 |
 |
 |
 |
Angela allein zu
Haus
Der Druck auf Deutschland, in der
Euro-Krise einen neuen Kurs einzuschlagen, wächst. Frankreichs neuer
Präsident François Hollande will bei einem informellen EU-Gipfel am
Mittwoch auf Konfrontationskurs zur Kanzlerin Angela Merkel gehen und
sich für Euro-Bonds einsetzen. Im » Spiegel wiederholt Nobelpreisträger Paul Krugman seine Kritik an
der Sparpolitik der Bundesregierung: "Mindestens seit zwei Jahren ist klar, dass
dieses Rezept nicht funktioniert, und trotzdem wird es immer weiter als
Erfolgsmodell gepredigt." Berlin müsse der EZB signalisieren, dass drei
bis vier Prozent Inflation kein Problem wären, und dürfe selbst nicht dem
"Sparwahn" verfallen. Ebenfalls im » Spiegel fordert der britische Vizepremier Nick Clegg Deutschland
auf, dauerhaft mehr Geld für notleidende EU-Partner aufzuwenden. "Eine
Einheitswährung kann nicht funktionieren ohne Transferzahlungen". Direkte
Überweisungen an andere Regierungen oder gemeinsame Anleihen in Form von
Euro-Bonds seien "unvermeidlich". Alexander Graf Lambsdorff,
FDP-Europaabgeordneter, warnt vor einer Isolation Deutschlands in Europa.
"Außerhalb Deutschlands herrscht der Konsens, dass Austerität allein nicht
ausreicht", erklärt Lambsdorff der » Wirtschaftswoche Der Regierungswechsel in Frankreich unter dem neuen
Staatspräsidenten habe die Situation verschärft Jürgen Stark,
Ex-Chefvolkswirt der EZB, stellt dem europäischen Krisenmanagement in der » Welt ein schlechtes Zeugnis aus. Die Weichen seien schon im
Frühjahr 2010 falsch gestellt worden, als ein IWF-EU-Programm mit
Griechenland vereinbart wurde und die EZB begonnen habe, Staatsanleihen zu
kaufen. "Seither hat jeder weitere Schritt zu einer nur noch teureren Lösung
geführt."
 |
|
 |
 |
 |
 |
 |
Was kommt nach einem
Grexit?
Die führenden
Industriestaaten haben auf dem G8-Gipfel ein klares Signal gegen einen
Ausschluss Griechenlands aus der Euro-Zone gesetzt. Voraussetzung sei aber, dass
Athen das beschlossene Memorandum umgesetzt werde (» Handelsblatt ). Hinter den Kulissen herrscht dagegen ein anderes Bild, zeigt
der » Spiegel Dort werde den Griechen bereits unverblümt mit dem Rausschmiss
gedroht. Davon rät allerdings Ex-EZB-Chef Jean-Claude Trichet ab. In
einem Interview mit » Profil erklärt Trichet, dies wäre "die schlechteste Option", die zur
"schlimmsten Krise seit dem Ersten Weltkrieg" führen könnte. Keine Zeit mehr für
Warnungen, meint dagegen Economiesuisse-Präsident Gerold Bührer in
der » Neuen Zürcher Zeitung "Wenn kein Wunder mehr passiert, befürchte ich, dass sich der
Austritt nicht mehr vermeiden lässt." Nach einer Meldung der » Börsen-Zeitung bereitet sich der weltgrößte private Gelddrucker De La
Rue laut Finanzkreisen bereits darauf vor, wieder die Drachme herzustellen.
Dass Griechenland in der Euro-Zone bleibe, sei nicht mehr als eine vage
Hoffnung, kommentiert die » Financial Times
Deutschland "Nötig wäre daher ein starkes Signal an die Investoren, dass
sie nicht um den Bestand der Währungsunion fürchten müssen." In der » Frankfurter Allgemeinen
Sonntagszeitung spricht sich Bundesbank-Präsident Jens Weidmann
gegen höhere Hilfen für Hellas aus.
