation in Afghanistan seien nicht ausreichend. Der Wehrbeauftragte Hellmut Königshaus kritisierte, dass die Beschaffung von geschützten Fahrzeugen für das Räumen von Sprengfallen zu lange dauere.
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Jemens Präsident bei Palast-Beschuss verletzt
Im Jemen dauert der blutige Machtkampf zwischen Anhängern und Gegnern des langjährigen Präsidenten Ali Abdullah Saleh an. Beim Beschuss des Präsidentenpalastes in Sanaa durch Aufständische sei der Präsident leicht verletzt worden, bestätigte die Regierungspartei. Berichte der Regierungsgegner, denen zufolge Saleh bei dem Angriff getötet worden sei, wurden im Staatsfernsehen dementiert. Der Präsident werde in den nächsten Stunden vor die Presse treten. Während des Granaten-Beschusses des Palastes starben vier Soldaten der Präsidentengarde. Der Ministerpräsident, der Parlamentspräsident sowie weitere Politiker wurden verletzt. Sie hätten sich zum Zeitpunkt des Angriffs gemeinsam mit Saleh in der Moschee des Palastes aufgehalten, hieß es. Aus Teilen Sanaas werden weiter heftige Feuergefechte zwischen Stammeskämpfern und Spezialeinheiten der Armee gemeldet. Oppositionsgruppen berichteten, Sicherheitskräfte hätten allein in dieser Woche mindestens 50 Regierungsgegner getötet.
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Zehntausende Syrer protestieren gegen Regime Assad
In Syrien haben wieder zehntausende Menschen gegen das Regime von Präsident Baschar al-Assad demonstriert. Aus mehreren Landesteilen werden große Kundgebungen nach dem Freitagsgebet gemeldet. Allein in der zentralsyrischen Stadt Hama sollen nach Angaben von Menschenrechtlern 50.000 Regierungsgegner auf die Straße gegangen sein, mit der Forderung nach demokratischen Reformen und dem Rücktritt Assads. Die Armee versuchte mit Schüssen in die Luft, die Menge aufzulösen. Die Stadt Rastan ist von Panzern umstellt, dort schossen Soldaten wieder auf Zivilisten. Nach Oppositionsangaben soll es mehrere Tote gegeben haben.
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Mladic weist vor UN-Tribunal alle Vorwürfe zurück
Der mutmaßliche Kriegsverbrecher Ratko Mladic hat bei seinem ersten Auftritt vor dem UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag alle Vorwürfe zurückgewiesen. Nach der Verlesung der elf Anklagepunkte erklärte er, mit ihm stehe die ganze serbische Nation vor Gericht. Die Anschuldigungen seien "widerlich", er habe nur sein Land und sein Volk verteidigt. Mladic erklärte, er sei ein schwer kranker Mann. Außerdem benötige er mehr als die vorgesehenen 30 Tage, um seine Verteidigung vorzubereiten. Der 68-jährige ehemalige Militärchef der bosnisch-serbischen Armee ist wegen Völkermord, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit während des Bosnienkrieges in den Jahren 1992 bis 1995 angeklagt. Er wird vor allem für das Massaker von Srebrenica verantwortlich gemacht, bei dem 8.000 muslimische Jungen und Männer getötet wurden. - Die Verhandlungen werden am 4. Juli fortgesetzt.
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Weitere türkische Offiziere in Haft
Die türkische Justiz hat zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage ranghohe Offiziere der Armee wegen Putschverdachts in Untersuchungshaft genommen. Wie die Nachrichtenagentur Anadolu meldet, erging Haftbefehl gegen den Chef der türkischen Luftwaffenakademie, Generals Ismail Tas, sowie drei weitere Soldaten. Erst vor kurzem war der Leiter der türkischen Kriegsakademie, Bilgin Balanli, festgenommen worden. Damit sitzen wegen mutmaßlicher Beteiligung an dem Umsturzplan mit dem Codenamen "Vorschlaghammer" bislang zwölf Offiziere in Haft. Die Staatsanwaltschaft ermittelt darüber hinaus wegen einer Reihe weiterer Umsturzpläne der streng säkularen Armee gegen die religiös-konservative Regierung von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan. Insgesamt stehen fast 200 aktive und pensionierte Soldaten vor Gericht, darunter die früheren Chefs der Luftwaffe und der Marine.
