Roberto Abraham Scaruffi

Saturday, 18 June 2011


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Newsletter | 18.06.2011, 07:15 UTC
Nachrichten
Die neuesten Meldungen zum Weltgeschehen: kompakt, sachlich, international
Themen-Übersicht
Marokkos König teilt seine Macht
Marokkanischer König gibt Verfassungsreform bekannt
EU prüft neue Sanktionen gegen syrische Unternehmen
Tausende Schiiten protestieren in Bahrain gegen die Regierung
Juncker warnt vor Übergreifen der Euro-Krise auf Belgien und Italien
UN teilen Liste der Sanktionen gegen Taliban und Al Kaida
Entwicklungsminister Niebel mahnt Reformen in Pakistan an
Deutsches Mitglied einer islamistischen Terrororganisation gefasst
Breite Unterstützung für Atomausstieg
EU-Asylbüro auf Malta nimmt Arbeit auf
Sechs-Partei-Koalition soll Finnland regieren
Spatenstich für weltgrößtes Solarkraftwerk in Kalifornien
Ballack verzichtet auf Abschiedsspiel
Das Wetter: Schauerwetter in Deutschland
Global Media Forum 2011
Marokkos König teilt seine Macht
Die Demokratiebewegung in der arabischen Welt zwingt Mohammed VI. zur Verfassungsreform: Parlament und Regierung sollen mehr Befugnisse erhalten. Der König selbst will aber weiter als "unantastbar" angesehen werden.
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> Neue deutsche Strategie für Afrika
> Afrikas Revolutionen brauchen Wirtschaftshilfe
> Wird Marokkos König plötzlich zum Reformer?
> Der Westen muss umdenken
> Marokkaner wollen den Wandel
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  Nachrichten
Aktuelle Meldungen
Marokkanischer König gibt Verfassungsreform bekannt
Marokko soll nach einer von König Mohammed VI. vorgestellten Verfassungsreform eine konstitutionelle Monarchie werden. Die Befugnisse von Ministerpräsident, Parlament und Justiz sollten erweitert werden, sagte der König in einer Fernsehansprache. Die Berber-Sprache Amazigh soll gleichberechtigt neben Arabisch Amtssprache werden. Der Entwurf der neuen Verfassung sieht aber auch vor, dass der Monarch Oberbefehlshaber der Streitkräfte und Führer der marokkanischen Muslime bleibt. Am 1. Juli soll das Volk über den Entwurf abstimmen. Nach Demonstrationen für mehr Demokratie im Februar hatte Mohammed eine dreimonatige Überprüfung der 15 Jahre alten Verfassung angekündigt, die ihm die Machtfülle eines absoluten Herrschers gibt. Vorgesehen ist nun, dass der König den Ministerpräsidenten aus der Partei ernennen muss, die bei der Wahl die meisten Stimmen erhalten hat. Bisher konnte er den Regierungschef nach Gutdünken bestimmen.
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EU prüft neue Sanktionen gegen syrische Unternehmen
Die Europäische Union bereitet erweiterte Sanktionen gegen syrische Unternehmen vor. Damit wolle man auf die blutige Niederschlagung von Protesten durch das Regime von Präsident Baschar al-Assad reagieren, teilte das französische Außenministerium mit. Im Mai hatte die EU Bankkonten Assads und neun anderer Regime-Mitglieder gesperrt und Einreiseverbote verhängt. Trotz massiver Drohungen protestierten am Freitag wieder Zehntausende Syrer in etlichen Städten gegen Assad. Sicherheitskräfte töteten dabei nach Angaben der Opposition mindestens 16 Demonstranten, allein neun davon in Homs. Aktivisten der Protestbewegung berichten, syrische Soldaten seien in die Stadt Maaret al Numan im Nordwesten des Landes eingerückt. Sie liegt 45 Kilometer von der türkischen Grenze entfernt. Bisher sind 9.600 Syrer vor allem aus der Provinz Idlib in die Türkei geflohen.
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Tausende Schiiten protestieren in Bahrain gegen die Regierung
Tausende Schiiten haben in Bahrain gegen die sunnitisch dominierte Regierung protestiert. Die Demonstrationen rund um die Hauptstadt Manama verliefen friedlich, wie die größte Oppositionspartei Wefak auf ihrer Facebook-Seite mitteilte. Sie hatte zu den Protesten aufgerufen. Wefak-Chef Scheich Ali Salman sagte bei der Demonstration, die Opposition stehe dem anstehenden Dialog mit der Regierung nicht feindlich gegenüber. Die Opposition fordert den Rücktritt von Ministerpräsident Scheich Chalifa ben Salman el Chalifa und die Errichtung einer echten konstitutionellen Monarchie. Am 1. Juni hatte die Regierung den Ausnahmezustand aufgehoben, den sie im März als Reaktion auf die Proteste der Opposition verhängt hatte. Der König hat für Anfang Juli zum nationalen Dialog eingeladen.