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
Harte Landung in der
Börsenrealität
Die Euphorie rund um
den Facebook-Börsengang ist nach dem ersten Handelstag in Ernüchterung
umgeschlagen. Das Kursfeuerwerk blieb aus und die US-Börsenaufsicht ermittelt
nun wegen der Pannen beim Börsenstart (» Handelsblatt ). Laut » Handelsblatt und » Wall Street Journal hat die Technologie-Börse Nasdaq Fehler zugegeben. CEO
Robert Greifeld sagte demnach, dass es beim Börsengang Probleme mit
Bestellungsbestätigungen gegeben habe. "Es wird immer klarer, dass Mark
Zuckerberg mit schon bewundernswerter Energie und Überzeugungskraft Wall Street
Banken und Großinvestoren dazu überredet hat, ihr letztes Hemd zu geben und
ihren Maßanzug mit einem Hoodie zu tauschen", kommentiert das » Handelsblatt Facebook drohe das Vertrauen der Investoren zu verlieren, das
den Börsengang erst in diese Dimensionen katapultiert habe, meint die » New York Times Für » Marketwatch war der IPO trotz des fehlenden Kursfeuerwerks "perfekt".
Mark Zuckerberg habe den maximalen Wert extrahiert, den die Börse aktuell
Facebook zuschreibe.
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
JP Morgan Chase: Verluste immer
höher
Die
Spekulationsverluste bei der US-Großbank JP Morgan Chase könnten laut
» Wall Street Journal auf fünf Milliarden Dollar steigen. Diese Zahl sei dem
Banken-Chef Jamie Dimon am 30. April als möglicher Maximalverlust aus
fehlgeschlagenen Wetten auf den Kreditmarkt genannt worden. Dies wäre deutlich
mehr als Dimon zuletzt eingeräumt hatte. Auf der politischen Karte könnten sich
jetzt neue Schachzüge ergeben, berichtet die » Financial Times
Deutschland Unter den Republikanern bröckele der Widerstand gegen die
Finanzmarktreform (Dodd-Frank Act, s. auch "Menschen und Meinungen").
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
Ein Fall für die
Notaufnahme
Privatpatienten waren
einmal etwas Besonderes. Doch im Laufe der Jahrzehnte wurden die Kunden der
privaten Krankenversicherer zum Versuchsobjekt der Politik und zum Zahlmeister
der Versicherer. Eine Bestandsaufnahme durch das » Handelsblatt
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
Shortcuts aus der
Finanzbranche
Der niederländische
Finanzkonzern ING treibt den Verkauf seines milliardenschweren
Lebensversicherungsgeschäfts in Asien voran » HB Versicherer wagen sich immer stärker in ein klassisches
Geschäftsfeld der Banken vor: die Kreditvergabe an mittelständische Unternehmen
» Börsen-Zeitung Bei den "Blockupy"-Protesten in Frankfurt am Main sind am
Samstag Tausende Kapitalismusgegner auf die Straße gegangen » WSJ D Die Verstaatlichung und Reprivatisierung der Skandalbank
Northern Rock kostet den britischen Steuerzahler umgerechnet rund 2,45
Milliarden Euro » FTD Großbritannien erhofft sich aus der Schweizer
Abgeltungssteuer einmalig vier bis sieben Milliarden Pfund » NZZ Gesundheitsminister Daniel Bahr will
Prämienausschüttungen finanziell gut gestellter Krankenkassen erzwingen » HB
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
ANLAGEPRODUKT DER WOCHE
Aberdeen Asset
Management: Wir bereisen die Welt, damit Ihre Aktienerträge abheben
Immer mehr Unternehmen erweitern ihren Geschäftshorizont über die
Landesgrenzen hinaus. Das sollten auch Sie tun, wenn Sie auf der Suche nach
ertragreichen Fonds sind. Denn einige Unternehmen können derzeit keine hohen
Dividenden mehr zahlen. Es sind vielmehr einzelne Firmen weltweit, die
attraktive Investitionsmöglichkeiten bieten. Aber welche? Weitere
Informationen unter: » www.aberdeen-asset.de/income
|
|
 |
 |
 |
 |
| FEEDBACK - meistgeklickter Link der
vorherigen Ausgabe |
 |
Der Kopfgeldjäger macht
Ernst
Die Jagd auf
Florian Homm, auf den seit 2007 offenbar wegen erboster Investoren
untergetauchten Hedge-Fonds-Manager und ehemaligen BVB-Aktionär, nimmt skurrile
Züge an. Der Privatermittler Josef Resch wendet sich mit einem Video auf
Youtube an diejenigen, die Informationen zu Homms Aufenthaltsort und
Machenschaften haben... » Webseite von Ermittler Resch zu
Homm
» Handelsblatt (kostenloses
Probeabo)
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
Gegenwind für Schäuble
François
Hollande, der neue französische Präsident, hat laut einem » Spiegel-Bericht erhebliche Vorbehalte gegen Bundesfinanzminister Wolfgang
Schäuble (CDU) als nächsten Chef der Eurogruppe. Als Bedingung nannte
er demnach einen Verzicht Schäubles auf seinen Posten als Finanzminister.
