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Radioaktives Wasser stoppt Arbeiten in Fukushima
TOKIO: Zwei Wochen nach der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe in
Japan bleibt die
Situation im beschädigten Atomkomplex Fukushima kritisch. Die
Sicherungsarbeiten an den
Reaktoren eins und zwei mussten wegen stark radioaktiven Wassers in den
Gebäuden
gestoppt werden, wie die Nachrichtenagentur Kyodo meldete. Am Donnerstag
waren drei
Arbeiter im Reaktorblock drei durch den Kontakt mit radioaktivem Wasser
stark verstrahlt
worden. Die Atomaufsichtsbehörde NISA befürchtet, dass der Kern des
Reaktors drei
beschädigt sein könnte. Darauf deute die hohe radioaktive Strahlung hin,
erklärte ein NISA-Sprecher. Kraftwerksbetreiber Tepco schließt nicht
aus, dass der Reaktordruckbehälter
Schäden hat. - Die Zahl der geborgenen Todesopfer der Erdbeben- und
Tsunami-Katastrophe vom 11. März stieg unterdessen auf mehr als 10.000.
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NATO kontrolliert Flugverbot über Libyen
BRÜSSEL: Nach tagelangem Streit haben sich die NATO-Staaten
darauf geeinigt, dass die
Allianz die Durchsetzung des von den Vereinten Nationen beschlossenen
Flugverbots über
Libyen übernimmt. Es soll die Zivilbevölkerung vor Angriffen der Truppen
von Machthaber
Muammar al-Gaddafi schützen. Der Einsatz sei auf diese Aufgabe
beschränkt, sagte NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen nach den
Beratungen in Brüssel. Die Luftschläge
der internationalen Koalition um die USA, Frankreich und Großbritannien
gegen Gaddafis
Truppen liefen davon unabhängig weiter. Deutschland beteiligt sich nicht
an der NATO-Mission.
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UN: Gaddafi verstößt weiter gegen alle Abmachungen
NEW YORK/TRIPOLIS: Trotz aller Bekenntnisse zu einer Waffenruhe
verstoßen die Truppen von Libyens Machthaber Muammar al-Gaddafi nach
den Worten von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon weiter gegen
Menschenrechte. Die Angriffe nähmen sogar noch zu, sagte Ban bei seiner
Berichterstattung vor dem UN-Sicherheitsrat in New York. Er beschrieb
die
humanitäre Situation als dramatisch. Fast 340.000 Menschen seien auf der
Flucht, etwa 9000 säßen an den Grenzen nach Ägypten und Tunesien fest. -
Die westlichen Streitkräfte weiteten ihre Luftangriffe auf Ziele der
Gaddafi-Truppen ins Landesinnere aus. Schwere Gefechte zwischen
Gaddafi-Einheiten und Aufständischen wurden am Donnerstag wieder aus
Adschdabija, Sintan und der Küstenstadt Misrata gemeldet. In Misrata
wurden in den vergangenen Tagen nach Angaben eines Arztes mehr als 100
Menschen getötet und etwa 1300 verletzt.
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Bundestag entscheidet über AWACS-Einsatz
BERLIN: Der Bundestag entscheidet an diesem Freitag über die
Ausweitung des Afghanistan-Einsatzes der Bundeswehr zur Entlastung der
NATO-Partner im Libyen-Konflikt. Bis zu 300 deutsche Soldaten sollen
sich
für zunächst zehn Monate an Aufklärungsflügen mit AWACS-Maschinen
beteiligen. Die Bundesregierung hatte ein Eingreifen der Bundeswehr in
Libyen ausgeschlossen, dafür jedoch die Ausweitung des
Afghanistan-Engagements angeboten. Die deutsche Enthaltung bei der
Abstimmung
über den Libyen-Einsatz im UN-Sicherheitsrat war vielfach auf
Unverständnis
gestoßen.
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EU-Gipfel beschließt neuen Rettungsschirm für Euro
BRÜSSEL: Die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Staaten haben auf
ihrem Gipfel in der belgischen Hauptstadt ein umfassendes Paket zum
Schutz der Gemeinschaftswährung Euro beschlossen. Kernstück ist ein 700
Milliarden Euro schwerer ständiger Rettungsfonds, ESM, der von 2013 an
einsatzfähig sein soll. Er soll hochverschuldeten Euro-Staaten im Notfall mit
Krediten beistehen. Deutschland muss zum ESM-Grundkapital in Höhe von
80 Milliarden Euro knapp 22 Milliarden beisteuern. Bundeskanzlerin Angela
Merkel setzte auf dem Gipfel durch, dass diese Bareinzahlungen bis 2017
gestreckt werden. Die EU-Staats- und Regierungschefs beschlossen zudem
eine Verschärfung des Euro-Stabilitätspaktes mit härteren Sanktionen gegen
Defizitsünder sowie einen Pakt zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit.
