Roberto Abraham Scaruffi

Friday, 3 June 2011


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Schon wieder Ärger um Goldman Sachs
Neue Ohrfeige für Lloyd Blankfein (Foto): Das Management von Goldman Sachs soll vom Bezirksstaatsanwalt in Manhattan Cyrus Vance Jr. (der auch in der Strauss-Kahn-Affäre eine zentrale Rolle spielt, siehe "Köpfe") eine Vorladung im Zusammenhang mit dem Kollaps des Immobilienmarktes erhalten haben, meldet Bloomberg. Auch das US-Justizministerium werde ihn vermutlich vorladen. Die Behörden reagieren auf einen Bericht eines Senatskomittees, der Goldman vorwirft, Finanzpapiere verkauft zu haben, die beim Einbruch der Immobilienpreise gleichzeitig den Kunden große Verluste und der Bank hohe Gewinne eingebracht haben. Auch die Deutsche Bank soll umstrittene Finanzprodukte vertrieben haben. Das Wall Street Journal meint, die Vorladung führe nicht zwangsläufig zu einem Verfahren - dennoch fürchten die Anleger die Konsequenzen möglicher neuer Ermittlungen, die Aktie brach zwischenzeitlich um mehr als drei Prozent ein. Bloomberg glaubt, Goldman sei "too big to fail", als dass die Bank vor den Kadi gezerrt werde. Für Time sind dagegen die letzte Tage von Goldman angebrochen. Financial News berichtet derweil von einer millionenschweren Bauchlandung von Goldman in Italien.
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NEWS
USA vor möglicher Herabstufung
Nachdem bereits die Ratingagentur Standard + Poor's den Ausblick für die US-Kreditwürdigkeit gesenkt hat, droht nun auch Moody's mit dem Entzug der Bestnote "AAA". Die Aktienmärkte ignorieren den Warnschuss bisher, obwohl der US-Regierung in zwei Monaten die Zahlungsunfähigkeit droht, sollte es im Kongress keine Einigung zur Anhebung der Schuldenobergrenze geben. Er gehe davon aus, dass die Zahlungsunfähigkeit der USA abgewendet werden könne, sagte Finanzminister Timothy Geithner. Jamie Dimon, Chef von JP Morgan Chase, redet sich laut Reuters die Welt schön: Der Pessimismus für die US-Wirtschaft sei übertrieben, die größte Volkswirtschaft der Welt sei im Erstarken begriffen.
» Handelsblatt » Financial Times Deutschland » Forbes » Reuters
Rating für US-Banken vor Revision
Moody’s Investors Service bezweifelt offenbar, dass die US-Regierung auch künftig notleidenden Großbanken aus der Patsche helfen wird. Daher drohe nun Bank of America, Citigroup und Wells Fargo eine Herabstufung durch die Ratingagentur.
» BusinessWeek » Wall Street Journal
Gaddafis Bauchlandung in Paris
Neue Details zur Geschäftsbeziehung von Muammar al-Gaddafi und der französischen Großbank Société Générale: Demnach hat die Bank im Auftrag des libyschen Staatsfonds eine eine Milliarde Euro schwere Wette auf die eigene SocGen-Aktie platziert. Die Afrikaner haben bis Mitte 2010 laut Financial Times fast drei Viertel der Summe verloren.
» Financial Times
Heimliche Herren des Dax
Er berät die US-Regierung und hält erhebliche Anteile an deutschen Dax-Konzernen: Niemand verwaltet so viel Geld wie der Finanzdienstleister Blackrock - rund um den Globus etwa 3,65 Billionen Dollar. Das entspricht dem Bruttoinlandsprodukt Deutschlands. Doch kaum jemand kennt ihn. Ein Blick hinter die Kulissen. Außerdem zeigt das Handelsblatt, in welchen Dax-Konzernen Blackrock steckt.
» Handelsblatt » HB2
Commerzbank kämpft um Schiffsbank
Die Commerzbank will den Spezialfinanzierer Schiffbank gerne vollends integrieren, doch weil die Beteiligung des Bundes laut EU mit einem Übernahmeverbot zumindest bis zum 30. April 2012 einher geht, klemmt der Deal.
» Financial Times Deutschland
Groupon geht an die Börse
Die Blase im Geschäft mit den neuen Internetaktien wächst, meint Forbes. Nachdem der Internetgutscheindienst Groupon im vergangenen Jahr eine Übernahme durch Google ablehnte, kommt nun der Börsengang. Das Unternehmen will so 750 Millionen Dollar erzielen - trotz eines Verlusts von 413 Millionen Dollar in 2010.
» Forbes » Fortune » Financial Times
Stresstest reloaded
Die geplanten Stresstests für die 90 größten europäischen Banken werden wohl nicht wie geplant durchgeführt werden können. Die Europäische Bankenaufsicht zweifelt an den Daten der Institute. Dass die 13 deutschen Teilnehmer den Stresstest aus Sicht von Bundesbank und BaFin bestanden haben, steht Finanzkreisen zufolge seit Ende April außer Zweifel.
» Handelsblatt » Financial Times Deutschland
Shortcuts aus der Finanzbranche
Die Citigroup polstert nach den Turbulenzen der Finanzkrise wieder im Investment-Banking auf, besonders mit UBS-Personal » WSJ Barclays plant angeblich die Übernahme einer spanischen Sparkasse » FT , Eric S. Lipkin, früherer Mitarbeiter von Milliardenbetrüger Bernard Madoff, will sich gegenüber dem Gericht schuldig bekennen, beim Betrug der Investoren mitgemacht zu haben » WSJ Die OECD bescheinigt der Schweiz in Sachen Steuer-Amtshilfe gute Fortschritte » NZZ
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FEEDBACK - meistgeklickter Link der vorherigen Ausgabe
Berater ohne Nutzen
Anleger finden keine Hilfe bei Beratern. Deren Empfehlungen bringen meistens nichts, so eine aktuelle Studie. Das liegt zu einem großen Teil an den falschen Anreizen für die Berater.
