Roberto Abraham Scaruffi

Tuesday, 15 March 2011


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Japan wird zum Horror für die Versicherer
Das Erdbeben, der folgende Tsunami und die nun drohende Nuklearkatastrophe haben die globalen Finanzmärkte erfasst. Einen großen Ausverkauf gibt es bisher zwar nur an den japanischen Börsen, doch auch an der Wall Street regieren die Börsianer verunsichert. Die japanische Zentralbank pumpt Billionen von Yen in die Märkte, um die Anleger irgendwie zu beruhigen. Allmählich traut sich die Versicherer-Branche erste Schätzungen über die Schäden der Erdbebenkatastrophe in Japan zu. Laut der Großbank Credit Suisse dürfte der wirtschaftliche Schaden zwischen 170 und 180 Milliarden Dollar liegen. Allein die Kosten des Erdbebens bei den Versicherern werden auf 50 (statt bisher 35) Milliarden Dollar taxiert. Noch nie in der Weltgeschichte sei der unversicherte Schaden bei einer Umweltkatastrophe so hoch ausgefallen wie im Nordosten Japans, meint Bronte Capital - was letztlich die Banken schultern müssten.
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NEWS
Onlineaktivisten düpieren Großbank
Die Internetgruppe Anonymous hat eine Reihe von E-Mails veröffentlicht, die zeigen sollen, wie die Bank of America reihenweise US-Hausbesitzer über den Tisch gezogen hat. Die Website BankofAmericasuck.com mit den veröffentlichten Unterlagen brach im Laufe des Tages immer wieder zusammen. Anonymous übernehme die Rolle und Funktion der Enthüllungsplattform Wikileaks, die immer noch nicht ihre BofA-Daten publiziert habe, vermuten Online-Medien. Anonymous wolle weltpolitisch mitmischen, mutmaßt die Zeit. Der Business Insider findet die Enthüllungen enttäuschend. Naked Capitalism meint dagegen: starker Tobak.
Anonymous/BofA » Anonymous/Twitter » BBC » Zeit » Forbes » Business Insider » Naked Capitalism »
Feindliches Angebot in der Pipeline
Die Gerüchte haben sich bestätigt: Die Nasdaq OMX will offenbar die Fusionspläne der Deutschen Börse und der NYSE Euronext durchkreuzen. Die Technologiebörse soll an einem Gegengebot arbeiten. Dazu müssten die New Yorker etwa zehn Milliarden Dollar aufbringen, was aus eigenen Mitteln nicht möglich wäre, berichten US-Medien. Die Chefetage der NYSE hat alle Mitarbeiter aufgefordert, Vorschläge für den Namen des künftigen Gemeinschaftsunternehmens mit den Deutschen einzureichen.
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Staatsstütze abbezahlt
Zweieinhalb Jahre nach dem Höhepunkt der Finanzkrise hat die erste deutsche Bank sämtliche Staatshilfen zurückgegeben. Der Immobilienfinanzierer Corealcredit zahlte vier Anleihen vorzeitig zurück, die mit einer Garantie des Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (Soffin) versehen waren. Insgesamt belief sich der Garantierahmen auf 500 Millionen Euro. Doch viele Banken sind noch nicht soweit.
Handelsblatt »
Regulierung in den eigenen Reihen
Die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger zieht Konsequenzen aus den staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen gegen ihren Vorsitzenden Klaus Schneider und den früheren Vorstand Markus Straub. Die internen Regeln gegen Insidergeschäfte werden verschärft. In der Wirecard-Affäre soll der damalige Sprecher des Kleinanlegerverbands Straub dem im Aktienindex TecDAX notierten Bezahldienstleister öffentlich Bilanzmanipulation vorgeworfen haben, während er und verschiedene andere Personen privat auf fallende Kurse der Aktie wetteten.
Financial Times Deutschland »
Neuer Besitzer für Soll und Haben
Die Deutsche Bank verkauft ihre Zwillingstürme in Frankfurt, genannt Soll und Haben, an einen von ihrer Fondstochter DWS aufgelegten geschlossenen Immobilienfonds. Kaufpreis: rund 600 Millionen Euro.
