Roberto Abraham Scaruffi

Saturday, 9 June 2012


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Aktuelles
Finanzkrise
Spanien lässt Eurozone weiter zittern
Immer wieder wurde es dementiert, doch nun scheint es unausweichlich: Vertreter der Euro-Gruppe erwarten, dass Spanien den Rettungsschirm EFSF in Anspruch nimmt. Der IWF geht von 40 Milliarden Euro Finanzbedarf aus.
Deutsch unterrichten
IWF: Spaniens Banken brauchen 40 Milliarden Euro
Der spanische Bankensektor benötigt nach Einschätzung des internationalen Währungsfonds Finanzhilfen in Höhe von mindestens 40 Milliarden Euro. Dies sei das Ergebnis eines Stresstests bei den Finanzinstituten des Landes, teilte der IWF in Washington mit. Fonds-Chefin Christine Lagarde forderte die Europäer zu mehr Gemeinsamkeit in der Schuldenkrise auf. Dies sei als Zeichen an die Finanzmärkte nötig, sagte sie der "Süddeutschen Zeitung". Nach Einschätzung der US-Ratingagentur Moody's könnten Finanzhilfen der europäischen Partner für Spanien eine weitere Herabstufung des Landes nach sich ziehen. Bisher hat Madrid keine Darlehen aus dem Eurorettungsschirm EFSF beantragt. Berichte zu möglichen Verhandlungen darüber an diesem Wochenende wies die spanische Regierung zurück. Dagegen erklärte der Vizepräsident der Europäischen Zentralbank, Vitor Constancio, ein formeller Antrag Spaniens werde erwartet. -Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte am Freitag noch erklärt, man werde in dieser Frage keinen Druck auf die Regierung in Madrid ausüben.
Syrische Opposition berichtet über neue blutige Gefechte
Aus Syrien werden wieder blutige Gefechte zwischen Armee und Rebellen gemeldet. Nach Angaben von Oppositionellen wurden beim Beschuss der südlichen Stadt Deraa durch Regierungstruppen etwa 20 Menschen getötet. Im Anschluss hätten die Rebellen die Angreifer attackiert, teilte die syrische Beobachterstelle für Menschenrechte mit. Angesichts der sich verschärfenden Gewalt in Syrien werden die Rufe nach einem härteren Vorgehen der internationalen Gemeinschaft lauter. Der Sondergesandte Kofi Annan forderte den UN-Sicherheitsrat auf, den Druck auf Assad zu erhöhen. In Moskau sagte Vizeaußenministers Gennadi Gatilow, es gebe viele Berührungspunkte mit der US-Regierung, um über einen Plan zur Beilegung des Konflikts in Syrien nach dem Vorbild des Jemen zu verhandeln. Er äußerte sich nach Beratungen in Moskau mit einer US-Delegation.
US-Justiz sucht nach Lecks in der US-Regierung
Nach Berichten in US-Medien über Regierungsinterna hat die Justiz Untersuchungen begonnen. Justizminister Eric Holder erklärte, die Enthüllung von Verschlusssachen aus dem Weißen Haus oder von den Geheimdiensten könne die Sicherheit des Landes gefährden. Das werde nicht geduldet. Innerhalb weniger Wochen waren in den USA mehrfach vertrauliche Informationen an die Öffentlichkeit gelangt. So gab es etwa Berichte, dass Präsident Barack Obama den Angriff auf iranische Atomanlagen mit dem Computervirus Stuxnet vor zwei Jahren persönlich angeordnet habe. - Republikanische Kongressmitglieder hatten den Verdacht geäußert, das Weiße Haus selbst könne hinter Lecks stecken, um Obama im laufenden Präsidentschaftswahlkampf als harten Sicherheitspolitiker aufs Schild zu heben. Die Regierung wies dies als "extrem unverantwortlich" zurück.