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Juncker warnt vor Übergreifen der Euro-Krise auf Belgien und Italien
Der Präsident der Euro-Gruppe, Luxemburgs Premierminister Jean-Claude Juncker, hat davor gewarnt, dass eine Beteiligung privater Banken an weiteren Finanzhilfen für Griechenland dazu führen könne, dass die Ratingagenturen das Land als "zahlungsunfähig" einstuften. Dies könne extreme Folgen für andere Staaten der Währungsgemeinschaft haben, darunter Belgien und Italien, sagte Juncker der "Süddeutschen Zeitung". Die Pleite könne Portugal und Irland anstecken und dann wegen der hohen Schulden auch Belgien und Italien, noch vor Spanien. Jede Beteiligung privater Gläubiger müsse deshalb freiwillig sein. Es dürfe nicht der Eindruck entstehen, dass Regierungen massiven Druck auf Griechenland-Investoren ausübten. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy hatten sich am Freitag für eine Beteiligung privater Gläubiger an einem neuen Rettungspaket für Griechenland ausgesprochen. Die nötigen Regelungen sollen mit der Europäischen Zentralbank ausgearbeitet werden.
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UN teilen Liste der Sanktionen gegen Taliban und Al Kaida
Die Vereinten Nationen trennen künftig schärfer zwischen den radikalislamischen Taliban und dem Terrornetzwerk Al Kaida. Der Weltsicherheitsrat beschloss in New York, zwei separate Sanktionslisten einzurichten. Bisher werden Anhänger der Taliban und Al-Kaida-Kämpfer auf ein und derselben Liste geführt. Diese sieht Sanktionen wie das Einfrieren von Vermögen und Reiseverbote vor. Die Neuregelung soll die unterschiedlichen Strukturen und Zielsetzungen beider Gruppen stärker herausstellen. Die von den USA vorgeschlagene Initiative gehört zu den Bemühungen des Westens, für den zehnjährigen Militäreinsatz in Afghanistan eine Verhandlungslösung zu finden. Auch die Regierung in Kabul strebt eine Aussöhnung mit den Taliban an, die unter bestimmten Bedingungen in die Gesellschaft integriert werden sollen.
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Entwicklungsminister Niebel mahnt Reformen in Pakistan an
Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel hat Pakistan 90 Millionen Euro Entwicklungshilfe für dieses und das nächste Jahr zugesagt. Am zweiten und letzten Tag einer gemeinsamen Pakistan-Reise mit EU-Entwicklungskommissar Andris Priebalgs wurde ein entsprechendes Protokoll unterzeichnet. Niebel traf in Islamabad unter anderem mit Präsident Asif Ali Zardari zusammen. Er forderte die Regierung auf, die notwendigen politischen und wirtschaftlichen Reformen voranzutreiben. Niebel sagte zugleich deutsche Hilfe beim Aufbau transparenter staatlicher Strukturen, insbesondere im Steuerbereich, zu. Mit einem Festakt wurde zudem der 50. Jahrestag der deutsch-pakistanischen Entwicklungszusammenarbeit gewürdigt.
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Deutsches Mitglied einer islamistischen Terrororganisation gefasst
Die österreichische Polizei hat nach Presseinformationen ein deutsches Mitglied einer islamistischen Terrororganisation in Wien festgenommen. Wie die "Berliner Morgenpost" berichtet, handelt es sich um einen 26-jährigen Türkischstämmigen aus Berlin. Im Frühjahr 2009 habe er sich im pakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan der Terrorgruppe "Deutsche Taliban Mudschahedin" angeschlossen. Unter dem Namen "Ayyub al-Almani" sei er in mehreren islamistischen Propagandavideos aufgetreten und habe im September 2009 mit Anschlägen in deutschen Großstädten gedroht. Das Blatt schreibt, vermutlich sei der Mann erst kürzlich aus einem terroristischen Ausbildungslager in Pakistan zurückgekehrt. Er habe geplant, über Österreich nach Deutschland einzureisen.
