Roberto Abraham Scaruffi

Tuesday, 11 October 2011


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Bankendrama, 2. Akt
Drei Jahre nach dem Höhepunkt der weltweiten Finanzkrise 2008 muss die Politik in Europa wieder Banken retten. Gestern traf es die belgisch-französische Großbank Dexia, die zerschlagen und teilweise verstaatlicht wird. Auch anderen Instituten fehlt es an Kapital.

Bertelsmann tauscht den Chef aus
Finanzvorstand Thomas Rabe übernimmt den Vorstandsvorsitz von Hartmut Ostrowski.

Die Schuldenkrise erreicht die Lkw-Hersteller
Der schwedische Scania-Konzern fährt die Produktion deutlich zurück. Auch MAN streicht Schichten.

Rekordgewinne für US-Konzerne
US-Firmen dürften im dritten Quartal mit 220 Milliarden Dollar so viel wie noch nie verdient haben. An der Börse sind sie so preiswert wie zuletzt 1989.

Wirschaftsnobelpreis geht an US-Forscher
Christopher Sims und Thomas Sargent forschen über die Auswirkungen politischer Maßnahmen.

Energiewende zu teuer erkauft
Die Umstellung auf erneuerbare Energien könnte wesentlich preisgünstiger ausfallen, zeigt eine Studie.

Der Chef von Haniel steht in der Kritik
Teile der Inhaberfamilie vertrauen Haniel-Chef Jürgen Kluge nach dem Führungschaos bei der Tochter Metro nicht mehr.

Mehr Europa
Der frühere Ministerpräsident von Sachsen, Kurt Biedenkopf, plädiert im Gastbeitrag für das Handelsblatt für eine unabhängige europäische Finanzinstitution, weil nationale Behörden politisch überfordert sind.

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"Wir reden über einen Schuldenschnitt von mehr als 60 Prozent"
Mit erstaunlicher Offenheit spricht Euro-Gruppen-Chef Jean-Claude Juncker aus, was die Märkte längst ahnen: Die EU erwägt in Griechenland einen Schuldenschnitt. Die Euro-Rettungspläne übertreffen die bisherigen Erwartungen bei weitem.
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Die Favoriten unserer Leser
Buch-Rezension
Die grausamen Methoden der Pharmabranche
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Breiter Widerstand
Banken stemmen sich gegen Zwangsverstaatlichung
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Merkel und Sarkozy
Kehrtwende in der Euro-Krise
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Rekapitalisierung
Banken wackeln - trotz staatlicher Infusionen
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Tarifkonflikt
Fluglotsen-Streik nur stundenweise
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Dax-Anleger verdrängen alle Sorgen
Der Dax arbeitet sich immer weiter nach oben. Sogar die 6.000-Punkte-Marke rückt wieder in den Blick. Die Anleger spekulieren auf eine Lösung für Europas Schuldenkrise. Doch das Potenzial für Enttäuschungen ist groß.
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IG-Metall wählt neuen Vorstand
Die IG-Metall wählt in Karlsruhe ihren Vorstand. Das 2007 ins Amt gekommene Duo aus Berthold Huber und seinem Vize Detlef Wetzel stellt sich erneut der Abstimmung. Zuvor müssen die knapp 500 Delegierten darüber entscheiden, ob der geschäftsführende Vorstand von sieben auf fünf Mitglieder verkleinert werden soll. Dafür ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit notwendig. Beobachter gehen davon aus, dass diese erreicht wird.
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Slowakisches Parlament stimmt über Rettungsschirm ab
Das slowakische Parlament will heute über die Erweiterung des Euro-Rettungsschirms EFSF abstimmen. Es droht ein Nein. Ohne Zustimmung der Slowakei kann die Erweiterung des EFSF nicht umgesetzt werden. Gestern Abend schien auch ein Zerfall der Regierungskoalition wegen des Streits möglich.

Teure Rohstoffe und starker Franken belasten Givaudan
Den Schweizer Duftstoff- und Aromenhersteller, der Umsatzzahlen für das dritte Quartal beziehungsweise die ersten neun Monate bekannt gibt, belasten steigende Rohstoffpreise und der teure Franken. Experten erwarten einen um gut vier Prozent niedrigeren Umsatz für das dritte Quartal.

Britische Industrie schwächelt
Die britische Industrie hat nach Einschätzung von Analysten im August 1,2 Prozent weniger produziert als vor einem Jahr. Bereits im Juli war die Produktion 0,7 Prozent niedriger ausgefallen.

