Roberto Abraham Scaruffi

Friday, 27 May 2011


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Allein unter Freunden
Vage Erklärungen, wenig Initiative und keine Vorschläge: Beim Treffen der acht wichtigsten Industrienationen der Welt im nordfranzösischen Deauville spielt Bundeskanzlerin Angela Merkel - hier mit Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy - nur eine Statistenrolle. Dabei sollte der Gipfel laut Spiegel "Merkels Start zur Tour de Charme" werden, da der Glanz der "Miss World" verblasst sei. Doch eine andere Frau hat Angela Merkel die Show gestohlen: "G8-Gipfel im Schatten des Babybäuchleins" titelt das Handelsblatt angesichts der Schwangerschaft von Sarkozys Ehefrau Carla Bruni. Mit diesem Thema befasst sich auch das Wall Street Journal. Für die FTD steht fest: "Sarkozy gibt den Takt zur Weltpolitik vor". Paris demonstriere Führungsanspruch. Die Atominitiative und der arabische Frühling lassen Pannen vergessen. Dabei gibt es den "Frühling" nicht umsonst. Laut IWF benötigen die Länder wie Tunesien und Ägypten in den nächsten Jahren drei 160 Milliarden Dollar (Handelsblatt). Nach Meinung der französischen Zeitung Les Echos stehe der Gipfel unter dem Schatten der Affäre Dominique Strauss-Kahn. Angesichts der Kandidatur von Christine Lagarde für den IWF-Chefposten könne sich die USA aber keinen nicht-europäischen Kandidaten leisten.
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NEWS
Im Kreuzfeuer der Aktionäre
Trotz beeindruckender Gewinnzahlen wurde die Hauptversammlung der Deutschen Bank kein Festgottesdienst. Die Aktionäre kritisierten und protestierten: Die Nachfolge von Ackermann ist ungelöst, die Aktie dümpelt, und die Prozessrisiken sind groß.
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UBS prüft Abspaltung des Investment-Bankings
Möglicherweise trennt die UBS demnächst ihr Investment-Banking vom übrigen Bankgeschäft ab. Das Management der Großbank hat nach einem Bericht des Wall Street Journals auch schon drei Städte als Standorte zur Führung ausgewählt. Die UBS-Aktie reagiert mit Kursgewinnen auf die Pläne - obwohl die Pläne dementiert wurden.
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Die große EZB-Horrorshow
Das Wall Street Journal beschreibt das Horrorszenario, in die die Europäische Zentralbank (EZB) durch eine Pleite Griechenlands geraten würde. Die meisten griechischen Anleihen hielten griechische Banken. Sie würden schlimm beschädigt und müssten rekapitalisiert werden. Weil der griechische Staat selbst pleite sei, stünden letztlich die europäischen Steuerzahler und die EZB ein.
» WSJ
EU rutscht immer tiefer in die Griechenland-Krise
Der IWF verlangt von der EU neue Zusagen für Athen - sonst komme die nächste Kreditrate nicht. Dann müsste die EU erst recht einspringen, wird es aber nicht, warnt Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker. Athen beruft einen Krisengipfel ein.
» Handelsblatt » Spiegel
Shortcuts aus der Finanzbranche
Der Gewinn der Raiffeisen Bank International ist zu Jahresbeginn um 19 Prozent auf 270 Millionen Euro geschrumpft. Schuld waren Bankenabgaben in Österreich und Ungarn und steigende Verwaltungskosten.
» Handelsblatt Im Streit um angeblich falsche Datenangaben zahlen die Credit Suisse und Merrill Lynch zusammen 7,5 Millionen Dollar. » Handelsblatt Als Versicherer der Loveparade hat Axa Rückstellungen in Höhe von zehn Millionen Euro gebildet. » Handelsblatt
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FEEDBACK - meistgeklickter Link der vorherigen Ausgabe
Händler sollen Ölpreis manipuliert haben
Haben gierige Händler den Ölpreis nach oben manipuliert? Die US-Marktaufsicht verdächtigt Spekulanten, durch Preistreibereien im Jahr 2008 mehr als 50 Millionen Dollar kassiert zu haben. Ihr System soll verblüffend einfach gewesen sein.
» Handelsblatt

