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Neue Angriffe auf Gaddafis Armee
TRIPOLIS: Zur Durchsetzung der UN-Resolution zu Libyen hat die
internationale Koalition
neue Luftangriffe auf die Streitkräfte von Machthaber Muammar al-Gaddafi
gestartet. Das
US-Militär feuerte zwölf Marschflugkörper auf libysche
Luftabwehrstellungen,
Kommandozentralen und Abschussbasen ab. Die Gaddafi-Truppen setzten nach
Agenturberichten ihre Angriffe auf Aufständische und Zivilisten fort. In
der umkämpften Stadt
Misrata hätten Gaddafi-Truppen mindestens neun unbewaffnete Einwohner
erschossen,
meldete die Agentur Reuters unter Berufung auf Augenzeugen. Der Sender
Al-Arabija
berichtete zudem von Angriffen auf Stellungen der Aufständischen in der
Stadt Al-Sinta.
Gaddafi kündigte einen Marsch seiner Anhänger nach Bengasi, die Hochburg
der Rebellen
an. - Bei den Luftangriffen in der Nacht zum Montag haben die Alliierten
nach US-Angaben
ein militärisches Kommandozentrum in einer Residenz Gaddafis in Tripolis
zerstört. US-Militärsprecher schlossen einen gezielten Angriff auf
Gaddafi aus.
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EU verschärft Sanktionen gegen Libyen
BRÜSSEL: Die Außenminister der Europäischen Union haben weitere Wirtschaftssanktionen
gegen das Gaddafi-Regime in Libyen beschlossen. Die Liste der Personen, deren
Vermögen in Europa eingefroren wird und die nicht in die EU einreisen dürfen, wurde um elf
Mitglieder des Gaddafi-Umfelds erweitert. Zudem wurden weitere neun Unternehmen in die
Liste aufgenommen. Außenminister Guido Westerwelle bekräftigte in Brüssel seine
Forderung nach vollständigem Boykott libyschen Öls.
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Atomkomplex Fukushima nach Rauch evakuiert
TOKIO: Dichter Qualm über dem japanischen Atomkraftwerk Fukushima hat
die Bemühungen zur Stabilisierung der Lage in der beschädigten Anlage
erschwert. Wegen der aus den Reaktoren zwei und drei emporsteigenden
Rauchsäulen wurden die Einsatzkräfte zeitweise aus dem Komplex
abgezogen. Die Ursache für die Rauchentwicklung ist unklar. Im
Reaktorblock drei lagert hochgiftiges Plutonium. - Zusätzliche Probleme
bereiten unterdessen verstrahlte Lebensmittel und radioaktiv belastetes
Trinkwasser. Die Regierung verbot in vier Provinzen den Verkauf von Milch
und einiger Gemüsesorten. Anhaltender Regen erschwert zudem die
Bergungsarbeiten in den von Erdbeben und Tsunami betroffenen Gebieten.
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EU-Minister einigen sich grundsätzlich auf AKW-Tests
BRÜSSEL: Als Konsequenz aus der Atomkatastrophe in Japan sollen die Sicherheitsstandards für
Kernkraftwerke in der EU angeglichen werden. Alle Mitgliedsstaaten seien bereit, europäische
Standards zu entwickeln, sagte EU-Energiekommissar Günther Oettinger nach einem Treffen der
Energieminister in Brüssel. Allerdings gebe es nur wenige Fragen in der Europäischen Union, bei
denen die Sichtweisen so weit auseinander gingen wie bei der Nutzung der Kernenergie. Das
wurde auch bei dem von Oettinger geforderten EU-weiten Sicherheitstest aller 143 Atomreaktoren
deutlich. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle sagte, prinzipiell habe kein EU-Staat Einwände
gegen Sicherheitstests. Doch bleibe abzuwarten, wie die Kriterien ausgestaltet würden.
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Dutschland zahlt 22 Milliarden für Euro-Rettungsfonds
BRÜSSEL: Die Finanzminister der Euro-Staaten haben sich auf Einzelheiten des geplanten
Rettungsschirms für die Gemeinschaftswährung - ESM - geeinigt. Der Fonds wird mit 80
Milliarden Euro Barkapital sowie 620 Milliarden Euro an Garantien oder abrufbarem Kapital
ausgestattet. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble teilte in Brüssel mit, der deutsche
Anteil am ESM betrage insgesamt 21,8 Milliarden Euro. Eine erste Tranche von elf Milliarden
Euro werde bis 2013 fällig. Der Rettungsfonds soll von Mitte 2013 an bereitstehen, um
überschuldete Euro-Staaten vor der Pleite zu bewahren.
