Roberto Abraham Scaruffi

Wednesday, 23 March 2011


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Warnschuss für deutsche Banken
Der Bundesgerichtshof hat der Ille GmbH, einem Hersteller von Handtuchhaltern und Hygieneartikeln, in ihrem Streit mit der Deutschen Bank um hochkomplexe Zinswetten Recht gegeben und das Frankfurter Geldhaus zu Schadensersatz von 540.000 Euro verurteilt. Der Richterspruch solle nicht nur Bankern eine Lehre sein, ihre Kunden nicht zu überfordern oder gar zu übervorteilen, kommentiert das Handelsblatt. Anleger sollten von Produkten, die sie nicht verstehen, einfach die Finger lassen. Dieser Richterspruch sei eine schallende Ohrfeige für die Deutsche Bank, meint die Welt. Das Urteil sei ein "Sargdeckel" für komplexe Produkte, zitiert die Wirtschaftswoche den Anwalt der Kläger-Seite. Mit seiner starken Position gegen unfair gestaltete Produkte tue der BGH manches dafür, die nächste Finanzkrise hinauszuzögern, jubelt die Süddeutsche Zeitung. Jetzt drohe Instituten wie der Commerzbank, Hypo-Vereinsbank, WestLB oder Landesbank Baden-Württemberg eine Klagewelle, schwarzmalt die Financial Times Deutschland. Und wirft Ille-Chef Wilhelm Blatz vor, bei den Swaps naiv agiert zu haben. Das Urteil komme für viele zu spät, schreibt dagegen die Frankfurter Rundschau.
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NEWS
Berlin will nachverhandeln
Kaum haben sich die EU-Finanzminister auf Details zum Auffangschirm für Staatspleitekandidaten geeinigt, da meldet Kanzlerin Angela Merkel Zweifel an. Mit Guido Westerwelle (FDP) will sich Merkel dafür einsetzen, dass die Milliardenzahlungen der Bundesrepublik an den Krisenmechanismus gestreckt werden, um den Haushalt nicht zu stark auf einen Schlag zu belasten. Die Zeit schimpft über Deutschlands Parlamentarier, die behaupteten, dass nun endlich klar sei, dass die Rettung des Euro etwas koste. "Humbug" - jedem am Kapitalmarkt aufgenommenen Euro, den der Bundesfinanzminister nach Luxemburg überweise, stehe eine Forderung in gleicher Höhe gegenüber.
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Notenbank als Cash Cow
Die US-Notenbank Fed überweist der Regierung so viel Geld wie nie zuvor. Nachdem Gewinne aus der Bankenrettung und der Ankauf von Wertpapieren den Gesamtgewinn steigerten, fließen fast 80 Milliarden Dollar in die Staatskasse.
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Börsen-Allianz auf EU-Prüfstand
Die geplante Allianz von Deutscher Börse und der Nyse Euronext könnte in Brüssel auf Widerstand stoßen. EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia äußerte Bedenken an dem Geschäftsmodell, Handel und Abwicklung von Wertpapiergeschäften unter einem Dach zu vereinen - zu vertikale Geschäftsmodelle schadeten dem Wettbewerb. Die US-Optionshandelshaus CME rechnet sich indes wenig Chancen aus, die Übernahme der US-Börse durch die Deutschen zu verhindern.
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Jagd auf Boni-Banken
Im Dauerstreit um Boni für Banker fährt die Niederlande schwere Geschütze auf. Das Parlament hat sich dafür ausgesprochen, dem Finanzdienstleister ING sowie ABN Amro und drei weiteren Unternehmen ein Bußgeld in Höhe der Boni aufzuerlegen, die ING seit dem Erhalt staatlicher Hilfen ausgezahlt hat. Hinter dem Vorstoß steht der Rechtspopulist Geert Wilders.
Financial Times » Wall Street Journal »
Kurse auf Sinkflug
Die Börse in Tokio ist am Mittwoch wieder auf einen Kurs nach unten eingeschwenkt. Nach der heftigen Rally am Vortag beschäftigten sich die Investoren wieder verstärkt mit den Kosten des Erdbebens, die von der Regierung einem Zeitungsbericht zufolge auf bis zu 300 Milliarden Dollar geschätzt werden.
Handelsblatt »
UMFRAGE DER WOCHE
Soll die EZB die Zinsen erhöhen?
FinanceToday bietet Ihnen ab sofort wöchentliche Umfragen an. Die Ergebnissen soll Ihnen eine Hilfestellung geben, wie die Finanzbranche zu aktuellen Themen denkt. Vielen Dank für Ihre Teilnahme!

