Roberto Abraham Scaruffi

Saturday, 4 June 2011


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Newsletter | 04.06.2011, 18:15 UTC
Nachrichten
Die neuesten Meldungen zum Weltgeschehen: kompakt, sachlich, international
Themen-Übersicht
Suche nach der EHEC-Quelle
EHEC-Epidemie: Erste Kritik an Gesundheitsbehörden
Merkel verteidigt Abschiebung tunesischer Flüchtlinge
Gates verabschiedet sich von US-Soldaten in Afghanistan
Tod von Extremistenführer Kashmiri in Pakistan bestätigt
Ägyptens Ex-Finanzminister zu 30 Jahren Haft verurteilt
Blutvergießen in Syrien geht weiter - aber auch die Proteste
Deutschland schließt Botschaft im Jemen
Putin verspricht Weißrussland Milliarden-Hilfe
Papst zu Besuch in Kroatien
Vorsichtiges Oppositions-Echo auf stufenweisen Atomausstieg
Goldener Löwe für Schlingensief-Pavillon in Venedig
Chinesin Li Na gewinnt als erste Asiatin Tennis-Grand-Slam
Das Wetter am Sonntag: schwül und gewittrig
Global Media Forum 2011
Suche nach der EHEC-Quelle
Wo kommt der Erreger her? Nach der Entschlüsselung des Erbguts des gefährlichen Darmkeims EHEC befassen sich deutsche und europäische Behörden intensiv mit dieser Frage. Eine Spur führt in ein Lübecker Restaurant.
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Video Weitere Todesfälle durch EHEC
> EU wirft Russland Regelverstoß vor
> EHEC ganz oben auf der politischen Agenda
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  Nachrichten
Aktuelle Meldungen
EHEC-Epidemie: Erste Kritik an Gesundheitsbehörden
Rund einen Monat nach dem Ausbruch der Epidemie mit gefährlichen EHEC-Darmbakterien regt sich erste Kritik am Krisenmanagement der deutschen Gesundheitsbehörden. Der Ärztliche Direktor der Berliner Charite, Ulrich Frei, sagte dem "Tagesspiegel", er sei beunruhigt, dass es noch immer keinen Hinweise auf die Erregerquelle gebe. Sein Krankenhaus habe erst in dieser Woche Patienten-Fragebögen erhalten. Auch die Informationspolitik sei nicht ausreichend, sagte er. Bei der Suche nach dem Ursprung der teils lebensgefährlichen Darminfektionen untersuchen die Behörden auch Hinweise auf ein Restaurant in Lübeck. Insgesamt 17 Menschen waren nach einem dortigen Besuch erkrankt. Spekulationen, der Ausbruch der Epidemie habe vielleicht mit dem Hamburger Hafengeburtstag Anfang Mai zu tun, wiesen die Behörden zurück. Bislang sind in Deutschland mehr als 1700 EHEC-Infektionen registriert. 18 Patienten verstarben.
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Merkel verteidigt Abschiebung tunesischer Flüchtlinge
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Abschiebungen wegen der Flüchtlingswelle aus Nordafrika verteidigt. Deutschland nehme aus humanitären Gründen politisch verfolgte Menschen auf, etwa aus Syrien, Libyen und dem Jemen, sagte die CDU-Chefin auf dem Evangelischen Kirchentag in Dresden. Aber die tunesische Bevölkerung habe die Diktatur beseitigt. Diese Menschen kämen aus wirtschaftlichen Gründen. Zugleich äußerte sie indirekte Kritik an EU-Staaten, die wegen der befürchteten Flüchtlingswelle den freien Grenzverkehr einschränkten. In der Fischereipolitik sei die Europäische Union dagegen kein Vorbild, sagte Merkel mit Blick auf den von afrikanischen Staaten und Umweltorganisationen kritisierten Fischfang vor der afrikanischen Küste. Es gebe auch das Problem des illegalen Fischens durch europäische Schiffe.
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Gates verabschiedet sich von US-Soldaten in Afghanistan
US-Verteidigungsminister Robert Gates hat bei seinem Abschiedsbesuch in Afghanistan verstärkte eigene Anstrengungen der dortigen Regierung angemahnt. Das Engagement der internationalen Gemeinschaft stehe nicht in Frage, sei aber begrenzt, sowohl zeitlich als auch bei den Mitteln und Kosten, hob Gates bei einer Pressekonferenz mit Präsident Hamid Karsai in Kabul hervor. Bei seinem letzten Besuch an der Front in Afghanistan will sich der Pentagon-Chef von den zehntausenden US-Soldaten verabschieden. Der bevorstehende Amtswechsel im Verteidigungsressort von Gates auf den bisherigen CIA-Chef  Leon Panetta ist begleitet von zunehmenden Forderungen aus dem Washingtoner Kongress, wegen der hohen Kosten den Truppenrückzug zu beschleunigen. 
