Roberto Abraham Scaruffi

Wednesday, 21 March 2012


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"Die Augenwischerei der Deutschen Bank"
Die Deutsche Bank kommt nicht aus den Negativschagzeilen raus. Glänzen will die Bank mit ihrem Nachhaltigkeitsbericht, in dem das Institut verkündet, sich bei Spekulationen mit Nahrungsmittel-Rohstoffen künftig zurückzuhalten. Die Verbraucherorganisation Foodwatch erkennt darin aber eine nur halbherzige Entscheidung. Denn die Deutsche Bank verzichte nur auf neue börsengehandelte Anlageprodukte - die bestehenden Produkte würden fortgeführt und verschärften weiterhin die Hungerkrise in der Welt, zitiert » News. Der » Report sei ein "Meisterwerk des Marketings, der Public Relations und der Augenwischerei", schimpft die » Financial Times Deutschland. So heiße es im Bericht, der Derivatemarkt sei weniger ein Problem, als viel mehr die Lösung, weil er helfe Preisschwankungen abzuschwächen und deshalb einen "wichtigen Beitrag zur allgemeinen Wohlfahrt leisten können". In den USA und Europa wird gegen die Bank wegen möglicher Manipulationen der Interbanken-Zinssätze ermittelt, meldet das » Handelsblatt. Es geht um mögliche illegale Absprachen des Libor- und des Euribor-Zinssatzes, an denen die Deutsche Bank beteiligt gewesen sein sollen. Das » Wall Street Journal widmet sich den erstmals von der Deutschen Bank präsentierten rechtlichen Risiken, die die Bank auf insgesamt drei Milliarden Euro taxiere. Nach Einschätzung einiger Analysten sei dies allerdings konservativ gerechnet worden. Da die Bank noch zehn bis 15 Milliarden Euro beschaffen müsse, um die künftigen Eigenkapitalauflagen zu erfüllen, könnten rechtliche Probleme diese Bemühungen schnell sprengen, zitiert das Blatt Analysten. In einem Kommentar widmet sich das » Wall Street Journal dem teuren Ausscheiden von Hugo Bänziger und Herrmann-Josef Lamberti aus dem Banken-Vorstand. Um Vorstände loszuwerden, seien zwar immer "große Kirschen" vonnöten. Das Duo erhalte aber so viel Geld, dass es für die Aktionäre beinahe günstiger wäre, die beiden blieben bei der Bank an Bord.

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NEWS
Geheimer Goldspeicher an der Themse
Die Deutsche Bank wandelt auf den Spuren von Dagobert Duck. In London will das Geldhaus einen eigenen Goldspeicher bauen und damit das lukrative Geschäft mit physischen Edelmetallen ausbauen, meldet das » Handelsblatt. Der Standort der Goldspeicher sei streng geheim, die Tresore müssten aus Sicherheitsgründen unterirdisch angelegt sein, und sie müssten innerhalb des Autobahnrings M25 liegen, um die Transportkosten zu minimieren. Bis zu 10.000 Tonnen Gold lagern in und um London, schätzt die Großbank HSBC.
Jagd auf reiche Chinesen
Nach Barclays, Macquarie, Royal Bank of Scotland und der Bank of East Asia kauft sich auch JP Morgan Chase bei einer chinesischen Treuhandgesellschaft ein. Die Investmentbank übernimmt laut » Wall Street Journal 19,9 Prozent der Bridge Trust. Zum Portfolio der chinesischen Treuhänder gehöre die Vermögensverwaltung, Private Equity bis hin zu Wertpapieranlagen. In einem weiteren Artikel erklärt das » Wall Street Journal , dass große Wall Street-Banken wie Goldman Sachs im Gegenzug ihre Beteiligungen an chinesischen Banken zuletzt heruntergefahren hätten - die offenbar zu volatil gewesen wären. Treuhandgesellschaften seien eine gute Alternative, weil sie weniger stark reguliert würden.
Streit um Eigenkapitalregeln
Zusätzlich zum geforderten Eigenkapital soll ein Risikopuffer eingeführt werden. Das hat Großbritannien mithilfe einiger mittel- und osteuropäischer Staaten durchgesetzt - die Briten wollen ihre Banken unbedingt mit mehr Kernkapital ausstatten als auf dem europäischen Festland vorgeschrieben. EU-Kommissiar Michael Barnier will das nicht hinnehmen, berichtet das » Handelsblatt.