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Wieder Cholera-Ausbruch in Haiti
Die Cholera in Haiti breitet sich wieder aus. Allein in Carrefour, einem dicht besiedelten Stadtteil im Westen der Hauptstadt Port-au-Prince, würden täglich 300 neue Fälle gemeldet, berichtet die Hilfsorganisation Oxfam. Das seien dreimal soviel Neuerkrankungen wie beim letzten Ausbruch der Seuche nach dem verheerenden Erdbeben im vergangenen Herbst. Das Internationale Rote Kreuz nahm wegen des dramatischen Anstiegs der Neuinfektionen sein damals eingerichtetes Behandlungszentrum in Port-au-Prince wieder in Betrieb. Es war erst im April geschlossen worden. Nach Angaben des haitianischen Gesundheitsministeriums sind seit vergangenem Oktober über 320.000 Menschen an Cholera erkrankt und rund 5.300 gestorben. 
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Ratingagentur Moody's droht USA wegen Schulden
Nach Standard & Poor's droht nun auch die Ratingagentur Moody's mit einer Überprüfung und möglichen Herabstufung der Kreditwürdigkeit der USA. Sollte es bis Mitte Juli keine Fortschritte bei Haushaltsgesprächen geben, werde das Rating wahrscheinlich herabgestuft, teilte Moody's in New York mit. Derzeit werden die USA mit der Bestnote AAA bewertet. Bereits im April hatte Standard & Poor's die USA vor dem Entzug der Bestnote gewarnt und den Ausblick auf die Bewertung der Bonität von "stabil" auf "negativ" gesenkt. Die USA hatten Mitte Mai die gesetzliche Schuldenobergrenze erreicht und dürfen sich kein frisches Geld mehr leihen. Erst am Dienstag hatte das Repräsentantenhaus die von Präsident Barack Obama angestrebte Anhebung der Obergrenze abgelehnt. Finanzminister Timothy Geithner erklärte, er gehe dennoch davon aus, dass die drohende Zahlungsunfähigkeit abgewendet werden könne.
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DAX schließt fester
ZUR BÖRSE: Ein Hoffnungsschimmer für die US-Konjunktur und positive Nachrichten für Griechenland haben den deutschen Aktienmarkt zum Wochenausklang gestützt. Nachdem der DAX nach enttäuschenden Signalen vom US-Arbeitsmarkt zunächst deutlich ins Minus rutschte, trieb die überraschend aufgehellte Stimmung der Einkaufsmanager im Dienstleistungssektor den Leitindex schließlich auf plus 0,49 Prozent und 7.109 Punkte nach oben. Über die Woche gesehen verlor das Kursbarometer dennoch 0,76 Prozent.
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Formel 1-Rennen in Bahrain wird nachgeholt
Das wegen blutiger politischer Unruhen ausgefallene Formel-1-Rennen in Bahrain wird noch in dieser Saison nachgeholt. Das teilte der Streckenbetreiber nach einer Sitzung des Motorsport-Weltrates FIA in Barcelona mit. Neuer Termin ist der 30. Oktober. Das Rennen hatte eigentlich am 13. März als Saisonauftakt in dem Golfemirat stattfinden sollen.
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Das Wetter am Samstag: Schauer und Gewitter
DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Nachts vom Norden bis zur Mitte gering bewölkt und trocken. Im Süden vereinzelte Schauer möglich. Tiefstwerte zwischen 17 und acht Grad.
DIE AUSSICHTEN FÜR SAMSTAG: In der Südhälfte Schauer und Gewitter. Im Norden meist sonnig. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 22 und 30 Grad.
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Global Media Forum 2011
"Menschenrechte und Globalisierung - Herausforderungen für die Medien" ist das Thema des diesjährigen Deutsche Welle Global Media Forum. Vom 20. bis zum 22. Juni werden in Bonn erneut mehr als 1300 Teilnehmer erwartet.
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