Spiegel » Wall Street Journal »
Shortcuts aus der Finanzbranche
Mehr als zehn Milliarden Euro beträgt der Rekapitalisierungsbedarf irischer Banken, schätzt der irische Finanzminister, es könnten aber auch 25 Milliarden sein FTD » Edeka bezahlt demnächst deutlich geringere Gebühren bei EC-Karten-Zahlungen und knackt damit ein jahrzehntealtes Kartell FTD » Den Bilanzmüll der Hypo Real Estate schob der Bund in eine Bad Bank, nur langsam wird deutlich, wie teuer das den Steuerzahler immer noch kommen kann Zeit » Die NordLB will die Vorgaben von Basel III bis 2015 erfüllen - und die Eigenkapitalquote auf sieben Prozent erhöhen HB » Vom Herbst an wollen zehn hessische Volkshochschulen Kurse anbieten, die das "Wissen um Geld" mehren sollen FR »
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FEEDBACK - meistgeklickter Link der vorherigen Ausgabe
Ranking für "Too big to fail"
Die Bankaufseher im Baseler Bankenausschuss haben sich auf Kriterien für systemrelevante Banken geeinigt. Der Ausschuss, so das Handelsblatt, habe sich weitgehend auf fünf Kriterien geeinigt, mit denen die Institute bestimmt werden sollen, deren Zusammenbruch für das globale Finanzsystem besonders gefährlich wäre. Anhand dieser Merkmale sei bereits eine Rangliste der weltweit systemrelevantesten Banken erstellt worden, berichteten mehrere mit den Verhandlungen vertraute Personen.
Handelsblatt »
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HEUTE IM HANDELSBLATT
Titel: Angela Merkel eröffnet Anti-Atom-Wahlkampf
Politik: Entscheidung am Rhein
Unternehmen: Ausland kauft Deutschland
Finanzen: Nichts als Ärger mit der Tochter
Handelsblatt vierwöchiges Miniabo » E-Paper »
INSIDER-BAROMETER - Transaktion der Top-Manager
Insider machen Kasse
Deutsche Firmenbosse machen das, was Anleger in unsicheren Zeiten tun: Sie verkaufen Aktien. Topmanager machen einen Teil ihrer Kursgewinne zu Geld. Das Insider-Barometer, das die mittelfristige Perspektive am Aktienmarkt abbildet und vom Forschungsinstitut für Asset Management (Fifam) an der RWTH Aachen in Zusammenarbeit mit Commerzbank Wealth Management berechnet wird, droht in den negativen Bereich zu fallen.
Handelsblatt (ausführlicher Insider-Artikel) »
KÖPFE
Insider mit Star-Status
Anil Kumar, Ex-McKinsey-Partner, hat im Prozess um Hedge-Fonds-Manager Raj Rajaratnam Details über seine Insider-Tipps für den Galleon-Gründer genannt. Monate vor der Bekanntgabe des Angebots von Chipbauer AMD für den Grafikkartenhersteller ATI habe er Rajaratnam davon berichtet. Reaktion: Erst habe der Galleon-Chef ungläubig reagiert, dann Kumar als "Star" gefeiert.
Wall Street Journal » Business Insider » New York Times »
Der dritte Mann
David Palecek, Ex-McKinsey-Partner, der 2010 verstarb, soll der dritte Informant von Hedge-Fonds-Manager Raj Rajaratnam im Beratungsunternehmen gewesen sein. Die Witwe behauptet aber, dass Palecek nie Geld von Rajaratnam erhalten habe.
Financial Times »
Keine Milliarden für Portugal
Fernando Teixeira, portugiesischer Finanzminister, will keine weiteren milliardenschweren Finanzhilfen der Euro-Partner und des Internationalen Währungsfonds. Ewald Nowotny, EZB-Ratsmitglied, sieht derzeit ebenfalls für Portugal keine Notwendigkeit, den Rettungsschirm in Anspruch zu nehmen.
Wirtschaftsblatt » Wb2 » Handelszeitung »
Orakel von Omaha macht fette Beute
Warren Buffett , 80-jähriger Multimilliardär, hat gerade erst eine Jagd nach Übernahmekandidaten angekündigt, da meldet er fette Beute: Der US-Starinvestor übernimmt für neun Milliarden Dollar den US-Chemikalien-Spezialisten Lubrizol - drittgrößter Coup in der Geschichte von Berkshire Hathaway.
Manager Magazin » Financial Times Deutschland » Wall Street Journal » WSJ2 »
Weltmeister unter Heuschrecken
Brad Moss spielt seit 31 Jahren erfolgreich Bridge - eine Qualifikation, die dem Weltmeister bei seinem eigenen Hedge-Fonds Crosscourt Capital zu gute kommt. Der Wert seines Fonds legte seit Anfang 2008 um rund 90 Prozent zu, und das trotz Finanzkrise. "Viele Strategien, die Spieler eine Partie für sich entscheiden lassen, verhelfen offensichtlich auch an der Börse zum Erfolg", so Börse Online.
Börse Online »
ZUGABE - worüber die Finanzwelt schmunzelt
Der Traum einer Bankerin
Als Alternative zum grauen Finanzalltag kommen in der letzten Zeit immer häufiger Cafés in Mode. Aber auch Bäckereien oder nette Restaurants werden als Basis für den zweiten Karriereweg gerne genommen. Eine Bankerin träumt auf der britischen Finanzseite Here is the City noch von ganz anderen Auswegen aus dem Finanzgeschäft.
Here is the City »