Roberto Abraham Scaruffi

Thursday, 2 June 2011


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Newsletter | 02.06.2011, 18:15 UTC
Nachrichten
Die neuesten Meldungen zum Weltgeschehen: kompakt, sachlich, international
Themen-Übersicht
Etappensieg im Kampf gegen EHEC-Erreger
Forscher entziffern gefährlichen EHEC-Erreger
Erneut ein Bundeswehr-Soldat in Afghanistan gefallen
Trichet wirbt für europäisches Finanzministerium
Griechische Proteste werden gewalttätig - Kreditwürdigkeit auf Ramschstatus
Flüchtlingsboot sinkt im Mittelmeer - über 200 Vermisste
Schwere Kämpfe an afghanisch-pakistanischer Grenze
Merkel mahnt Menschenrechte in Birma an
Berzins neuer Staatspräsident in Lettland
Wulff und Käßmann beim Evangelischen Kirchentag
Montgomery neuer Präsident der Bundesärztekammer
Türkei: Russische Touristen sterben an Gift-Alkohol
Dax schließt deutlich im Minus
Das Wetter in Deutschland: Meist sonnig
Global Media Forum 2011
Etappensieg im Kampf gegen EHEC-Erreger
Deutsche und chinesische Forscher haben das Erbgut des Darmbakteriums entschlüsselt. Doch bis zu einer wirksamen Therapie für die EHEC-Patienten wird es nach Einschätzung der Experten noch lange dauern.
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Video Verzweifelte Suche nach EHEC-Erreger
Audio Ein EHEC-Erkrankter berichtet
> EHEC-Erreger schadet Gemüsebauern
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  Nachrichten
Aktuelle Meldungen
Forscher entziffern gefährlichen EHEC-Erreger
Wissenschaftler aus Deutschland und China haben das Erbgut des so genannten EHEC-Erregers identifiziert. Die Forscher hätten bei der Analyse des teilweise lebensbedrohlichen Darmbakteriums unterschiedliche und bislang unbekannte Bestandteile gefunden, teilte das Uni-Klinikum in Hamburg-Eppendorf mit. Die Untersuchungen seien gemeinsam mit dem Genomic Institute in Peking durchgeführt worden. Die neuen EHEC-Keime hafteten besonders lange im Darm und wiesen zudem eine besondere Widerstandsfähigkeit gegen Antibiotika auf, hieß es weiter. Die Zahl der Todesopfer in Deutschland ist inzwischen auf 17 gestiegen, die Zahl der Infektionen und Verdachtsfälle auf rund 2000. Russland verhängte unterdessen ein Importverbot für Gemüse aus der gesamten Europäischen Union. Die EU kritisierte das Vorgehen der Regierung in Moskau als unverhältnismäßig.
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Erneut ein Bundeswehr-Soldat in Afghanistan gefallen
In Afghanistan ist erneut ein deutscher Soldat bei einem Anschlag im Norden des Landes getötet worden. Nach Angaben des Einsatzführungskommandos in Potsdam wurden fünf weitere Soldaten verletzt, zwei von ihnen schwer. Das Attentat habe sich knapp 40 Kilometer südlich von Kundus ereignet, wo die Bundeswehr ein Feldlager unterhält, heißt es. Demnach ist ein Sprengsatz unter einem Schützenpanzer explodiert. - Erst vor wenigen Tagen waren im Norden des Landes zwei deutsche Soldaten bei einem Angriff radikal-islamischer Taliban getötet worden. Damit sind beim Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan bisher 52 deutsche Soldaten ums Leben gekommen, 34 von ihnen bei Gefechten oder Anschlägen.
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Trichet wirbt für europäisches Finanzministerium
Der Präsident der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet, hat die Gründung eines gemeinsamen europäischen Finanzministeriums angeregt, um so die Währungsunion vor neuen Schuldenkrisen zu bewahren. Trichet, der seine Idee in Aachen bei der Auszeichnung mit dem Internationalen Karlspreis vorstellte, sprach von einer "Langfristperspektive". In Schwierigkeiten geratenen Ländern will der EZB-Chef dabei einen Teil ihrer Souveränität entziehen und auf europäische Institutionen übertragen. Der Karlspreis wurde dem 68-jährigen Franzosen für seine Verdienste um die Euro-Währungsunion und den europäischen Binnenmarkt verliehen. Der Präsident der EU-Kommission, José Manuel Barroso, würdigte Trichet in seiner Laudatio als Hüter von Preisstabilität und Euro-Glaubwürdigkeit.
