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Hubschrauber werfen wieder Wasser über Unglücksreaktor ab
TOKIO: Am schwer beschädigten Atomkraftwerk Fukushima I haben die
japanischen Streitkräfte einen weiteren verzweifelten Versuch gestartet, die
überhitzte Anlage zu kühlen. Militärhubschrauber schütteten Wasser auf zwei
beschädigte Reaktorblöcke, wie Bilder des Fernsehsenders NHK zeigten.
Wasserwerfer der Polizei gingen in Stellung. Bei Explosionen in den
vergangenen Tagen waren die Becken, in denen erhitzte Brennstäbe zur
Abkühlung gelagert werden, stark beschädigt worden. Experten warnen, die
radioaktive Strahlung könne so hoch steigen, dass weitere Arbeiten
unmöglich würden. Zuletzt waren an dem Akw noch 50 Arbeiter im Einsatz.
Die Behörden der Präfektur Fukushima kritisierten, die
Evakuierungsvorbereitungen angesichts der Lage seien unzureichend.
Bislang wurden zehntausende Menschen im Umkreis von 20 Kilometern um
die Atomanlage in Sicherheit gebracht. Weiter im Nordosten, der von
Erdbeben und dem Tsunami am schwersten getroffen worden war, kämpfen
die Menschen gegen bittere Kälte. Benzin und Nahrungsmittel werden immer
knapper. Viele Notunterkünfte seien überfüllt und könnten keine weiteren
Flüchtlinge aufnehmen, heißt es in Medien.
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Merkel gibt Regierungserklärung zu Atompolitik ab
BERLIN: Zu den Folgen der Atomkatastrophe in Japan gibt Bundeskanzlerin
Angela Merkel zur Stunde eine Regierungserklärung im Bundestag ab. Im
Mittelpunkt der Debatte steht ihre Entscheidung zu einem dreimonatigen
Atom-Moratorium in Deutschland. Parteikollegen der Kanzlerin und Vertreter
der Opposition zweifeln an der Rechtmäßigkeit des Schritts ohne
Parlamentsbeschluss. Während des Moratoriums soll die Sicherheit aller 17
deutschen Atomkraftwerke überprüft werden. Die ältesten sieben Meiler
werden für drei Monate abgeschaltet. Mit den Kraftwerken Neckarwestheim I
und Philippsburg II gingen in Baden-Württemberg die ersten beiden
Atommeiler bereits vom Netz.
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Libyen: Aufständische verlieren an Boden
TRIPOLIS: Im libyschen Bürgerkrieg verlieren die Aufständischen militärisch immer mehr an
Boden. Machthaber Muammar al-Gaddafi kündigte in Staatsfernsehen eine "entscheidende
Schlacht" um die Stadt Misrata an. Am Mittwoch hatten Truppen Gaddafis die Stadt mit Granaten
angegriffen. Dabei wurden nach Angaben der Rebellen auch mehrere Zivilisten in ihren zerstörten
Häusern getötet. Das libysche Staatsfernsehen verkündete am Mittwochabend die Einnahme der
Stadt Adschdabija durch Gaddafis Truppen. Die Stadt liegt rund 160 Kilometer südlich der
Rebellenhochburg Bengasi. Das Internationale Rote Kreuz zog wegen des Vormarschs der
Regierungstruppen seine Mitarbeiter aus Bengasi ab. Sie wurden in der weiter östlich gelegenen
Stadt Tobruk stationiert. -- UN-Generalsekretär Ban Ki Moon bezeichnete die Tötung unbewaffneter
Zivilisten durch Regierungstruppen in Libyen als Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Die
Verantwortlichen müssten vor Gericht gestellt werden, forderte er.
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UN-Sicherheitsrat streitet weiter über Libyen-Resolution
NEW YORK: Trotz weiterer Vorstöße libyscher Regierungstruppen gegen die Stellungen der
Aufständischen ist die internationale Gemeinschaft weiter uneins über den Umgang mit der
Situation. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen einigte sich nur auf einen vorläufigen
Resolutionsentwurf, der an diesem Donnerstag zur Abstimmung stehen soll. Er war vom Libanon
im Namen der Arabischen Liga eingebracht worden. Mit der Einrichtung einer Flugverbotszone über
Libyen sollten Luftangriffe der libyschen Regierungstruppen auf Rebellen und Zivilisten verhindert
werden. - Vor allem Frankreich und Großbritannien befürworten dies. Mehrere Länder, darunter die
UN-Vetomächte China und Russland, aber auch das nicht-ständige Mitglied Deutschland
befürchten, sie könnten als Konfliktpartei in den libyschen Bürgerkrieg hineingezogen werden.