Die Europäische Zentralbank hat angekündigt, den Leitzins von einem Prozent möglicherweise bereits im April zu erhöhen. Was halten Sie von einer Zinserhöhung?
Hier geht es zum Umfrage »
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FEEDBACK - meistgeklickter Link der vorherigen Ausgabe
Zinswetten mit Geschmäckle
Hat die Deutsche Bank einen Toilettenartikelhersteller mit hochriskanten Zinswetten betrogen? Diese Frage steht heute bei einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs im Fokus. Der Richterspruch könnte eine neue Ära in der Finanzbranche einläuten (Entsprechendes Urteil in der heutigen Titelstory).
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HEUTE IM HANDELSBLATT
Titel: Die Einsamkeit der Atom-Manager
Politik: Der kopflose Krieg
Unternehmen: Kunden bleiben wenigen Marken treu
Finanzen: EZB Richter stärkt die Rechte der Anleger
Handelsblatt vierwöchiges Miniabo » E-Paper »
KÖPFE
Schweizer Doyen der Bankenwelt gestorben
Hans J. Bär, von 1975 bis 1993 Chef der Bank Julius Bär, ist am Montag 83-jährig verstorben. Zuletzt hatte Bär mit dem Buch "Seid umschlungen, Millionen" 2004 für Turbulenzen gesorgt, weil er das schweizerische Bankkundengeheimnis kritisiert hatte.
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Der Bullen-Markt bleibt
Bob Doll, Chefanlagestratege von Blackrock, geht davon aus, dass die langfristige Erholung der Weltkonjunktur nicht wirklich gebremst und der langfristige Bullen-Markt an den Aktienbörsen weiter intakt ist. Der US-Aktienmarkt werde in diesem Jahr besser entwickeln als der Durchschnitt der Börsen weltweit.
Handelsblatt »
Wechsel in der Chefetage
Michael Müller hat Olav Noack als CEO der Basler Versicherungen Schweiz abgelöst. Noack scheidet nach rund zwei Jahren aus dem Unternehmen aus. Grund für die Trennung: unterschiedliche Auffassungen in der Fragen der Führung.
Finenews »
Verdacht auf Insiderhandel
William Brennan, Geschäftsführer des größten deutschen börsennotierten Wohnungsunternehmens Gagfah, steht im Fokus der deutschen Börsenaufsicht. Die BaFin ermittelt, weil sie den Verdacht hegt, Brennan habe Insiderhandel betrieben. Bei dem Streit geht es um mögliche Pflichtverletzungen aus dem Verkauf der Dresdener Wohnungsgesellschaft Woba.
Handelsblatt »
An der Bilanz gedreht?
Siegfried Grigg, Vizechef der Grazer Wechselseitigen Versicherung, steht unter Verdacht, dass er bei der Hypo Group Alpe Adria an Bilanzmanipulationen mitgewirkt hat. Grigg hatte vor dem Einstieg der BayernLB für acht Monate die Geschäfte der Hypo geleitet.
Presse »
EZB ohne Leitzins-Wahl
Roberto Rigobon, Wirtschaftsprofessor, geht davon aus, dass der Eurozone-Leitzins bis Jahresende über zwei Prozent steigt. "Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass Spanien seine Ausgaben kürzt? Null. Und wie groß die Wahrscheinlichkeit, dass Frankreich die Steuern erhöht? Null. Die EZB muss die Zinsen erhöhen."
Wirtschaftsblatt »
DEBATTE - worüber die Finanzwelt diskutiert
Ist die EZB auf dem richtigen Kurs?
Jawohl, meint die Börsen-Zeitung. Dass die Notenbank ihren angekündigten Zinserhöhungskurs trotz der Katastrophe in Japan und des Kriegs in Libyen bekräftige, sei richtig. Die Gefahren für die Weltkonjunktur seien begrenzt, wenngleich es Restrisiken gebe. Momentan erschienen eindeutig die Gefahren durch eine zu lange Minizinsphase größer. "Die Inflationsraten ziehen an, und eine Reihe von Experten inklusive Notenbankern erwartet, dass sich dieser Trend fortsetzt - wenn nicht gar beschleunigt. Doch noch größer ist die Gefahr von Preisblasen an den Kapitalmärkten." Unsere Umfrage der Woche (unter "News") widmet sich ebenfalls der Zinspolitik der EZB.
Börsen-Zeitung »
ZUGABE - worüber die Finanzwelt schmunzelt
Kahlschlag an Ackermanns Gabentisch
Auch wenn Weihnachten noch fern ist - dieses Video zeigt, wie Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann inmitten der Finanzkrise bei den Weihnachtsgeschenken etwas kürzertreten musste. Unterm Tannenbaum liegen für den Filius nur zwei Araber-Pferde, ein Maserati und eine Yacht mit nur einem Marmor-Bad unter Deck. Na gut, am Ende legt Ackermann noch einen drauf.
Youtube »