 |
 |
 |
 |
"Die Augenwischerei der Deutschen
Bank"
Die Deutsche Bank kommt nicht aus
den Negativschagzeilen raus. Glänzen will die Bank mit ihrem
Nachhaltigkeitsbericht, in dem das Institut verkündet, sich bei Spekulationen
mit Nahrungsmittel-Rohstoffen künftig zurückzuhalten. Die
Verbraucherorganisation Foodwatch erkennt darin aber eine nur halbherzige
Entscheidung. Denn die Deutsche Bank verzichte nur auf neue börsengehandelte
Anlageprodukte - die bestehenden Produkte würden fortgeführt und verschärften
weiterhin die Hungerkrise in der Welt, zitiert » News. Der » Report sei ein "Meisterwerk des Marketings, der Public Relations und
der Augenwischerei", schimpft die » Financial Times
Deutschland. So heiße es im Bericht, der Derivatemarkt sei weniger ein
Problem, als viel mehr die Lösung, weil er helfe Preisschwankungen abzuschwächen
und deshalb einen "wichtigen Beitrag zur allgemeinen Wohlfahrt leisten können".
In den USA und Europa wird gegen die Bank wegen möglicher Manipulationen der
Interbanken-Zinssätze ermittelt, meldet das » Handelsblatt. Es geht um mögliche illegale Absprachen des Libor- und des
Euribor-Zinssatzes, an denen die Deutsche Bank beteiligt gewesen sein sollen.
Das » Wall Street Journal widmet sich den erstmals von der Deutschen Bank präsentierten
rechtlichen Risiken, die die Bank auf insgesamt drei Milliarden Euro taxiere.
Nach Einschätzung einiger Analysten sei dies allerdings konservativ gerechnet
worden. Da die Bank noch zehn bis 15 Milliarden Euro beschaffen müsse, um die
künftigen Eigenkapitalauflagen zu erfüllen, könnten rechtliche Probleme diese
Bemühungen schnell sprengen, zitiert das Blatt Analysten. In einem Kommentar
widmet sich das » Wall Street Journal dem teuren Ausscheiden von Hugo Bänziger und
Herrmann-Josef Lamberti aus dem Banken-Vorstand. Um Vorstände
loszuwerden, seien zwar immer "große Kirschen" vonnöten. Das Duo erhalte aber so
viel Geld, dass es für die Aktionäre beinahe günstiger wäre, die beiden blieben
bei der Bank an Bord.
 |
|
 |
 |
 |
 |
 |
Geheimer Goldspeicher an der
Themse
Die Deutsche
Bank wandelt auf den Spuren von Dagobert Duck. In London will das
Geldhaus einen eigenen Goldspeicher bauen und damit das lukrative Geschäft mit
physischen Edelmetallen ausbauen, meldet das » Handelsblatt. Der Standort der Goldspeicher sei streng geheim, die Tresore
müssten aus Sicherheitsgründen unterirdisch angelegt sein, und sie müssten
innerhalb des Autobahnrings M25 liegen, um die Transportkosten zu minimieren.
Bis zu 10.000 Tonnen Gold lagern in und um London, schätzt die Großbank
HSBC.
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
Jagd auf reiche Chinesen
Nach Barclays,
Macquarie, Royal Bank of Scotland und der Bank of East Asia
kauft sich auch JP Morgan Chase bei einer chinesischen
Treuhandgesellschaft ein. Die Investmentbank übernimmt laut » Wall Street Journal 19,9 Prozent der Bridge Trust. Zum Portfolio der
chinesischen Treuhänder gehöre die Vermögensverwaltung, Private Equity bis hin
zu Wertpapieranlagen. In einem weiteren Artikel erklärt das » Wall Street Journal , dass große Wall Street-Banken wie Goldman Sachs im
Gegenzug ihre Beteiligungen an chinesischen Banken zuletzt heruntergefahren
hätten - die offenbar zu volatil gewesen wären. Treuhandgesellschaften seien
eine gute Alternative, weil sie weniger stark reguliert würden.
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
Streit um
Eigenkapitalregeln
Zusätzlich zum
geforderten Eigenkapital soll ein Risikopuffer eingeführt werden. Das hat
Großbritannien mithilfe einiger mittel- und osteuropäischer Staaten durchgesetzt
- die Briten wollen ihre Banken unbedingt mit mehr Kernkapital ausstatten als
auf dem europäischen Festland vorgeschrieben. EU-Kommissiar Michael
Barnier will das nicht hinnehmen, berichtet das » Handelsblatt.
