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Reform trotz deutscher Einwände
beschlossen
Die Schuldenkrise flammt in Europa wieder
auf - dieses Mal in Portugal. Das ärmste Land Westeuropas ist der nächste
Kandidat für Milliardenhilfen. Die EU-Staats- und Regierungschefs ließen sich
bei ihrem Gipfeltreffen in Brüssel jedoch nicht irritieren und beschlossen ein
historisches Paket, um die noch junge Gemeinschaftswährung abzusichern. Für
Deutschland bedeutet dies milliardenschwere Belastungen in den kommenden Jahren.
So muss Berlin allein 22 Milliarden Euro in den neuen Rettungsfonds für klamme
Eurostaaten einzahlen. Über die Bedingungen wurde bis in die Nacht hinein
gefeilscht. Der portugiesische Ministerpräsident José Socrates trat vor
Gipfelbeginn zurück, da er mit einem neuen Sparpaket im Lissabonner Parlament
gescheitert war. Unterdessen senkte die Ratingagentur Fitch ihr Rating
für das hoch verschuldete Land erneut. Am Bondmarkt erreichen portugiesischen
Zinsen Rekordwerte. » Handelsblatt » HB II » Zeit » NZZ » Frankfurter Rundschau » Wall Street Journal » Financial Times |