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Merkel: Deutschland weitet Afghanistan-Einsatz aus
BERLIN: Die Bundesregierung bereitet eine Ausweitung des Militäreinsatzes in Afghanistan vor. Ein
Mandat zum Einsatz deutscher Soldaten bei Kontrollflügen mit AWACS-Maschinen soll schon am
kommenden Mittwoch im Kabinett beschlossen werden. Nach den Worten von Bundeskanzlerin
Angela Merkel wird noch in dieser Woche darüber im Bundestag beraten. Dieser Einsatz deutscher
Soldaten am Hindukusch soll die NATO-Bündnispartner im Fall Libyen entlasten. Eine Beteiligung
der Bundeswehr im Libyen-Krieg schließt die Bundesregierung auch weiter aus. Die oppositionelle
SPD im Bundestag hat schon ihre Bereitschaft signalisiert, einen Einsatz deutscher Soldaten bei
AWACS-Kontrollflügen über Afghanistan grundsätzlich zu unterstützen.
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Jemens Präsident lehnt Rücktritt weiter ab
SANAA: Im Jemen verliert Präsident Ali Abdullah Saleh nach einem Massaker an
regierungskritischen Demonstranten mehr und mehr an Rückhalt bei den Eliten des Landes.
Zahlreiche Offiziere, Regierungsbeamte und Stammesführer schlossen sich der Opposition
an und forderten wie diese Salehs Rücktritt. Der seit 32 Jahren regierende Präsident lehnte
dies nach einer Meldung der amtlichen Nachrichtenagentur Saba erneut ab. Die Mehrheit der
Bevölkerung unterstütze seine Politik, sagte Saleh. Am Freitag hatten Regierungsanhänger in
der Hauptstadt Sanaa rund 50 Demonstranten erschossen.
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Proteste in Syrien gehen weiter
DAMASKUS: In der Stadt Darra im Süden Syriens reißen die Proteste gegen die Regierung des
autoritären Präsidenten Baschar al-Assad nicht ab. Nach der Beerdigung eines getöteten
Demonstranten kam es nach Augenzeugenberichten erneut zu einer Massenkundgebung.
Polizisten trieben die Menschenmenge auseinander. Seit Freitag sind in Daraa bei gewaltsamen
Auseinandersetzungen von der Polizei mindestens fünf Menschen getötet worden.
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Obama in Chile eingetroffen
SANTIAGO DE CHILE: US-Präsident Barack Obama ist im Rahmen seiner Lateinamerikareise zu
einem Besuch in Chile eingetroffen. In der Hauptstadt Santiago will Obama neben einem Gespräch
mit seinem Amtskollegen Sebastián Piñera eine nach Worten von US-Staatssekretär Arturo
Valenzuela bedeutende Rede halten. Obama hatte zuvor Brasilien besucht. Am Dienstag will nach
El Salvador weiterfliegen - der dritten und letzten Station der Reise.
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Immer mehr Afrikaner ohne Zugang zu Wasser
KAPSTADT: Immer mehr Afrikaner haben nach Angaben der Vereinten Nationen keinen Zugang zu
Trinkwasser und sanitären Anlagen. Die Zahl der Stadtbewohner, die zu Hause oder in ihrer
unmittelbaren Umgebung kein Trinkwasser hätten, liege bei 55 Millionen Menschen, heißt es in
einem Papier der UN-Wasserkonferenz im südafrikanischen Kapstadt . Das sind 15 Millionen mehr
als noch vor 20 Jahren. Am stärksten vom Wassermangel betroffen sind die immer größer
werdenden Elendsviertel. - Die UN begehen an diesem Dienstag den Weltwassertag. Das Motto
lautet in diesem Jahr "Wasser für Städte".
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Heynckes verlässt Leverkusen zum Saisonende
ZUM FUSSBALL: Cheftrainer Jupp Heynckes wird seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag
beim Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen nicht verlängern. Das teilte der Werksclub jetzt
offiziell mit. Nachfolger wird Robin Dutt, derzeit noch beim Ligakonkurrenten FC Freiburg tätig. Dutt
erhält einen Zweijahresvertrag. Heynckes gilt bei Rekordmeister Bayern München als erster
Anwärter auf die Nachfolge von Luis van Gaal.
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Das Wetter am Dienstag: Wieder viel Sonnenschein
DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Am Abend und in der Nacht verbreitet klar. Im Norden und
Osten auch Wolken. Tiefstwerte zwischen plus vier und minus sechs Grad.
Die Vorhersage für Dienstag: Wieder viel Sonne. Nur im Nordosten vereinzelt Wolken und etwas
Regen. Tagestemperaturen acht bis 17 Grad.
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