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Tod von Extremistenführer Kashmiri in Pakistan bestätigt
Ein als möglicher Nachfolger von Osama bin Laden eingestufter Al-Kaida-Terrorist ist in Pakistan bei einem amerikanischen Drohnen-Angriff getötet worden. Der Tod von Mohammad Ilyas Kashmiri wurde auch von dessen islamistischer Rebellengruppe und von pakistanischen Geheimdienstlern bestätigt. Kashmiri stand seit August 2010 auf der UN-Liste der meistgesuchten Extremisten. Nach unbestätigten Berichten soll sich der 47-jährige in einem Dorf im Stammesgebiet Süd-Waziristan aufgehalten haben, auf das mehrere Raketen abgefeuert wurden. Bei dem Angriff nahe der Grenze zu Afghanistan seien bereits am Freitag auch acht Mitkämpfer getötet worden, hieß es aus Militärkreisen. --- Nachdem Al-Kaida-Führer Bin Laden Anfang Mai in Pakistan von US-Militärs erschossen worden war, soll Kashmiri neu in den obersten Führungsrat der Al-Kaida berufen worden sein.
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Ägyptens Ex-Finanzminister zu 30 Jahren Haft verurteilt
Ägyptens früherer Finanzminister Jussuf Butros-Ghali ist in Abwesenheit zu 30 Jahren Haft verurteilt worden. Bei dem Prozess in Kairo wurden ihm Korruption und Veruntreuung öffentlicher Gelder vorgeworfen. Der Neffe des früheren UN-Generalsekretärs Butros Butros-Ghali hatte von 2004 bis 2011 als Finanzminister amtiert und sich kurz vor dem Sturz von Präsident Husni Mubarak aus dem Land abgesetzt. Er wird von Interpol gesucht.
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Blutvergießen in Syrien geht weiter - aber auch die Proteste
Mit mehr als 100.000 Teilnehmern hat sich der Trauerzug im syrischen Hama zu einer weiteren, großen Protestdemonstration gegen das Regime des Präsidenten Baschar al-Assad entwickelt. Bei den Massenkundgebungen seit Freitag sind nach Angaben von Menschenrechtsgruppen mehr als 90 Menschen getötet worden, allein in Hama mindestens 83. Auch am Samstag sollen dort wieder Heckenschützen in eine Gruppe von Demonstranten gefeuert haben. Eine unabhängige Überprüfung dieser Angaben ist nicht möglich. Nach Berichten des arabischen Fernsehsenders Al-Dschasira hat die Führung in Damaskus inzwischen in vielen Landesteilen die Internetverbindungen unterbrochen. Die Opposition solle daran gehindert werden, sich über soziale Netzwerke zu organisieren oder Aufnahmen von Opfern ins Ausland zu senden. - UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sprach in New York von mehr als 1000 Menschen, die bei den Protesten in Syrien seit Mitte März getötet worden seien.
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Deutschland schließt Botschaft im Jemen
Wegen der eskalierenden Gewalt im Jemen zieht Deutschland seine Diplomaten aus dem Land ab. Die Botschaft in der Hauptstadt Sanaa werde vorübergehend geschlossen, kündigte Bundesaußenminister Guido Westerwelle an. Im Jemen hatte zuletzt nur noch eine kleine Gruppe von Botschaftsmitarbeitern gearbeitet. Insgesamt halten sich etwa 30 Bundesbürger in dem ärmsten Land der arabischen Halbinsel auf. Diese sollten den Jemen so rasch wie möglich verlassen, so Westerwelle weiter. Zudem forderte er Präsident Ali Abdullah Saleh erneut auf zurückzutreten. - Mit einem Angriff auf den Präsidentenpalast hatten die Auseinandersetzungen am Freitag einen neuen Höhepunkt erreicht. Saleh und mehrere Regierungsvertreter waren verletzt worden. Für die Tat machte Jemens Führung den Haschid-Stamm von Scheich Sadek al Ahmar verantwortlich. Dessen Kämpfer liefern sich seit Tagen Gefechte mit Regierungstruppen. Dabei wurden mindestens 60 Menschen getötet. Tausende fliehen aus der Hauptstadt.
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Putin verspricht Weißrussland Milliarden-Hilfe
Das autoritär geführte Weißrussland erhält zur Abwendung eines Staatsbankrotts von Russland und anderen ehemaligen Sowjetrepubliken drei Milliarden US-Dollar, umgerechnet zwei Milliarden Euro. Die Hilfe werde in Raten über die nächsten drei Jahre ausgezahlt, ließ der russische Regierungschef Wladimir Putin in Moskau mitteilen. Die Entscheidung für den von Weißrussland dringend benötigten Kredit hätten die Finanzminister der Eurasischen Wirtschaftsgemeinschaft EAEC getroffen. Das Geld kommt von einer gemeinsamen Bank dieser Staaten. Als Gegenleistung wird von der Regierung in Minsk vor allem die Privatisierung der Staatsbetriebe gefordert. - Das seit mehr als 16 Jahren von Präsident Alexander Lukaschenko mit harter Hand geführte Land hatte sich in den vergangenen Tagen auch an den Internationalen Währungsfonds (IWF) gewandt. Der Finanzbedarf wurde mit bis zu acht Milliarden Dollar angegeben.
