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Warnschuss für deutsche
Banken
Der Bundesgerichtshof hat der
Ille GmbH, einem Hersteller von Handtuchhaltern und Hygieneartikeln, in
ihrem Streit mit der Deutschen Bank um hochkomplexe Zinswetten Recht
gegeben und das Frankfurter Geldhaus zu Schadensersatz von 540.000 Euro
verurteilt. Der Richterspruch solle nicht nur Bankern eine Lehre sein, ihre
Kunden nicht zu überfordern oder gar zu übervorteilen, kommentiert das
Handelsblatt. Anleger sollten von Produkten, die sie nicht verstehen, einfach
die Finger lassen. Dieser Richterspruch sei eine schallende Ohrfeige für die
Deutsche Bank, meint die Welt. Das Urteil sei ein "Sargdeckel" für komplexe
Produkte, zitiert die Wirtschaftswoche den Anwalt der Kläger-Seite. Mit seiner
starken Position gegen unfair gestaltete Produkte tue der BGH manches dafür, die
nächste Finanzkrise hinauszuzögern, jubelt die Süddeutsche Zeitung. Jetzt drohe
Instituten wie der Commerzbank, Hypo-Vereinsbank, WestLB oder
Landesbank Baden-Württemberg eine Klagewelle, schwarzmalt die Financial
Times Deutschland. Und wirft Ille-Chef Wilhelm Blatz vor, bei den Swaps
naiv agiert zu haben. Das Urteil komme für viele zu spät, schreibt dagegen die
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