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
Stresstests bestanden
In Europa und den USA
haben die Finanzaufseher unterschiedliche Stresstests für die Banken aufgelegt.
Analysten von Barclays haben nach einem Bericht der » New York Times das US-Szenario bei 14 europäischen Instituten, darunter die
Deutsche Bank und HSBC, durchgespielt. Ergebnis: Alle Banken
hätten den Test bestanden.
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
Jobabbau light?
Die größte
US-Investmentbank Goldman Sachs streicht weiter Arbeitsplätze im
Handelsgeschäft und im Investmentbanking zusammen. Der erneute Stellenabbau
werde jedoch weniger dramatisch ausfallen als im vergangenen Jahr, sagten drei
mit dem Vorgang vertraute Personen laut » Handelsblatt.
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
Shortcuts aus der
Finanzbranche
Der Nettogewinn der
US-Notenbank ist im vergangenen Jahr leicht gesunken, lag aber deutlich
über dem Niveau vor der Finanzkrise. » WSJ D Die BayernLB-Tochter GBW hat 2011 ihren Gewinn um
rund zehn Prozent gesteigert. » HB Mehreren geschlossenen Fonds für
US-Lebensversicherungspolicen des Emissionshauses Berlin Atlantic Capital
geht das Geld aus. » FTD Talanx, Nummer drei unter den deutschen
Versicherern, hat die Citigroup und JP Morgan als Begleiter für
den geplanten Börsengang engagiert. » HB Der Verband der Auslandsbanken in Deutschland hat die
Kritik von Verbraucherschutzministerministerin Ilse Aigner an den
Beipackzetteln der Banken relativiert. » BZ Die Verbraucherzentrale Hamburg will mit einem
Grundsatzverfahren klären lassen, ob Lebensversicherer ihre Kunden angemessen an
den sogenannten stillen Reserven beteiligen. » FTD Die Liechtensteiner LGT hat im vergangenen Jahr
einen deutlichen Gewinnrückgang schultern müssen, vor allem wegen des Rückzugs
vom Private Banking in Deutschland. » NZZ Die Deutsche Krankenversicherung will den
Tarifwechsel erleichtern und Kunden künftig im Internet ihre Optionen erklären.
» FTD Die italienische Generali verzeichnet für 2011
einen Gewinneinbruch und führt dies auf das eigene Engagement in Griechenland
zurück. » FT
|
|
 |
 |
 |
 |
| FEEDBACK - meistgeklickter Link der
vorherigen Ausgabe |
 |
Wie man Schwarzgeld nicht verstecken
sollte
Die deutschen
Zollfahnder zogen im vergangenen Jahr zwei Tonnen mehr Rauschgift aus dem
Verkehr gegenüber 2010. Und entdeckten sehr viel Schwarzgeld. Die » Financial Times
Deutschland zeigt, wo man bei der Ausreise Schwarzgeld nicht verstecken
sollte: In der Zigarettenschachtel, im Schokohasen ...
» Handelsblatt (kostenloses
Probeabo)
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
Finanzminister gibt sich nicht
geschlagen
Wolfgang
Schäuble ist zwar mit seinen Plänen zu einer umfassenden
Finanztransaktionssteuer gescheitert, dringt aber auf eine Regulierung des
Hochfrequenzhandels an den Finanzmärkten, meldet das » Handelsblatt. Die » Börsen-Zeitung zitiert aus einer Rede von Bundesbankpräsident Jens
Weidmann, der die Politik davor gewarnt habe, vor dem Hintergrund der
Finanzkrise und der Euro-Schuldenkrise ihr Heil jetzt allein in der Regulierung
zu suchen. Tenor: Ja, der Markt habe zu spät auf die jüngsten Verwerfungen
reagiert. Aber: Die Wirtschaftspolitik habe noch viel schwächer agiert.
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
Ex-Siemens-Vorstand
rehabilitiert
Heinz-Joachim
Neubürger, Ex-Siemens-Finanz-Vorstand, soll in den Aufsichtsrat der
Deutschen Börse einziehen, meldet die {L href=
http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/:nach-korruptionsaffaere-deutsche-boerse-rehabilitiert-ex-siemens-vorstand/70010990.html
descr=Financial Times Deutschland.} Der 59-jährige Neubürger war bis 2006 bei
Siemens und schied aus, kurz bevor die Korruptionsaffäre aufflog. Die
Staatsanwaltschaft stellte ihre Ermittlungen gegen Neubürger gegen Spenden von
insgesamt 400.000 Euro an gemeinnützige Organisationen ein.