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Papst zu Besuch in Kroatien
Zum Auftakt seines zweitägigen Besuchs in Kroatien hat Papst Benedikt XVI. die christliche Tradition des katholischen Balkanlandes gewürdigt. Das Christentum habe jahrhundertelang die Identität der Kroaten geprägt, die damit auch eine beispielhafte Rolle in der Europäischen Union spielen könnten, sagte der Papst in Zagreb. Staatsoberhaupt Ivo Josipovic und Ministerpräsidentin Jadranka Kosor dankten für die wichtige Rolle des Vatikans bei der frühen diplomatischen Anerkennung ihres Landes vor 20 Jahren. Bei einem Empfang für 700 Repräsentanten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft im Nationaltheater rief das Kirchenoberhaupt dazu auf, sich wieder stärker auf das Gewissen und die Gewissensfreiheit zu besinnen. Nur so könne "die Krise des Westens" überwunden werden. - Höhepunkt des Papst-Besuchs ist am Sonntag eine Messe auf der Pferderennbahn der kroatischen Hauptstadt, wozu hunderttausende Gläubige erwartet werden, auch aus den Nachbarländern.
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Vorsichtiges Oppositions-Echo auf stufenweisen Atomausstieg
Die Pläne der Regierungskoalition von CDU/CSU und FDP für einen stufenweisen Ausstieg aus der Atomenergie stoßen bei der Opposition auf ein geteiltes Echo. Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin zeigte sich zurückhaltend und sagte, ob das geänderte Paket parteiübergreifende Zustimmung finde, hänge von den endgültigen Gesetzentwürfen ab. Die Kanzlerin habe letztlich dem Druck der Grünen nachgeben müssen. Der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Thomas Oppermann, sieht dagegen Chancen für einen so genannten Energiekonsens. Durch die schrittweise Abschaltung der Kernkraft-Meiler werde der Atomausstieg faktisch unumkehrbar. Sein Parteifreund Ulrich Kelber regte dafür zusätzlich einen Staatsvertrag oder eine Grundgesetzänderung an.
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Goldener Löwe für Schlingensief-Pavillon in Venedig
Der Deutsche Pavillon und damit auch der gestorbene deutsche Künstler Christoph Schlingensief haben bei der 54. Kunstbiennale von Venedig den Goldenen Löwen gewonnen. Der Preis für den besten nationalen Beitrag wurde bei der offiziellen Eröffnung der Kunstausstellung verliehen. Der Theater-, Opern- und Filmregisseur war mit der Gestaltung des Pavillons beauftragt worden, aber im vergangenen August im Alter von 49 Jahren an Krebs gestorben. Die Kuratorin Susanne Gaensheimer hatte die Aufgabe übernommen, Schlingensiefs Projekte in Venedig zu präsentieren. --- Insgesamt stritten in diesem Jahr 89 Länder aus aller Welt um den "Löwen" für den besten Pavillon, mehr als je zuvor. Die Kunstbiennale steht unter dem Motto "ILLUMInazione-ILLUMInations" und geht noch bis zum 27. November.
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Chinesin Li Na gewinnt als erste Asiatin Tennis-Grand-Slam
ZUM TENNIS: Die 29jährige Chinesin Li Na hat als erste Asiatin ein Grand-Slam-Turnier gewonnen. Im Finale der French Open in Paris setzte sie sich mit 6:4 und 7:6 gegen die italienische Titelverteidigerin Francesca Schiavone durch. --- Bei den Australian Open in Melbourne hatte sich Li noch der Belgierin Kim Clijsters geschlagen geben müssen.
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Das Wetter am Sonntag: schwül und gewittrig
DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Nachts von Südwesten weitere Gewitter. Im Norden und Osten trocken. Die Tiefstwerte liegen zwischen 18 und acht Grad.
DIE AUSSICHTEN FÜR SONNTAG: An der Küste und nordöstlich der Elbe heiter. Sonst nach Aufheiterung teils kräftige Schauer oder Gewitter. Maximal 24 bis 31 Grad.
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Global Media Forum 2011
"Menschenrechte und Globalisierung - Herausforderungen für die Medien" ist das Thema des diesjährigen Deutsche Welle Global Media Forum. Vom 20. bis zum 22. Juni werden in Bonn erneut mehr als 1300 Teilnehmer erwartet.
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