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Griechische Proteste werden gewalttätig - Kreditwürdigkeit auf Ramschstatus
Die seit mehr als einer Woche andauernden Proteste gegen die griechische Sparpolitik schlagen in Gewalt um. Auf der Insel Korfu bewarfen aufgebrachte Bürger mehrere Parlamentarier mit Steinen. Die Polizei musste die Angegriffenen mit Hilfe der Küstenwache in Sicherheit bringen. Am Vorabend hatten Demonstranten in Athen Abgeordnete bespuckt und beschimpft, als sie das Parlamentsgebäude verließen. An diesem Donnerstagabend wollen abermals zehntausende Menschen in der griechischen Hauptstadt auf die Straßen gehen, um gegen Korruption und Sparmaßnahmen zu protestieren. Inoffiziellen Meldungen zufolge will die griechische Regierung ihre Spar- und Privatisierungsanstrengungen deutlich verstärken, um sich weitere Hilfezahlungen von IWF und den Euro-Partnern zu sichern. Angesichts der immensen Schuldenlast hatte die Ratingagentur Moody's die Kreditwürdigkeit für das von der Pleite bedrohte Land tief in die Kategorie "Ramschstatus" gesenkt.
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Flüchtlingsboot sinkt im Mittelmeer - über 200 Vermisste
Im Mittelmeer vor der tunesischen Küste ist ein Flüchtlingsboot aus Libyen gekentert. Mehr als 200 Menschen seien noch vermisst, heißt es in übereinstimmenden Berichten französischer und tunesischer Medien. Fast 600 Flüchtlinge seien dagegen aus Seenot gerettet worden. Das Boot wollte ursprünglich auf die italienische Insel Lampedusa, war allerdings bei schlechtem Wetter vor den tunesischen Kerkennah-Inseln auf Grund gelaufen. Küstenwache und Armee brachten die Geretteten zum Flüchtlingslager Choucha an der tunesisch-libyschen Grenze. Seit Jahresbeginn sind bereits fast 40.000 Flüchtlinge aus Nordafrika in Italien eingetroffen, die meisten von ihnen auf Lampedusa. Nach Angaben der Vereinten Nationen kamen seit Beginn des Libyen-Krieges etwa 1200 Flüchtlinge bei dem Versuch ums Leben, das Mittelmeer zu überqueren.
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Schwere Kämpfe an afghanisch-pakistanischer Grenze
Bei heftigen Kämpfen in der Grenzregion zwischen Pakistan und Afghanistan sind nach Angaben der örtlichen Polizei mehr als 80 Menschen getötet worden. Unter ihnen seien auch mindestens 27 pakistanische Sicherheitskräfte. Wie die Behörden weiter mitteilten, hatten mehrere hundert afghanische Aufständische und Mitglieder der radikal-islamischen Taliban die Grenze überschritten und die Stadt Shaltalo im Distrikt Upper Dir angegriffen. Wie in den angrenzenden Stammesgebieten sind auch dort viele Kämpfer des Terrornetzwerkes Al-Kaida sowie der radikal-islamischen Taliban aktiv. Die Extremisten hatten nach dem Tod von Al-Kaida-Chef Osama bin Laden Vergeltung angekündigt.
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Merkel mahnt Menschenrechte in Birma an
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Regierung in Birma aufgefordert, die Menschenrechte zu respektieren. Die neue Führung des Landes habe bislang nicht unter Beweis gestellt, dass es ihr ernst damit sei, den Weg zur Demokratie einzuschlagen, sagte sie in einer Rede am Institute of Southeast Asian Studies in Singapur, der letzten Station ihrer Asienreise. Merkel appellierte an die Länder des südostasiatischen Staatenbundes  -ASEAN- , zu dem auch Birma gehört, das Thema mit der Führung in Rangun direkt anzusprechen. Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch werden in den Gefängnissen des südasiatischen Landes noch immer rund 2.000 politische Häftlinge festgehalten.