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HEUTE IM HANDELSBLATT
Titel: Im Kreuzfeuer der Aktionäre
Politik: Serbien rückt EU-Beitritt näher
Unternehmen: Armada aus dem Osten
Finanzen: Neue Vorwürfe gegen Goldman
» Handelsblatt vierwöchiges Miniabo » Hier können Sie die aktuelle Ausgabe für 1,59 € direkt downloaden
KÖPFE
Weber rechnet mit Euro-Rettern ab
Axel Weber, Ex-Bundesbankpräsident, hat mit deutlichen Worten in seiner Antrittsvorlesung als Professor in Chicago das Krisenmanagement der Euro-Retter auseinandergenommen. Er nahm auch die Finanzindustrie von seiner Kritik nicht aus.
» Handelsblatt
Gaddafi als Zocker
Muammar al-Gaddafi, libyscher Machthaber, hat sich offenbar über seinen Staatsfonds LIA an der Börse mit hochriskanten Derivaten verzockt. Trotz Sanktionen hat der libysche Staatsfonds nach Informationen der Süddeutschen Zeitung offenbar noch Milliarden im Ausland investiert. Auch an großen deutschen Unternehmen soll Gaddafi Anteile halten.
» Spiegel » Süddeutsche
Buffett will kein Kanzler werden
Warren Buffett, US-Investmentguru, sagt "eine Menge Spannungen" als Folge der Euro-Krise voraus. Er sieht sich nicht in der Lage, einen Rat zu geben, das sei "zu schwierig". Seine Konsequenz: "Ich kandidiere nicht als Kanzler von Deutschland."
» FTD
Steve Ballmer und Charlie Brown
David Einhorn, bekannter Hedgefonds-Manager, fordert die Ablösung des Microsoft-Chefs Steve Ballmer. Sein Vorwurf: Ballmer betreibe "Charlie-Brown-Management". Für alle Comic-Unwissenden: Charlie Brown ist eine Figur in dem bekannten Comic "Peanuts" und spielt dort die Rolle des ewigen Verlierers.
» Spiegel

Credit Suisse verliert weiteren Top-Banker
Torsten Murke, Investmentbanker bei der Credit Suisse, wird zum 1. Oktober stellvertretender Deutschland-Chef von BNP Paribas. Zuvor hatte Investmentbank-Chef Martin Korbmacher im Februar seinen Abschied bei der Credit Suisse angekündigt.
» Handelszeitung
Breuer will Freispruch
Rolf Breuer, ehemaliger Chef der Deutschen Bank, bestreitet im Zusammenhang mit der Kirch-Pleite, vor Gericht gelogen zu haben. Deswegen fordert er in dem deswegen angestrengten Betrugsprozess einen Freispruch.
» FTD
Zehn Hausdurchsuchungen bei Grasser
Karl-Heinz Grasser, Ex-Finanzminister in Österreich, stand am gestrigen Donnerstag im Fokus der dortigen Steuerfahndung und des Bundeskriminalamtes. Die Staatsanwaltschaft Wien hatte im Finanzstrafverfahren gegen Grasser an insgesamt zehn Privat- und Firmenadressen in Wien, Kärnten und Tirol Hausdurchsuchungen durchgeführt. Er soll Einnahmen in Höhe von vier Millionen Euro nicht versteuert haben.
» Der Standard
Vom Tennis-Star zum Anleihe-Händler
Stefan Edberg, Ex-Tennis-Star, konnte einst sechs Grand-Slam-Titel gewinnen, nicht zuletzt dank seines aggressiven Spiels. Deutlich vorsichtiger ist der Schwede in diesen Tagen, wenn es darum geht, die richtigen Wetten auf die Entwicklung von Anleihen abzuschließen. Der 45-Jährige ist Teilhaber an der Stockholmer Investmentfirma Case Asset Management. Diese verwaltet rund 560 Millionen Euro.
» Bloomberg
WIRTSCHAFTSBUCH DER WOCHE
Wie Sie sich erfolgreich selbstständig machen
Keine Lust mehr auf den Chef? Eine gute Geschäftsidee? Wer sich selbstständig machen will, steht vor vielen Hürden, hat aber eben auch viel zu gewinnen. Einen nützlichen Leitfaden bietet Simone Janson mit ihrem Buch "10 Schritte zur erfolgreichen Existenzgründung". Sie ist Expertin für die Themen Arbeitswelt und Existenzgründung.
» Handelsblatt(Buchrezension) » Handelsblatt (Kurzbeschreibung und Bestellmöglichkeit)
ZUGABE - worüber die Finanzwelt schmunzelt
Orgo-Versicherung: Mitziehen anstatt abgezogen werden
Wir sind anders - mit dieser Botschaft warb die Ergo-Versicherungsgruppe bisher. Doch nach der Sexparty einer Tochterfirma will das Unternehmen offenbar lieber unauffällig sein - und fährt seine Kampagne zurück. Doch das Web schlägt zurück: Beispielsweise mit dem offiziellen Ergo-Video, nur entsprechend anders vertont. Auch das Titanic-Magazin mischt sich angesichts der Kokain-Vorwürfe ein: "Hey Versicherung, ich will mitziehen. Nicht abgezogen werden." Und weiter: "Versichern heißt versorgt zu werden".
» Youtube-Video » Titanic