Roberto Abraham Scaruffi

Monday, 14 March 2011


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Angst vor dem Nachbeben auf den Finanzmärkten
Das Erdbeben und der Tsunami in Japan kommen die Rückversicherer teuer zu stehen. Experten rechnen mit Kosten bis zu 35 Milliarden Dollar. Stimmen die Schätzungen, steht der Markt vor einer Trendwende, meint das Handelsblatt - nach Jahren sinkender Preise dürften die Prämien dann wieder steigen. Dies jedoch erst in rund einem Jahr, analyiert das Wall Street Journal. Börsen-Zeitung und WSJ gehen davon aus, dass der Markt für Katastrophenanleihen tangiert wird. Mindestens neun ausstehende Cat Bonds im Volumen von etwa 1,2 Milliarden Dollar hätten Erdbebenrisiken aus der Region im Portfolio, so die BZ. Ob die Investoren Ausfälle erleben, sei derzeit jedoch noch völlig offen. Das Wall Street Journal erinnert an frühere Erdbeben, die auch die Finanzmärkte erschüttert haben. Das japanische Desaster erhöhe das Risiko neuer Finanz-Beben, kommentiert die Financial Times vorsichtig. Zumindest an der trotz Beben und Tsunami geöffneten Börse in Tokio wurden die japanischen Aktienmärkte in der Nacht schon massiv erschüttert.
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NEWS
Kanzlerin kapituliert still und leise
Die Eurostaaten weiten ihren Rettungsfonds für klamme Mitglieder erheblich aus. Deutschland und andere Staaten müssen sich deshalb auf höhere Garantieleistungen in Milliardenhöhe einstellen, kündigte EU-Gipfelchef Herman Van Rompuy am frühen Samstagmorgen nach stundenlangen Debatten bei einem Sondertreffen in Brüssel an. Die Welt schreibt von einer "heimlichen Euro-Kapitulation" der Kanzlerin. Dass Irlands Premier Enda Kenny mit der Bitte um Zinssenkungen beim Euro-Gipfel eiskalt abgeblitzt sei, ist nach Einschätzung des Handelsblatt ein Paradebeispiel für die neue, härtere und sinnvollere Gangart unter den Mitgliedsstaaten. Man dürfe mit "Hilfskrediten für einen Freund" nicht Geld verdienen wollen, ärgert sich dagegen Peter Sutherland, Europa-Chef der Investmentbank Goldman Sachs und Berater der irischen Regierung, bei Spiegel Online.
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Ranking für "Too big to fail"
Die Bankaufseher im Baseler Bankenausschuss haben sich auf Kriterien für systemrelevante Banken geeinigt. Der Ausschuss, so das Handelsblatt, habe sich weitgehend auf fünf Kriterien geeinigt, mit denen die Institute bestimmt werden sollen, deren Zusammenbruch für das globale Finanzsystem besonders gefährlich wäre. Anhand dieser Merkmale sei bereits eine Rangliste der weltweit systemrelevantesten Banken erstellt worden, berichteten mehrere mit den Verhandlungen vertraute Personen.
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Fusionitis hält an
Die Fusionitis unter den Börsenbetreibern hält an: Die Tokyo Stock Exchange führt angeblich Fusionsgespräche mit dem innerjapanischen Rivalen Osaka Securities Exchange - einen "Überlebensinstinkt" vermutet Reuters hinter dem Schritt. In Kanada formiere sich unter den Bankern Widerstand gegen die Übernahme der Toronto Stock Exchange durch die London Stock Exchange.
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Stresstests gemeistert
Die Versicherer haben die Bewährungsprobe für die neuen Eigenkapitalregeln bestanden. Dennoch erneuerten sie ihre Kritik an den Regeln - und den bestehenden Großbaustellen. "So erfreulich die gute Eigenkapitalausstattung der deutschen Unternehmen ist, so wenig darf sie darüber hinwegtäuschen, dass es weiterhin wichtige Großbaustellen im vorgeschlagenen Regelwerk gibt", sagte der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes GDV, Jörg von Fürstenwerth.
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Deckel für Leveraging
Deutsche Ökonomen fordern eine deutlich schärfere Bankenregulierung. Eine absolute Größenbeschränkung von Kreditinstituten, wie das der IWF in einer Studie vorgeschlagen hatte, reiche nicht aus. Der Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung, Gustav Horn fordert spürbar höhere Eigenkapitalunterlegung, Beschränkung des Leveraging (Verschuldung der Banken; d. Red.) und massive Beschränkungen auf den Derivatemärkten. (s. auch "Köpfe")
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Shortcuts aus der Finanzbranche
Russlands größtes Finanzinstitut Sberbank übernimmt die führende Investmentbank Troika Dialog HB » Nach der Rückkehr in die Gewinnzone zahlt die HSH Nordbank ihren Managern wieder Boni - zunächst 20 bis 30 Prozent der vereinbarten Zuschläge für das abgelaufene Geschäftsjahr HB » NRW drohen hohe Zusatzkosten bei der Rettung der WestLB, eine Forderung der NRW-Bank an die Landesregierung von im schlimmsten Fall bis zu 2,5 Milliarden Euro könnte fällig werden Spiegel » Die DekaBank muss sich wegen Unregelmäßigkeiten im Aktienhandel auf Millionen-Belastungen einstellen BZ »
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FEEDBACK - meistgeklickter Link der vorherigen Ausgabe
Wenn Casual Friday nervt
Casual Friday die ganze Woche - klingt super, kann aber nervig werden, wenn dies dazu führt, dass die Kollegen jeden Tag halb nackt durchs Büro rennen. Der Werbespot zeigt, wie der letzte angezogene Mitarbeiter in diesem Klima unter Druck gerät und schließlich (Achtung, Werbung) den beruflichen Absprung sucht.
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