IAEA enttäuscht über Atomgespräche mit dem Iran
Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA hat bei ihren Verhandlungen mit dem Iran über Inspektionen in der umstrittenen Militäranlage Parchin keinen Fortschritt erzielt. Der Ausgang der Gespräche sei enttäuschend, teilte die Behörde in Wien mit. Einen neuen Gesprächstermin gebe es nicht. Die IAEA vermutet, dass in Parchin Tests unternommen werden, die zum Bau von Atomwaffen führen könnten. Mit dem Scheitern dieser Verhandlungen sind auch die Aussichten gesunken, dass es bei den für den 18. und 19. Juni in Moskau geplanten Atom-Gesprächen mit Vertretern der USA, Großbritanniens, Frankreichs, Chinas, Russlands und Deutschlands substantielle Fortschritte geben könnte.
Frauen-Demonstration in Kairo angegriffen
In der ägyptischen Hauptstadt Kairo haben zahlreiche Männer eine Kundgebung von Frauen gestört, die gegen sexuelle Belästigung demonstrierten. Die Frauen hatten sich auf dem zentralen Tahrir-Platz versammelt, als sie von den Angreifern regelrecht überfallen wurden. Etliche der Frauen hätten sich in ein nahegelegenes Gebäude geflüchtet, heißt es weiter in Agenturberichten. Der Vorfall ereignete sich am Rande von Protesten tausender Menschen gegen die Kandidatur des ehemaligen ägyptischen Regierungschefs Ahmed Schafik für das Präsidentenamt.
Sieben Blauhelm-Soldaten in der Elfenbeinküste getötet
In der westafrikanischen Elfenbeinküste sind sieben Blauhelm-Soldaten in einen Hinterhalt geraten und getötet worden. Der Vorfall ereignete sich im Westen des Landes im Grenzgebiet zu Liberia, wie ein Sprecher der UN-Mission erklärte. Die getöteten Soldaten stammten aus dem Niger. Aus UN-Kreisen verlautete, die Blauhelme seien im Gebiet von Tai auf Patrouille gewesen. Es habe dort Gerüchte über bevorstehende Anschläge in der Region gegeben. Der Westen der Elfenbeinküste gilt als instabil. Die Region wurde seit dem Ende des mehrmonatigen gewaltsamen Machtkampfes im April 2011 schon mehrfach von Anschlägen getroffen.
Gespräche zur Übernahme von Schlecker-Firmen gescheitert
Die Beschäftigten zweier insolventer Tochterunternehmen der Drogeriekette Schlecker, der Firmen "Ihr Platz" und "Schlecker XL", müssen weiter um ihre Arbeitsplätze bangen. Ein bereits als sicher gehandelter Investor, die Münchner Firma Dubag, zog das Übernahmeangebot zurück, wie der Insolvenzverwalter mitteilte. Die Verhandlungen waren mit dem Hauptgläubiger, dem Kreditversicherer Euler Hermes, geführt worden. "Ihr Platz" betreibt derzeit 490 Filialen mit knapp 4000 Mitarbeitern in Deutschland. "Schlecker XL" beschäftigt 1100 Mitarbeiter in 342 Filialen. Die Zukunftsaussichten für beide Unternehmen galten als positiv.   
13. documenta in Kassel wird eröffnet
In Kassel wird an diesem Samstag die 13. documenta eröffnet. Die Schau gilt als eine der wichtigsten Ausstellungen für zeitgenössische Kunst weltweit. Sie steht in diesem Jahr unter der künstlerischen Leitung von Carolyn Christov-Bakargiev. Bis zum 16. September werden rund 750.000 Besucher in Kassel erwartet, zur Eröffnung kommen Bundespräsident Joachim Gauck und Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier.
Fußball-EM: Russland siegt, Polen spielt nur unentschieden
In Warschau ist die Fußball-Europameisterschaft eröffnet worden, die in Polen und in der Ukraine ausgetragen wird. Im Eröffnungsspiel trennten sich Gastgeber Polen und Griechenland unentschieden 1:1. Anschließend schlug die russische Fußball-Nationalmannschaft die Auswahl aus Tschechien mit 4:1. Die deutsche Elf startet an diesem Samstag in der Partie gegen Portugal ins Turnier.
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