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Berzins neuer Staatspräsident in Lettland
Das Parlament in Lettland hat den ehemaligen Bank-Chef Andris Berzins zum neuen Staatspräsidenten gewählt. Berzins, der zunächst als Außenseiter gegolten hatte, schlug im zweiten Wahlgang in Riga den bisherigen Präsidenten Valdis Zatlers mit 53 gegen 41 Stimmen. Dieser hatte erst vor wenigen Tagen die vorzeitige Auflösung des Parlamentes eingeleitet. Endgültig entschieden wird darüber bei einem Volksentscheid am 23. Juli. Zatlers begründete seinen spektakulären Schritt sieben Monate nach der letzten Wahl mit dem mangelndem Einsatz der Abgeordneten bei der Korruptionsbekämpfung.
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Wulff und Käßmann beim Evangelischen Kirchentag
Die Diskussion über aktuelle politische und gesellschaftliche Fragen steht beim evangelischen Kirchentag in Dresden im Zentrum der Gesprächsrunden. Bundespräsident Christian Wulff rief bei einer Veranstaltung zum Thema Integration alle Christen dazu auf, offen gegenüber anderen Religionen zu sein.  Die frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche, Margot Käßmann, kritisierte den Militäreinsatz der internationalen Gemeinschaft in Libyen. Auf diese Weise könne kein Frieden geschaffen werden, sagte sie. Zugleich prangerte Käßmann den Waffenhandel deutscher Firmen an. Die Kirchen dürften zu den weiter ansteigenden deutschen Rüstungsexporten nicht schweigen. Bis Sonntag stehen etwa 2.000 Veranstaltungen auf dem Programm des Kirchentages, zu dem 120.000 Teilnehmer angemeldet sind.
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Montgomery neuer Präsident der Bundesärztekammer
Der Hamburger Radiologe Frank Ulrich Montgomery ist neuer Präsident der Bundesärztekammer. Der Deutsche Ärztetag in Kiel wählte den 59-Jährigen zum Nachfolger von Jörg-Dietrich Hoppe, der sich nach zwölf Jahren an der Spitze nicht wieder zur Wahl stellte. Montgomery kündigte an, er werde sich für bessere Arbeitsbedingungen und bessere Bezahlung der Ärzte einsetzen. Die Bundesärztekammer ist die Spitzenorganisation der ärztlichen Selbstverwaltung und vertritt die berufspolitischen Interessen der mehr als 400.000 Mediziner in Deutschland.
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Türkei: Russische Touristen sterben an Gift-Alkohol
In der Türkei hat nach dem Tod dreier russischer Touristinnen durch gepanschten Alkohol der zuständige Minister Ertugrul Günay verschärfte Kontrollen angekündigt. Die Polizei nahm den Besitzer eines Auflugsbootes und mehrere seiner Mitarbeiter fest. Die jungen Frauen starben, nachdem sie vor der Küste von Bodrum eine Tour unternommen hatten. Zwei Menschen lägen in noch kritischem Zustand in einem Moskauer Krankenhaus, verlautete aus Russland. Nach türkischen Medienberichten wurden rund 12.000 Flaschen gepanschten Alkohols aus Nordzypern in mehrere Städte geliefert, unter diesen  Antalya, Mugla, Ankara und Mersin. Vor etwa zwei Jahren waren drei Schüler aus Lübeck in einem türkischen Hotel an hochgiftigem Methylalkohol gestorben.
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Dax schließt deutlich im Minus
ZUR BÖRSE: Der deutsche Aktienmarkt hat erneut im Minus geschlossen. Neben den zuletzt enttäuschenden US-Wirtschaftsdaten belastete auch die neuerliche Abstufung der Kreditwürdigkeit Griechenlands den Markt. Der Leitindex Dax gab an der Börse in Frankfurt am Main um zwei Prozent nach und schloss mit 7074 Punkten.
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Das Wetter in Deutschland: Meist sonnig
DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vielerorts sonnig, nur südlich der Donau teils stärker bewölkt und zu den Alpen hin etwas Regen möglich. Höchstwerte 17 bis 25 Grad.
Die weiteren Aussichten: Am Freitag ein freundlicher Mix aus Sonne und Wolken mit weiter ansteigenden Temperaturen. Am Wochenende neben Sonnenschein auch teils kräftige Gewitter.
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