Stresstests bestanden
In Europa und den USA haben die Finanzaufseher unterschiedliche Stresstests für die Banken aufgelegt. Analysten von Barclays haben nach einem Bericht der » New York Times das US-Szenario bei 14 europäischen Instituten, darunter die Deutsche Bank und HSBC, durchgespielt. Ergebnis: Alle Banken hätten den Test bestanden.
Jobabbau light?
Die größte US-Investmentbank Goldman Sachs streicht weiter Arbeitsplätze im Handelsgeschäft und im Investmentbanking zusammen. Der erneute Stellenabbau werde jedoch weniger dramatisch ausfallen als im vergangenen Jahr, sagten drei mit dem Vorgang vertraute Personen laut » Handelsblatt.
Shortcuts aus der Finanzbranche
Der Nettogewinn der US-Notenbank ist im vergangenen Jahr leicht gesunken, lag aber deutlich über dem Niveau vor der Finanzkrise. » WSJ D Die BayernLB-Tochter GBW hat 2011 ihren Gewinn um rund zehn Prozent gesteigert. » HB Mehreren geschlossenen Fonds für US-Lebensversicherungspolicen des Emissionshauses Berlin Atlantic Capital geht das Geld aus. » FTD Talanx, Nummer drei unter den deutschen Versicherern, hat die Citigroup und JP Morgan als Begleiter für den geplanten Börsengang engagiert. » HB Der Verband der Auslandsbanken in Deutschland hat die Kritik von Verbraucherschutzministerministerin Ilse Aigner an den Beipackzetteln der Banken relativiert. » BZ Die Verbraucherzentrale Hamburg will mit einem Grundsatzverfahren klären lassen, ob Lebensversicherer ihre Kunden angemessen an den sogenannten stillen Reserven beteiligen. » FTD Die Liechtensteiner LGT hat im vergangenen Jahr einen deutlichen Gewinnrückgang schultern müssen, vor allem wegen des Rückzugs vom Private Banking in Deutschland. » NZZ Die Deutsche Krankenversicherung will den Tarifwechsel erleichtern und Kunden künftig im Internet ihre Optionen erklären. » FTD Die italienische Generali verzeichnet für 2011 einen Gewinneinbruch und führt dies auf das eigene Engagement in Griechenland zurück. » FT
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FEEDBACK - meistgeklickter Link der vorherigen Ausgabe
Wie man Schwarzgeld nicht verstecken sollte
Die deutschen Zollfahnder zogen im vergangenen Jahr zwei Tonnen mehr Rauschgift aus dem Verkehr gegenüber 2010. Und entdeckten sehr viel Schwarzgeld. Die » Financial Times Deutschland zeigt, wo man bei der Ausreise Schwarzgeld nicht verstecken sollte: In der Zigarettenschachtel, im Schokohasen ...
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HEUTE IM HANDELSBLATT
Titel: Die Russland-Connection der EnBW
Politik: "Amerika muss sparen"
Unternehmen: Metro-Chef greift durch
Finanzen: Weniger Wetten auf Rohstoffe
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MENSCHEN UND MEINUNGEN
Finanzminister gibt sich nicht geschlagen
Wolfgang Schäuble ist zwar mit seinen Plänen zu einer umfassenden Finanztransaktionssteuer gescheitert, dringt aber auf eine Regulierung des Hochfrequenzhandels an den Finanzmärkten, meldet das » Handelsblatt. Die » Börsen-Zeitung zitiert aus einer Rede von Bundesbankpräsident Jens Weidmann, der die Politik davor gewarnt habe, vor dem Hintergrund der Finanzkrise und der Euro-Schuldenkrise ihr Heil jetzt allein in der Regulierung zu suchen. Tenor: Ja, der Markt habe zu spät auf die jüngsten Verwerfungen reagiert. Aber: Die Wirtschaftspolitik habe noch viel schwächer agiert.
Ex-Siemens-Vorstand rehabilitiert
Heinz-Joachim Neubürger, Ex-Siemens-Finanz-Vorstand, soll in den Aufsichtsrat der Deutschen Börse einziehen, meldet die {L href= http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/:nach-korruptionsaffaere-deutsche-boerse-rehabilitiert-ex-siemens-vorstand/70010990.html descr=Financial Times Deutschland.} Der 59-jährige Neubürger war bis 2006 bei Siemens und schied aus, kurz bevor die Korruptionsaffäre aufflog. Die Staatsanwaltschaft stellte ihre Ermittlungen gegen Neubürger gegen Spenden von insgesamt 400.000 Euro an gemeinnützige Organisationen ein.
