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Weidmanns Wut und Draghis
Unheil
Der Bundesbankpräsident Jens
Weidmann (Foto links) hat mit seinem Appell, die Forderungen zwischen den
Notenbanken besser absichern zu lassen, eine kontroverse Debatte ausgelöst. Im
EZB-Schattenrat habe Weidmann mit seinem Vorstoß viel Kritik geerntet,
berichtet das » Handelsblatt. Der » Spiegel hat sich in der EZB-Spitze selbst umgehört, die Weidmanns
Einwand als "verheerendes Signal" werte. Denn die Bundesbank räume erstmals ein,
dass sie "ein Auseinanderbrechen der Euro-Zone nicht ausschließt". Das » Handelsblatt selbst nimmt Weidmann in Schutz. Dass EZB-Chef Mario
Draghi (rechts) mit drei Geldkanonen die Euro-Krise bekämpfe, zeige nur,
dass die Euro-Retter aus der Notenbank jedes Maß verloren hätten. Auch
Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn gibt Weidmann Rückendeckung. "Er hat einen
verantwortlichen Standpunkt eingenommen, und ich hoffe sehr, dass die Politiker
es nun auch tun", zitiert die » Süddeutsche Zeitung Sinn. Der angebliche Streit zwischen Weidmann und Mario Draghi
ist nach Einschätzung der » Financial Times
Deutschland nur ein Scheinmanöver, das Weidmanns geschwächte Position bei
der alten Garde in Frankfurt verbessern solle. Dagegen meint das » Wall Street Journal , die Auseinandersetzung schwäche die EZB im Kampf gegen die
Krise. Die EZB habe keine andere Wahl, als die Märkte mit billigem Geld zu
fluten, versichert das » Wirtschaftsblatt. "Wer einen Brand löschen muss, philosophiert besser nicht über
Verschwendung von Trinkwasser." » Forbes schlägt Fed-Chef Ben Bernanke und Draghi als
Nobelpreisträger vor, weil die Zentralbanker eine weitere Kernschmelze
verhindert hätten.
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