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Festnahmen in Bahrain - Aufständische unter Druck
MANAMA: Im Königreich Bahrain geraten die Aufständischen immer mehr unter Druck. Nach
Medienberichten sollen mehrere Oppositionelle festgenommen worden sein. Am Mittwoch hatte die
Regierung auf die wochenlangen Proteste der schiitischen Bevölkerungsmehrheit gegen das
sunnitische Herrscherhaus gewaltsam reagiert. Mit Panzern und unter Einsatz von Tränengas
wurden mehrere hundert Regierungskritiker aus der Innenstadt vertrieben. Dabei sollen fünf
Menschen getötet und zahlreiche verletzt worden sein.
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Tibetischer Mönch stirbt nach Selbstverbrennung in China
PEKING: In der chinesischen Provinz Sichuan hat sich ein tibetischer Mönch aus Protest gegen die
Regierung selbst angezündet. Die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua bestätigte, der 21-Jährige
sei inzwischen seinen Verletzungen vom Mittwoch erlegen. Im Anschluss an die Selbstverbrennung
hatten sich bis zu 1000 Mönche und mehrere hundert Tibeter am Ort des Geschehens vor einem
Kloster in der Region Ngaba versammelt. Beim gewaltsamen Eingreifen der Polizei wurden nach
Medienberichten mehrere Menschen verletzt, einige wurden festgenommen. - Die Ereignisse
werfen ein Schlaglicht auf schwelende Spannungen in Tibet und von Tibetern bewohnten Regionen
im Westen Chinas. Erst am 10. März war an den 1959 niedergeschlagenen Aufstand gegen China
erinnert. In dessen Folge musste der spirituelle Führer der tibetischen Buddhisten, der Dalai Lama,
aus dem Land fliehen.
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Lokführer verhandeln wieder und verzichten auf Streik
FRANKFURT AM MAIN: Die Lokführergewerkschaft GDL verzichtet vorerst
auf weitere Streiks. Stattdessen wurden die Tarifverhandlungen mit der
Deutschen Bahn wieder aufgenommen. Das Unternehmen habe ein
verbessertes Angebot vorgelegt, teilte die Gewerkschaft mit. Mit mehreren
privaten Konkurrenzunternehmen habe man sich bereits auf einen neuen
Tarifvertrag geeinigt. Danach liegt die Zahlung um zwei Prozent höher als bei
der Deutschen Bahn. Die GDL will einheitliche Tarife für die etwa 26.000
Lokführer im Nah-, Fern- und Güterverkehr durchsetzen. Mehrere Streiks in
den vergangenen Wochen hatten für erhebliche Behinderungen und Unmut
bei Pendlern und Reisenden gesorgt.
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Italien feiert Jahrestag der Staatsgründung
ROM: In Italien wird der 150. Jahrestag der Gründung des Staates gefeiert. Schon in der Nacht zu
diesem Donnerstag wurden in Rom und weiteren Städten des Landes öffentliche Feiern abgehalten
- unter anderem mit Feuerwerken und Musikaufführungen. Im ganzen Land wurden wichtige Bauten
mit Licht in den Farben der italienischen Flagge angestrahlt. - Die Jubiläumsfeiern finden inmitten
einer angespannten politischen Stimmung in Italien statt. Ministerpräsident Silvio Berlusconi muss
sich in mehreren Verfahren vor Gericht verantworten.
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Lit. Cologne - Das größte Literaturfest Europas
KÖLN: Mit der Verleihung des Deutschen Hörbuchpreises hat das größte
Literaturfest Europas, die Lit. Cologne begonnen. Bis zum 26. März gibt es
in Köln mehr als 160 Veranstaltungen, fast 70 richten sich speziell an Kinder.
Die Lit. Cologne stellt international renommierte Autoren vor, lädt zu großen
Themenabenden ein und präsentiert Begegnungen von Autoren mit
Journalisten, Schauspielern, Film- und Theaterschaffenden, Musikern,
Komikern und Sportlern.
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Das Wetter: überwiegend stark bewölkt
DAS WETTER IN DEUTSCHLAND - Die Vorhersage für Donnerstag:
Im Westen und Nordwesten einige Auflockerungen und trocken. Sonst meist
kompakte Bewölkung und zeitweise Regen. Höchstwerte zwischen fünf und
13 Grad.
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