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Bonität Portugals deutlich herabgestuft
NEW YORK: Die Ratingagentur Standard & Poor's hat die
Kreditwürdigkeit des hochverschuldeten Portugals deutlich herabgestuft. Die
Bonität des Euro-Krisenlands wurde von "A-" auf "BBB" gesenkt. Zur
Begründung verwies die US-Agentur auf den Rücktritt von Ministerpräsident
José Sócrates vom Mittwoch, nachdem ein neues Sparprogramm im
Parlament gescheitert war. Die derzeitige politische Unsicherheit könnte das
Vertrauen der Märkte beschädigen, hieß es in New York. Zuvor hatte die
Rating-Agentur Fitch die Krise in Lissabon mit einer Verschlechterung der
Bonitätsnote um zwei Stufen quittiert. Es gilt als wahrscheinlich, dass
Portugal bei EU und IWF finanzielle Unterstützung anfordern muss.
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Syrien verspricht Reformen - Proteste gehen weiter
DAMASKUS: Angesichts der anhaltenden Massenproteste gegen seine
Herrschaft hat der syrische Präsident Baschir al Assad jetzt die Freilassung
der Oppositionellen angeordnet, die in den vergangenen Wochen inhaftiert
worden sind. Das berichtete das Staatsfernsehen. Zuvor hatte
Präsidentenberaterin Bussaina Schaban erklärt, die Regierung werde
darüber nachdenken, den Ausnahmezustand aufzuheben und politische
Parteien zuzulassen. Die Regierungsgegner riefen für diesen Freitag zu
neuen landesweiten Protesten auf. Am Donnerstag nahmen mehr als 20.000
Menschen in Daraa an der Beisetzung der am Vortag getöteten
Demonstranten teil. Nach Oppositions-Angaben waren beim gewaltsamen
Vorgehen der Sicherheitskräfte zwischen 100 und 150 Menschen getötet
worden.
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Zahl der Todeopfer nach Erdbeben in Birma steigt
RANGUN: Bei dem Erdbeben in Birma sind nach neuen Angaben der Behörden mindestens
50 Menschen ums Leben gekommen. Es sei zu befürchten, dass die Zahl der Todesopfer
weiter steige, erklärten Regierungsbeamte. Das Beben der Stärke 6,8 ereignete sich im
Nordwesten Birmas an der Grenze zu Thailand und Laos. Im Norden Thailands kam eine
Frau ums Leben.
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Chinesischer Dissident zu zehn Jahren Haft verurteilt
PEKING: Ein Gericht in der chinesischen Provinz Sichuan hat den Dissidenten Liu Xianbin
nach Angaben seiner Frau Chen Mingxian zu zehn Jahren Haft verurteilt. Liu sei wegen
sogenannter Aufstachelung zur Untergrabung der Staatsgewalt schuldig gesprochen worden,
teilte Chen westlichen Reportern in der Volksrepublik mit. Der Dissident hatte im Internet
demokratische Reformen gefordert und zu Straßenprotesten in China aufgerufen. Liu hatte
bis Ende 2008 eine Haftstrafe wegen ähnlicher Vorwürfe verbüßen müssen.
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Elizabeth Taylor bei Los Angeles beigesetzt
LOS ANGELES: Einen Tag nach ihrem Tod ist Hollywood-Legende
Elizabeth Taylor auf dem kalifornischen Prominentenfriedhof Forest Lawn
bei Los Angeles beigesetzt worden. An der Trauerfeier nahmen rund 50
Mitglieder von Taylors Familie teil. Die Öffentlichkeit war ausgeschlossen.
Taylor war am Mittwoch nach längerer Krankheit im Alter von 79 Jahren an
Herzversagen gestorben.
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Musikpreis Echo für Lena, Unheilig und Take That
BERLIN: Grand-Prix-Siegerin Lena, die Band Unheilig sowie der Geiger David Garrett sind in Berlin
mit dem Musikpreis Echo ausgezeichnet worden. Als internationale Preisträger holten die jüngst
wieder vereinigte Boygroup Take That, die schottische Sängerin Amy Macdonald und das englische
Duo Hurts einen Echo ab. Für ihr Lebenswerk wurde die Sängerin und Produzentin Annette Humpe
geehrt. Der Echo, der in ingesamt 25 Kategorien verliehen wird, ist der
wichtigste deutsche Musikpreis und sieht sich in einer Reihe mit den
Grammys in den USA. - Vergeben werden die Echos seit 1992 von der Deutschen
Phono-Akademie, dem Kulturinstitut des Bundesverbandes der Musikindustrie.
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Das Wetter am Freitag: Im Norden Wolken, sonst sonnig
DAS WETTER IN DEUTSCHLAND, die Vorhersage für Freitag: Im Norden dichte Wolken und
gebietsweise Regen. Sonst nach Nebelauflösung nochmals viel Sonne. Die Höchsttemperaturen
bewegen sich zwischen sechs und 20 Grad.
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