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Dax fast unverändert
Der Deutsche Aktienmarkt hat am Freitag den Großteil seiner
Tagesgewinne zum Ende des Computerhandels wieder eingebüßt. Der Dax
legte knapp 8 Punkte (0,1 Prozent) zu auf 6664. Die Europäische
Zentralbank (EZB) errechnete bei der Festlegung der täglichen
Referenzkurse einen Wechselkurs von 1,4130 US-Dollar für den Euro.
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G7 wollen zugunsten des Yen intervenieren
Die Börsen in Asien sind am Freitag ins Plus gedreht, nachdem
die Gruppe der sieben wichtigsten Industriestaaten (G-7) eine
Intervention zugunsten des japanischen Yens angekündigt hat. In Tokio
legte der Nikkei-Index 3,2 Prozent oder 285,81 Punkte auf 9.248,48 zu.
Leichte Gewinne notierten auch die Börsen in Hongkong und Seoul. Die
Börse in Tokio hatte am Montag und Dienstag infolge von Erdbeben,
Tsunami und Atomkrise einen Kurssturz von 16 Prozent erlitten, während
der Yen auf den höchsten Stand gegen den Dollar seit dem Ende des
Zweiten Weltkrieges kletterte. Die G-7 beschloss auf einer Krisensitzung
in Washington, am Freitag zugunsten der japanischen Exportwirtschaft
gegenüber dem Yen zu intervenieren. Zuletzt hat sie eine derartige
konzertierte Aktion im Herbst 2000 gestartet.
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Produktionsstopp bei GM wegen fehlender Bauteile aus Japan
Die Opel-Mutter General Motors bekommt bei ihrer Produktion in
den USA die Folgen der Japan-Krise zu spüren. Wegen fehlender Bauteile
stellt der amerikanische Konzern kommende Woche in einer seiner
heimischen Fabriken den Betrieb ein. Betroffen sei das Shreveport-Werk
im Bundesstaat Louisiana, wie GM am Donnerstag mitteilte. In der Fabrik
bauen gut 900 Mitarbeiter die Pick-Up-Trucks Chevrolet Colorado und GMC
Canyon. Der Verkauf der Modellen hatte in den ersten beiden Monaten des
Jahres deutlich angezogen. GM erklärte weiter, es könne die
Kundennachfrage befriedigen und werde die Produktion schnellstmöglich
wieder aufnehmen.
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EU und Kanada legen Handelsstreit bei
Im jahrelangen Streit um den Import von hormonbelastetem
Rindfleisch aus Kanada hat die EU-Kommission mit der Regierung in Ottawa
eine vorläufige Einigung erzielt. Die Europäische Union darf nach dem
am Donnerstag unterzeichneten Protokoll ihr Einfuhrverbot aufrecht
erhalten, teilte die EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel mit. Kanada
hebt die Strafzölle auf, die es auf verschiedene EU-Produkte erlassen
hatte, darf im Gegenzug aber zusätzlich bis August 2012 1500 Tonnen
nicht hormonbelastetes Fleisch in die EU exportieren. Für das
darauffolgende Jahr darf die Menge auf 3200 Tonnen erhöht werden.
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Japan-Krise trifft Börsenkandidaten
Das Erdbeben in Japan bringt auch die Börsenpläne von
Unternehmen in Europa ins Wanken. Der dänische Dienstleistungs-Gigant
ISS sagte seinen milliardenschweren Börsengang am Donnerstag in letzter
Minute ab. Die ISS-Aktien sollten erstmals am Freitag in Kopenhagen
gehandelt werden. Auch Börsenkandidaten in Deutschland geraten
angesichts der ungewissen Folgen der Havarie im Atomkraftwerk Fukushima
ins Grübeln. Die Hamburger Reederei Hapag-Lloyd will Finanzkreisen
zufolge bis zur nächsten Woche abwarten, ob sie noch vor Ostern an die
Börse geht. Am Mittwoch hatte der französische Medienkonzern Lagardere
den Börsengang seiner Pay-TV-Tochter Canal Plus vorerst abgesagt.
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Air Berlin schreibt rote Zahlen
Die Fluggesellschaft Air Berlin hat im vergangenen Jahr tiefrote
Zahlen geschrieben. Der operative Verlust habe sich 2010 infolge von
Sonderbelastungen auf 9,3 Millionen Euro belaufen, teilte zweitgrößte
deutsche Fluggesellschaft nach Lufthansa am Donnerstagabend mit. Im
Vorjahr hatte die Airline noch einen Betriebsgewinn von 28,5 Millionen
Euro verbucht. Der strenge Winter, die Aschewolke, ein Fluglotsenstreik
in Spanien und die Ankündigung von Streikmaßnahmen hätten deutliche
Spuren im Geschäftsergebnis hinterlassen, erklärte die Fluggesellschaft.
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