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Breite Unterstützung für Atomausstieg
Beim geplanten Atomausstieg bis 2022 kann die Bundesregierung mit breiter Unterstützung rechnen. Die Grünen-Spitze will Merkels stufenweise Abschaltung der Atomkraftwerke nun auch mittragen, muss aber noch die Basis überzeugen. Parteichefin Claudia Roth erklärte, die Grünen und die Anti-Atom-Bewegung hätten nach Fukushima Merkels Kurswechsel erst erzwungen. Der Erfolg des Ausstiegs dürfe daher nicht Merkel überlassen werden. Im Bundesrat signalisierten Vertreter der 16 Bundesländer Zustimmung zum geplanten Aus für die Atomkraft. - Geplant ist die sofortige dauerhafte Stilllegung von acht älteren Kernkraftwerken und die schrittweise Abschaltung der neun übrigen bis 2022.
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EU-Asylbüro auf Malta nimmt Arbeit auf
Die EU-Mitgliedsländer können bei Asylfragen künftig Hilfe vom neuen europäischen Asylbüro bekommen. Das Büro nimmt an diesem Sonntag in Valletta auf Malta offiziell seine Arbeit auf. Rund 350 Experten sollen dabei helfen, schneller über Asylanträge zu entscheiden. Die Fachleute stehen vor allem Staaten zur Seite, die mit unerwarteten Flüchtlingsströmen zu kämpfen haben. Wie die EU-Kommission mitteilte, beträgt das Budget bis 2013 etwa 40 Millionen Euro. Das Büro sei ein "unverzichtbares Instrument" auf dem Weg zu einem umfassenden gemeinsamen europäischen Asylsystem, sagte EU-Kommissarin Cecilia Malmström. Mit ihrer Forderung nach einem einheitlichen Asylsystem bis 2012 stößt die Kommissarin allerdings bei einigen EU-Staaten auf Widerstand.
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Sechs-Partei-Koalition soll Finnland regieren
Nach wochenlangen Verhandlungen haben sich sechs Parteien in Finnland auf eine Koalitionsregierung geeinigt. Das teilte der Chef der konservativen Nationalen Sammlungspartei und designierte Ministerpräsident, Jyrki Katainen, mit. Seine Partei werde mit den Sozialdemokraten, dem Linksbündnis, den Grünen, den Christdemokraten und der Partei der schwedischsprachigen Minderheit eine Regierung bilden. Die sechs Parteien verfügen zusammen über 126 der 200 Sitze im Parlament. Katainens Partei war aus der Parlamentswahl am 17. April als stärkste Kraft hervorgegangen. Die rechtspopulistische Partei "Wahre Finnen", die zur drittstärksten Kraft aufgestiegen war, hatte sich aus den Koalitionsgesprächen zurückgezogen, weil sie milliardenschwere Rettungspakete für Portugal und andere EU-Staaten ablehnt.

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Spatenstich für weltgrößtes Solarkraftwerk in Kalifornien
Im US-Bundesstaat Kalifornien entsteht das größte Solarkraftwerk der Welt. In der Wüstenregion nahe Blythe erfolgte der offizielle erste Spatenstich für das 2,8 Milliarden Dollar teure Projekt. An der Zeremonie nahmen auch US-Innenminister Ken Salazar und der kalifornische Gouverneur Jerry Brown teil. Die vier geplanten Anlagen, die Sonnenlicht mit Parabolspiegeln bündeln, sollen am Ende zusammen knapp 1000 Megawatt Strom erzeugen - so viel wie ein Atomkraftwerk. Hinter dem Kraftwerk steht die Erlanger Projektgesellschaft Solar Millennium.
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Ballack verzichtet auf Abschiedsspiel
ZUM SPORT: Der langjährige Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, Michael Ballack, verzichtet auf das ihm angebotene Abschiedsspiel gegen Brasilien. Der Mittelfeldspieler von Bayer Leverkusen machte dafür das Verhalten von Bundestrainer Joachim Löw verantwortlich. Dieser habe ein längst vereinbartes Freundschaftsspiel jetzt als Abschied deklariert. Das sei eine Farce, er könne das Angebot nicht annehmen, so Ballack. Löw hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass er nicht mehr mit dem 34-Jährigen plane.
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Das Wetter: Schauerwetter in Deutschland
DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist wolkig mit Schauern und Gewittern, nur örtlich heitert es auf. Höchstwerte zwischen 16 und 23 Grad.
Die weiteren Aussichten: Auch am Sonntag hält das Schauerwetter an. Nur gebietsweise Aufheiterungen. Höchstwerte 14 bis 20 Grad.
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Global Media Forum 2011
"Menschenrechte und Globalisierung - Herausforderungen für die Medien" ist das Thema des diesjährigen Deutsche Welle Global Media Forum. Vom 20. bis zum 22. Juni werden in Bonn erneut mehr als 1300 Teilnehmer erwartet.
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