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Schäuble wird vom Sparfuchs zum
Schuldenmacher
Die europäischen Finanzminister
verhandeln am heutigen Montag in Brüssel über den Krisenfonds für klamme
Eurostaaten. Auf Finanzminister Wolfgang Schäuble (Foto re., CDU)
kommen erhebliche Belastungen durch den europäischen Rettungsfonds zu. Experten
aus dem Ministerium taxieren den deutschen Anteil am Europäischen
Stabilitätsmechanismus auf 14 bis 22 Milliarden Euro. Für die Summe müsse
Schäuble neue Schulden aufnehmen, berichtet der Spiegel. In der SZ wehrt sich
der Minister gegen die Analyse, dass aus der Währungs- eine Transferunion werde.
Dies sei ein "Kampfbegriff, der in die Irre führt! Das klingt nach
Steuerverschwendung, nach Hochverrat." Die Welt listet die gebrochenen
Versprechen von Angela Merkel (li.) in der Eurokrise auf, darunter die
Ankündigungen, kein Geld für die Griechen auszugeben und keinen größeren
EU-Rettungsschirm aufzuspannen. Das Wall Street Journal entwirft das Szenario
einer gespaltenen EU: 17 Länder würden durch die franko-deutsche Koalition
geführt, die restlichen zehn Staaten kämpften künftig auf verlorenem Posten
gegen das Regulierungsdiktat der EU. (s. "Köpfe") Spiegel » Süddeutsche Zeitung » Welt » Wall Street Journal » WSJ2 » |