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
Der Zündler ist zurück
Thilo Sarrazin,
sorgt in diesen Tagen wie auf Kommando für Schlagzeilen. Gestern der Auftritt
bei Jauch, am Dienstag erscheint sein neues Buch "Europa braucht den Euro
nicht". "Jetzt kann er sich nicht mehr damit herausreden, dass er nur Laie ist",
schreibt die » Zeit Laut » Bild hat sich die grüne Bundestagsfraktionschefin Renate
Künast über die Jauch-Einladung urteilt empört: "Nationalistischer Unsinn
von Sarrazin passt nicht zum Bildungsauftrag eines öffentlich-rechtlichen
Senders."
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
Comeback des Zockers
Boaz Weinstein,
früherer Deutsche-Bank-Händler, der mit Kreditderivaten 2008 einen
Milliardenverlust verursacht haben soll und heute mit seinem Hedge-Fonds Saba
Capital 5,5 Milliarden Dollar verwaltet, profitiert nach einem Bericht der
» New York Post von der Milliardenpanne bei JP Morgan. Weinstein soll
erfolgreich gegen Bruno Iksil gewettet haben, den Banker, dessen riskante
Geschäfte JP Morgan Chase Mega-Verluste eingebracht haben sollen.
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
Wachwechsel bei
Osteuropabank
Thomas Mirow,
bisheriger Chef der Osteuropabank EBRD, muss seinen Schreibtisch räumen.
Nach vierjähriger Amtszeit wird der 53-Jährige Anfang Juli von dem Briten
Suma Chakrabarti abgelöst. Der hochrangige Beamte im britischen
Justizministerium setzte sich auf der Jahresversammlung in einer Kampfabstimmung
gegen vier Kandidaten durch, meldet die » Neue Zürcher Zeitung
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
Kritiker der
Euro-Untergrenze
Oswald Grübel,
Ex-Chef der UBS und vorher Credit Suisse, findet deutliche Worte
zur Euro-Untergrenze der Schweizerischen Nationalbank. "Wenn wir den
Wechselkurs mit allen Mitteln verteidigen werden, übernehmen wir indirekt einen
Teil der gesamten Schulden der Euroraumes, die weiter steigen werden", erklärt
der 61-Jährige dem » Sonntag Auch die » Handelszeitung zeigt sich skeptisch. Die Verteidigung des Mindestkurses dürfte
für die SNB bald immer schwieriger und teurer werden. Für den Fall einer
Implosion der Euro-Zone spekulierten Devisenexperten bereits über einen Plan
B.
|
|
 |
 |
 |
 |
| ZUGABE - worüber die Finanzwelt
schmunzelt |
 |
Bitte keine Trecking-Sandalen
Die Piraten
mischen derzeit die Politiklandschaft mit guten Wahl-Ergebnissen auf, bei
Fernsehauftritten lagen die Newcomer allerdings bislang oft daneben, zumindest
beim Outfit. Das Bloggerteam des Modeportals styleranking gibt im » Handelsblatt zehn Tipps, mit denen es künftig besser klappen sollte - und
hat dabei besonders den politischen Geschäftsführer der Partei, Johannes
Ponader (Foto: rechts), im Auge.
|
 |
 |
|
|