Tritt auf die Euphoriebremse
Jan Hatzius, Chefvolkswirt von Goldman Sachs, hält Hoffnungen für ein starkes Wachstum in den USA für überzogen. Man könne aus der zuletzt positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt nicht auf starkes Wachstum schließen, so Hatzius im » Handelsblatt. Für 2013 rechnet Hatzius zudem mit Gegenwind für die Konjunktur aus Washington, weil die Politik nach der Wahl kürzer treten muss: "Amerika muss sparen".
Razzia beim Nationalrat
Christoph Blocher, SVP-Nationalrat in der Schweiz, wird in der Affäre um Ex-SNB-Präsident Philipp Hildebrand von der Staatsanwaltschaft unter die Lupe genommen. Diese eröffnete ein Strafverfahren wegen des Verdachts auf Verletzung des Bankgeheimnisses, meldet » Cash. Kernfrage: Hat sich der Nationalrat an der Weitergabe von geheimen Bankdaten durch einen IT-Mitarbeiter der Bank Sarasin strafrechtlich relevant beteiligt?
Jain steckt zurück
Josef Ackermann, scheidender Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank, erhält noch bis 2015 Millionen-Zahlungen vom Branchenprimus. Der neue Bankenlenker Anshu Jain bekomme hingegen die Krise zu spüren, schreibt die » Financial Times Deutschland - er habe 2011 erstmals seit Jahren weniger als Ackermann verdient. Das gerichtliche Nachspiel zu Ackermanns Geburtstagsfeier im Kanzleramt vor vier Jahren ist entschieden. Die Regierung muss die Gästeliste und die Bewirtungsrechnung offenlegen » (HB).
Marktmanipulierer verurteilt
Markus Straub, Ex-Aktionärsvertreter, ist im Prozess um Aktienkursmanipulationen vom Landgericht München zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und drei Monaten verurteilt worden. Straub und ein mitangeklagter Herausgeber von Börsenbriefen hätten sich mit der Staatsanwaltschaft verständigt und ein Geständnis abgelegt, beruft sich die » Zeit auf die Münchner Justiz. Straub soll zusammen mit dem mitangeklagten Tobias Bosler Aktienkurse von Unternehmen durch gezielt gestreute Informationen beeinflusst haben, um selbst damit Geld zu verdienen. Für Anleger bleibe nach dem Urteil nur die Erkenntnis, dass ihnen am Ende wohl kaum ein Richter ihr Geld zurückbringe, schreibt die » Wirtschaftswoche. Der » Spiegel wundert sich, dass einer der wichtigsten Anklagepunkte - angebliche Zockereien rund um den Börsengang des Biotech-Unternehmens Nascacell 2006 - komplett fallengelassen worden seien.
Auf ins Sanierungs-Gefecht
Alessandro Profumo, Ex-Chef der italienischen Bank-Austria-Mutter Unicredit, ist wie erwartet zum neuen Präsidenten der toskanischen Bank Monte dei Paschi di Siena (MPS) gewählt worden. Der 55-Jährige muss jetzt die Sanierung der verschuldeten Bank - die älteste Bank der Welt - in Angriff nehmen. Profumo soll außerdem in den Aufsichtsrat der russischen Sberbank gewählt werden, meldet das » Wirtschaftsblatt.
ZUGABE - worüber die Finanzwelt schmunzelt
Kohle gegen Dienstleistung
Wofür den Euro retten, wenn's doch "Kohle" gibt? Die » Süddeutsche Zeitung zeigt, wie Bürger der Ruhrgebietsstadt Oberhausen seit dem Wochenende mit 1-, 5- und 10-Kohle-Scheinen bezahlen können. Auf den Scheinen sei der 2010 verstorbene Christoph Schlingensief zu sehen. Hinter der Aktion stehe das Theater Oberhausen, das mit der "Kohle" ein neues Bewusstsein für Geld schaffen wolle. Dabei gelte das Prinzip Dienstleistung gegen Kohle: Wer die Scheine haben möchte, müsse dafür eine Tätigkeit anbieten, beispielsweise dem Nachbarn den Keller aufräumen.