Urteil im Timoschenko-Prozess erwartet
Im umstrittenen Prozess gegen die ukrainische Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko wegen Amtsmissbrauchs will das Gericht in Kiew das Urteil sprechen. Beobachter gehen von einem Schuldspruch für die inhaftierte Oppositionsführerin aus. Laut Anklage soll Timoschenko während ihrer Amtszeit Gasverträge mit Russland zum Nachteil der Ukraine abgeschlossen und so einen Schaden von 137 Millionen Euro verursacht haben. Die Staatsanwaltschaft fordert sieben Jahre Haft. Die Verteidigung fordert Freispruch. Sie wirft Präsident Viktor Janukowitsch vor, er wolle seine schärfste Gegenspielerin politisch kaltstellen.
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Facebook wirft iPad-App auf den Markt
Eine iPhone-App für Facebook gibt es seit langem. Doch mit dem iPad hat sich das soziale Netzwerk bisher schwergetan. Sowohl Facebook als auch Apple haben lange taktiert. Dabei brauchen sie einander.
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Yahoo profitiert erneut von Übernahmegerüchten
Der Aktienkurs des angeschlagenen Internetkonzerns Yahoo hat bereits in der vergangenen Woche einen Sprung gemacht. Da hieß es, Microsoft denke an eine Übernahme. Nun gibt es neue Gerüchte - mit anderen Interessenten.
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"Huffington Post" expandiert nach Frankreich
Noch vor Ende des Jahres soll ein französischer Ableger der US-Onlinezeitung "Huffington Post" auf den Markt kommen. Am Namen ändert sich nicht viel: Die französische Auflage soll "Le Huffington Post" heißen.
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Nachrichten aus Europa sorgen für starkes Plus
Bis zum Börsenschluss sorgte der Rettungsplan für den Euro für gute Stimmung an den US-Börsen. Davon profitierten Finanztitel. Auch die Apple-Aktie legte zu - dank Rekordvorbestellungen des neuen iPhones.
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Starkes Quartal für Alcoa
Der weltgrößte Aluminiumproduzent, der US-Konzern Alcoa, eröffnet heute Abend den Reigen der Quartalszahlen von US-Unternehmen. Analysten gehen davon aus, dass Alcoa seinen Nettogewinn von mageren 47,2 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum auf 272 Millionen Dollar gesteigert hat. Beim Umsatz erwarten sie ein Plus von etwas mehr als 50 Prozent auf 6,24 Milliarden Dollar. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) dürfte sich auf knapp 900 Millionen Dollar beinahe verdoppelt haben.
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Japan schwächelt bei der Leistungsbilanz
Nach den Naturkatastrophen im Frühjahr hat niemand erwartet, dass der Leistungsbilanzüberschuss Japans mit dem Vorjahr vergleichbar wäre. Für Überraschung sorgt dennoch das Ausmaß des Absturzes.

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China kauft die Börse hoch
Die Börse in Shanghai kommt seit Monaten nicht auf die Beine. Deshalb helfen die Parteibosse in Peking jetzt nach. Der Staat lässt Bankaktien aufkaufen und will dem Markt damit einen kräftigen Schub geben.
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Nikkei schwingt sich auf Drei-Wochen-Hoch
Nach der feiertagsbedingten Pause startet die Börse in Tokio energisch in die neue Handelswoche. Die Ankündigung neuer Pläne zur Lösung der Krise in Europa gibt Zuversicht. Doch einige Händler bleiben skeptisch.
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FÜR SIE GELESEN - HANDELSBLATT PRESSESCHAU
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Die internationale Wirtschaftspresse macht sich weiter Sorgen um die Banken der Euro-Zone, entwirft Szenarien einer möglichen Rettung - und fordert die Bevölkerung zu Protesten auf.

Die britische Financial Times zeigt auf, wie eine Bankenrettung in Europa funktionieren könnte, die auch von den Wählern leichter akzeptiert würde als eine Übernahme der Schulden von Pleitestaaten. Eine mögliche Lösung bestehe darin, die Mittel aus dem EFSF-Fonds zu verwenden, um Banken gegenüber Garantien auszusprechen, falls diese eine freiwillige Verlängerung der Laufzeit von Staatsanleihen akzeptierten.

"Die Bankenkrise, die zu einer Staatenkrise wurde, ist wieder zu einer Bankenkrise geworden", beschreibt das österreichische Wirtschaftsblatt die aktuelle Lage in Europa. In Form von Abschreibungen und Verlusten bei der Erste Group habe diese nun früher als befürchtet Österreich erreicht.

Hätten Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Nicolas Sarkozy seinerzeit die Titanic gesteuert, hätten sie vorschlagen, den Eisberg zu umschiffen, ohne zu sagen wie, spottet der Economist. So seien auch nach der Einigung, die Banken zu rekapitalisieren, fast alle Details offen geblieben.

Die Süddeutsche Zeitung fordert Deutsche dazu auf, den Demonstranten der "Occupy Wall Street"- Bewegung zu folgen. Im vierten Jahr der Finanzkrise gehe es erneut darum, die Banken zu retten. Dies zeige, dass momentan eine gigantische Umverteilung zu Lasten der Bürger laufe.
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