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FÜR SIE GELESEN - HANDELSBLATT PRESSESCHAU
Die internationale Wirtschaftspresse macht
sich weiter Sorgen um die Banken der Euro-Zone, entwirft Szenarien einer
möglichen Rettung - und fordert die Bevölkerung zu Protesten auf.
Die
britische Financial Times zeigt auf, wie eine Bankenrettung in Europa
funktionieren könnte, die auch von den Wählern leichter akzeptiert würde als
eine Übernahme der Schulden von Pleitestaaten. Eine mögliche Lösung bestehe
darin, die Mittel aus dem EFSF-Fonds zu verwenden, um Banken gegenüber Garantien
auszusprechen, falls diese eine freiwillige Verlängerung der Laufzeit von
Staatsanleihen akzeptierten.
"Die Bankenkrise, die zu einer Staatenkrise
wurde, ist wieder zu einer Bankenkrise geworden", beschreibt das österreichische
Wirtschaftsblatt die aktuelle Lage in Europa. In Form von Abschreibungen
und Verlusten bei der Erste Group habe diese nun früher als befürchtet
Österreich erreicht.
Hätten Bundeskanzlerin Angela Merkel und der
französische Präsident Nicolas Sarkozy seinerzeit die Titanic gesteuert, hätten
sie vorschlagen, den Eisberg zu umschiffen, ohne zu sagen wie, spottet der
Economist. So seien auch nach der Einigung, die Banken zu
rekapitalisieren, fast alle Details offen geblieben.
Die Süddeutsche
Zeitung fordert Deutsche dazu auf, den Demonstranten der "Occupy Wall
Street"- Bewegung zu folgen. Im vierten Jahr der Finanzkrise gehe es erneut
darum, die Banken zu retten. Dies zeige, dass momentan eine gigantische
Umverteilung zu Lasten der Bürger laufe.
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