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
Tritt auf die
Euphoriebremse
Jan Hatzius,
Chefvolkswirt von Goldman Sachs, hält Hoffnungen für ein starkes Wachstum
in den USA für überzogen. Man könne aus der zuletzt positiven Entwicklung am
Arbeitsmarkt nicht auf starkes Wachstum schließen, so Hatzius im » Handelsblatt. Für 2013 rechnet Hatzius zudem mit Gegenwind für die Konjunktur
aus Washington, weil die Politik nach der Wahl kürzer treten muss: "Amerika muss
sparen".
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
Razzia beim Nationalrat
Christoph
Blocher, SVP-Nationalrat in der Schweiz, wird in der Affäre um
Ex-SNB-Präsident Philipp Hildebrand von der Staatsanwaltschaft unter die
Lupe genommen. Diese eröffnete ein Strafverfahren wegen des Verdachts auf
Verletzung des Bankgeheimnisses, meldet » Cash. Kernfrage: Hat sich der Nationalrat an der Weitergabe von
geheimen Bankdaten durch einen IT-Mitarbeiter der Bank Sarasin
strafrechtlich relevant beteiligt?
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
Jain steckt zurück
Josef
Ackermann, scheidender Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank, erhält noch
bis 2015 Millionen-Zahlungen vom Branchenprimus. Der neue Bankenlenker Anshu
Jain bekomme hingegen die Krise zu spüren, schreibt die » Financial Times
Deutschland - er habe 2011 erstmals seit Jahren weniger als Ackermann
verdient. Das gerichtliche Nachspiel zu Ackermanns Geburtstagsfeier im
Kanzleramt vor vier Jahren ist entschieden. Die Regierung muss die Gästeliste
und die Bewirtungsrechnung offenlegen » (HB).
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
Marktmanipulierer
verurteilt
Markus Straub,
Ex-Aktionärsvertreter, ist im Prozess um Aktienkursmanipulationen vom
Landgericht München zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und drei Monaten
verurteilt worden. Straub und ein mitangeklagter Herausgeber von Börsenbriefen
hätten sich mit der Staatsanwaltschaft verständigt und ein Geständnis abgelegt,
beruft sich die » Zeit auf die Münchner Justiz. Straub soll zusammen mit dem
mitangeklagten Tobias Bosler Aktienkurse von Unternehmen durch gezielt
gestreute Informationen beeinflusst haben, um selbst damit Geld zu verdienen.
Für Anleger bleibe nach dem Urteil nur die Erkenntnis, dass ihnen am Ende wohl
kaum ein Richter ihr Geld zurückbringe, schreibt die » Wirtschaftswoche. Der » Spiegel wundert sich, dass einer der wichtigsten Anklagepunkte -
angebliche Zockereien rund um den Börsengang des Biotech-Unternehmens
Nascacell 2006 - komplett fallengelassen worden seien.
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
Auf ins
Sanierungs-Gefecht
Alessandro
Profumo, Ex-Chef der italienischen Bank-Austria-Mutter
Unicredit, ist wie erwartet zum neuen Präsidenten der toskanischen Bank
Monte dei Paschi di Siena (MPS) gewählt worden. Der 55-Jährige muss jetzt
die Sanierung der verschuldeten Bank - die älteste Bank der Welt - in Angriff
nehmen. Profumo soll außerdem in den Aufsichtsrat der russischen Sberbank
gewählt werden, meldet das » Wirtschaftsblatt.
|
|
 |
 |
 |
 |
| ZUGABE - worüber die Finanzwelt
schmunzelt |
 |
Kohle gegen
Dienstleistung
Wofür den Euro retten,
wenn's doch "Kohle" gibt? Die » Süddeutsche Zeitung zeigt, wie Bürger der Ruhrgebietsstadt Oberhausen seit dem
Wochenende mit 1-, 5- und 10-Kohle-Scheinen bezahlen können. Auf den Scheinen
sei der 2010 verstorbene Christoph Schlingensief zu sehen. Hinter der
Aktion stehe das Theater Oberhausen, das mit der "Kohle" ein neues Bewusstsein
für Geld schaffen wolle. Dabei gelte das Prinzip Dienstleistung gegen Kohle: Wer
die Scheine haben möchte, müsse dafür eine Tätigkeit anbieten, beispielsweise
dem Nachbarn den Keller aufräumen. |
|
|