Roberto Abraham Scaruffi

Wednesday, 25 May 2011


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Lagardes Kandidatur wird konkret
Christine Lagardes Kandidatur um den IWF-Chefposten nimmt Form an. Immer mehr Länder sprechen der Französin ihre Unterstützung aus. Und die Powerfrau hat für heute Morgen zu einer wichtigen Pressekonferenz geladen, in der weitere Details bekanntgegeben werden sollen. Schon jetzt beobachtet "Die Welt" eine Art Lagarde-Effekt: "Wenn Christine Lagarde einen Raum betritt, stellt sich beim Betrachter das tröstliche Gefühl ein, dass die globale Finanzkrise so schlimm gar nicht sein kann." In diesen Zeiten sei die 55-Jährige nicht die schlechteste Kandidatin. Das französische Kalkül laute, eine Frau könne den Rang Frankreichs sichern und gleichzeitig die Schmach des Strauss-Kahn-Skandals rasch vergessen machen. Dass Lagarde die richtige Kandidatin sei, bezweifelt dagegen die britische Financial Times. Dominique Strauss-Kahn sei nicht mal von seinem Amt als IWF-Direktor zurückgetreten, da hätten sich die Europäer schon um Christine Lagarde geschart. Das ancien régime habe überlebt. Aber habe während der Asienkrise jemand gefordert, der IWF-Chef müsse ein Asiate sein?, fragt das Blatt rethorisch. Ein Forbes-Blogger stellt die Existenzberechtigung von IWF und Weltbank gleich ganz in Frage.
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NEWS
Juncker schenkt Griechenland mehr Zeit
Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker hat seine Prioritäten angesichts der Schuldenkrise in Griechenland klar aufgestellt. Deshalb hält er auch einen Zahlungsaufschub für möglich - unter bestimmten Bedingungen. Unterdessen hat die Financial Times Deutschland mal nachgerechnet, wieviel Geld Deutschland durch die Krise verdient. Es sei Zeit, mit dem Gewinn von rund zehn Milliarden Euro endlich die Zweifler zu beruhigen. Kein Wunder: "Bei genauerem Hinsehen haben die Deutschen ja nach wie vor nichts bezahlt. Im Gegenteil: Wir kriegen sogar was, und die Krisengewinne werden größer.
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Zwangskontoauszüge sind nicht zulässig
Zwangsweise ausgedruckte und kostenpflichtig zugestellte Kontoauszüge sind unzulässig, entschied das Landgericht Frankfurt in einem Urteil gegen die Deutsche Bank. Kunden können jetzt ihr Geld zurückfordern.
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Moody's will Banken downgraden
Die Rating-Agentur Moody's erwägt eine Herabstufung der Kreditwürdigkeit von 14 britischen Banken. Grund dafür sei eine zu erwartende geringere Staatshilfe für Institute in finanziellen Schwierigkeiten, teilte Moody's mit.
» Wirtschaftsblatt
Milliardenverlust der HRE-Bad Bank
Die Fast-Pleite der Hypo Real Estate kostet viel Geld. Die "Bad Bank", in die die verstaatlichte Immobilienbank faule Kredite ausgelagert hatte, hat 2010 einen Verlust von rund drei Milliarden Euro angehäuft.
» Spiegel
Ersatzwährungen für den Euro
In manchen Regionen Deutschlands ersetzen alternative Währungen den Euro. Auch wenn es offiziell nur Gutscheine sind.
» Zeit
Boom der Hedge-Fonds
Die von der EU regulierten und für Privatanleger zugänglichen Hedge-Funds boomen. Ihre Zahl hat sich in gut einem Jahr verdoppelt. Die Vehikel sind aber nicht unumstritten.
» NZZ
Prima Zahlen in Frankfurt
Die Helaba erreichte im ersten Quartal dieses Jahres einen Konzerngewinn vor Steuern von 194 Millionen Euro - ein Sprung von 46 Prozent. Gleichzeitig konnte die Landesbank ihre Risikovorsorge deutlich senken.
» Frankfurter Rundschau
Insolvenzende bei Washington Mutual
Washington Mutual hat sich mit ihren Anteilseignern auf einen vorläufigen Vertrag geeinigt, um das Ende der Insolvenz zu erreichen. Die ehemals größte US-Sparkasse hoffe, dies sei nun bis Mitte August möglich, sagte ein Unternehmensanwalt vor einem US-Insolvenzgericht.
» FTD » WSJ
Die Karrierechancen in großen Finanzhäusern
Welche grossen Finanzhäuser bieten derzeit gute Karrierechancen? Und welche eher schlechte? Das britische Branchenportal "Here is the City" macht eine spielerische Einschätzung der wichtigsten Firmen.
» Here is the City
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FEEDBACK - meistgeklickter Link der vorherigen Ausgabe
Warren Buffetts Schwester verschenkt jeden Monat eine Million
Doris Buffett ist die ältere Schwester von Investmentgenie Warren Buffett. Die alte Dame mit einem IQ von 150 hat eine große Geldbörse - und ein noch größeres Herz. Sie verschenkt ihr Geld an Menschen, die in Not sind und keinen reichen Bruder haben. Ihr Ziel: Jeden Monat eine Million Dollar verschenken.
» FTD
HEUTE IM HANDELSBLATT
Titel: Exportschlager Deutschland
Politik: Risikofall Pflegeversicherung
Unternehmen: Ratlos in Athen
Finanzen: Russisches Wunderkind
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KÖPFE
Kritik an der Suche nach neuen Superstar
Clemens Börsig, Aufsichtsratschef der Deutschen Bank, steht in der Kritik. Der britische Dienstleister Hermes , einer der einflussreichsten Investorenvertreter Europas, wirft Börsig Irreführung und schlechtes Personalmanagement vor. In einem Brief an sämtliche Kontrolleure kritisiert das Unternehmen den Stillstand bei der Nachfolgersuche für Vorstandschef Josef Ackermann. Nach Informationen der FTD fahndet die Deutsche Bank nach einem externen Kandidaten - Ex-Bundesbankchef Axel Weber sei aus dem Rennen.
» FTD » FTD 2
Griechen plündern ihre Konten
Giorgos Papakonstantinou, griechischer Finanzminister, macht Druck: Wenn nicht bald Rettungsgelder fließen, sei das Land zahlungsunfähig. Denn immer mehr Griechen heben ihre Spareinlagen bei den Banken ab. Um die Staatspleite zu verhindern, muss Griechenland sofort sein Tafelsilber verkaufen, doch einen Plan gibt es dafür nicht.
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Allianz skizziert Rettungsplan für Griechenland
Paul Achleitner, Finanzvorstand des Versicherungskonzerns Allianz, schlägt in einem Gastbeitrag im Handelsblatt eine Art Schuldenversicherung für Krisenländer vor.
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ZUGABE
Krise macht krank
Ist die Wirtschaftskrise nicht am Ende ganz glimpflich ausgegangen? Die düsteren Untergangsszenarien nach dem Bankencrash sind nicht eingetroffen, und zumindest in Deutschland war der Arbeitsmarkt
erstaunlich stabil. Doch die direkten ökonomischen Folgen sind nicht der einzige Schaden, den die Rezession angerichtet hat - das Chaos an den Finanzmärkten hat auch Lebenszufriedenheit und Gesundheit der Deutschen massiv belastet. "Diese Auswirkungen sind real", lautet das Fazit der Bonner Ökonomen Nikolaos Askitas und Klaus Zimmermann.
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