» FTD
HEUTE IM HANDELSBLATT
Titel: Eine Hysterie und ihre Kosten
Politik: Tag der Entscheidung in Athen
Unternehmen: Abschied von der Werkbank
Finanzen: "Die EZB muss Zähne zeigen"
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KÖPFE
Mann mit Vision
Jean-Claude Trichet, als EZB-Präsident mit dem Karlspreis für seine Verdienste um Europa ausgezeichnet, bringe mit seiner Grübelei, ob der Vertrag von Lissabon nicht längst überholt sei, alle zum Nachdenken, befindet die Süddeutsche Zeitung. Dagegen stelle er nun seine europäische Vision: ein einziges Finanzministerium für die EU. "Trichet ist der erste unter den Großen, der in diesen Krisenzeiten eine europäische Vision hat", loben die Münchner.
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Sparprogramm aus Athen
Giorgos Papandreou, griechischer Ministerpräsident, muss heute bei Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker mit einem neuen Sparprogramm zu Kreuze kriechen, weil das Land seinen Schuldenberg über rund 350 Milliarden Euro offenbar nicht abtragen kann. Nach Angaben von EU-Kreisen arbeitet Brüssel derweil an einem weiteren Rettungspaket. "Je länger wir warten, desto teurer wird die Rettung des Landes für den europäischen Steuerzahler", meint The European.
» Handelsblatt » Spiegel » Reuters » Focus » The European
Schluss mit lustig
Jürgen Klopp, Meistertrainer von Borussia Dortmund, beendet die Zusammenarbeit mit der Ergo. Sexparties sind nicht nach seinem Geschmack.
» Süddeutsche Zeitung » Bild » Spiegel
Experte für Staatsbankrotte
Agustín Carstens, mexikanische Notenbankchef, will als Vertreter der Schwellenländer Dominique Strauss-Kahn als IWF-Chef beerben. "Ich bin ein Ökonom, habe Erfahrung als Gouverneur einer Zentralbank, war Finanzminister, war Exekutivdirektor beim IWF. Ich kenne mich rundum mit Staatsbankrotten aus", wirbt Carstens in eigener Sache. Bild zeigt, wie Strauss-Kahn es sich in seiner "Luxus-Herberge" in New York gemütlich mache. Der Spiegel porträtiert den Mann, der DSK anklagt: Bezirksstaatsanwalt Cyrus Vance, der mehr als 500 Staatsanwälte befehlige, die rund 110.000 Fälle im Jahr bearbeiteten.
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Im Visier der SEC
Steven Cohen, Hedge-Fonds-Manager, erzielt mit seinem Unternehmen SAC Capital Advisors ständig Ergebnisse von 30 Prozent. Die US-Börsenaufsicht findet das verdächtig und will nun wissen, wie der Mann das macht. Sind Insider-Infos im Spiel?
» Bloomberg » Fortune » Dealbook
Adieu Holländer, willkommen MBO
Joachim Strähle, Chef der Basler Vermögensverwaltungsbank Sarasin, will auch nach dem anstehenden Ausstieg der holländischen Mehrheitsaktionäre der Rabobank die Fäden in der Hand halten. "Ich mache kein Geheimnis daraus, dass wir liebend gerne einen Management-Buyout durchführen würden."
» Börsen-Zeitung
Ex-Vorstand vorm Kadi
Werner Schmidt, Ex-Chef der BayernLB, und sieben weitere frühere Vorstandsmitglieder sind von der Staatsanwaltschaft München im Zusammenhang mit dem milliardenschweren Fehlkauf der österreichischen Hypo Group Alpe Adria verklagt worden. Die Anklagebehörde wirft ihnen auf 474 Seiten Pflichtverletzungen und Veruntreuung von Bankvermögen vor.
Süddeutsche Zeitung (S. 24)
Abgabe bitte nach Größe
Theodor Weimer, Chef der Hypo-Vereinsbank, fühlt sich mit Blick auf die geplante Bankenabgabe unfair behandelt. "Es ist in Ordnung, dass wir eine Bankenabgabe bezahlen. Es ist aber nicht in Ordnung, dass wir so viel im Vergleich zur Deutschen Bank oder zur Commerzbank bezahlen". Die Abgabe müsse der Größe und dem eingegangenen Risiko der Institute entsprechen.
» Handelsblatt
WIRTSCHAFTSBUCH DER WOCHE
Was Frauen wirklich wollen
Paco Underhill ist einer der wichtigsten Marketing-Gurus der Welt. In seinem aktuellen Buch "Was Frauen wollen" zeigt er, wie Man(n) die Dame seines Herzen glücklich macht und dabei der Wirtschaft auf die Sprünge hilft.
» Handelsblatt (Buchrezension) » Handelsblatt (Kurzbeschreibung und Bestellmöglichkeit)
ZUGABE - worüber die Finanzwelt schmunzelt
Aktien über Facebook
Für die Gemeinde der Facebook-Süchtigen gibt es jetzt eine neue Spielerei: Künftig können über das soziale Netzwerk auch Börsengeschäfte abgewickelt werden. Eine Partnerschaft mit dem Start-up Loyal3 aus San Francisco und der Nasdaq macht's möglich.
» The Australian