Roberto Abraham Scaruffi

Tuesday, 11 October 2011


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"Wir reden über Schuldenschnitt von mehr als 60 Prozent"
Euro-Gruppen-Chef Jean-Claude Juncker hält einen Schuldenschnitt Griechenlands für denkbar. "Ich schließe einen Schuldenschnitt nicht aus. Aber man sollte nicht denken, dass es einfach reicht, einen brutalen Schuldenschnitt in Griechenland vorzunehmen. Man muss dafür Sorge tragen, dass dies nicht zu Ansteckungsgefahren in der Eurozone führt," sagte Juncker. Auf die Frage, ob man im Falle Griechenlands von einem Schuldenschnitt von 50 bis 60 Prozent rede, sagte der luxemburgische Premierminister, "wir reden über mehr". » Handelsblatt Unterdessen wächst in der deutschen und französischen Bankenbranche der Widerstand gegen eine staatlich aufgezwungene Rekapitalisierung. Der deutsche Finanzstaatssekretär und designierte Chefvolkswirt der EZB, Jörg Asmussen, sprach sich in Brüssel für eine gleichzeitige Rekapitalisierung aller wichtigen europäischen Banken aus. » HB II "Die Bankenkrise, die zu einer Staatenkrise wurde, ist wieder zu einer Bankenkrise geworden", beschreibt das österreichische » Wirtschaftsblatt die aktuelle Lage in Europa. Die britische » Financial Times zeigt auf, wie eine Bankenrettung in Europa funktionieren könnte, die auch von den Wählern leichter akzeptiert würde als eine Übernahme der Schulden von Pleitestaaten. Eine mögliche Lösung bestehe darin, die Mittel aus dem EFSF-Fonds zu verwenden, um Banken gegenüber Garantien auszusprechen, falls diese eine freiwillige Verlängerung der Anleihenlaufzeit akzeptierten.
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NEWS
Bankenrettung a la China
Während in Europa über eine neue Bankenrettung diskutiert wird, hat China bereits gehandelt. Der 400 Milliarden Dollar schwere Staatsfonds CIC hat über eine Investmentgesellschaft Aktien der Bank of China, der Agricultural Bank of China (Agbank), der Industrial and Commercial Bank of China (ICBC) und der China Construction Bank gekauft. Die Bilanzen der chinesischen Geldinstitute scheinen solide - doch Analysten warnen vor den Auswirkungen eines möglichen Crashs am Immobilienmarkt. Peking handelt wie schon Ende 2008.
» Handelsblatt » FTD » WSJ
Deutsche Bank wird BHF nicht los
Die Deutsche Bank muss um den Verkauf ihrer Privatbanktochter BHF fürchten. Nach » FTD -Informationen lässt der einzige Interessent, der Finanzinvestor RHJ, seine Übernahmeabsicht vorerst ruhen und hat dies der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) mitgeteilt. Er hat es bislang nicht geschafft, einen Co-Investor aufzutreiben, um gemeinsam den Kauf zu finanzieren.

"Occupy Austria"
Die Protestbewegung "Occupy Wall Street" erreicht Österreich. Im Internet hat sich auf Facebook die Gruppe "occupy austria" gebildet. Im Zuge eines globalen Protesttags am Samstag, 15. Oktober, finden auch in Österreich Aktionen statt. In Deutschland fordert die » Süddeutsche Zeitung Deutsche dazu auf, den Demonstranten der "Occupy Wall Street"- Bewegung zu folgen. Im vierten Jahr der Finanzkrise gehe es erneut darum, die Banken zu retten. Dies zeige, dass momentan eine gigantische Umverteilung zu Lasten der Bürger laufe
Weiter Link: » Presse
Ritterschlag für die Theoretiker des freien Marktes
Mit Thomas Sargent und Christopher Sims zeichnet das Nobelpreiskomitee zwei Vertreter der traditionellen Mainstream-Makroökonomie aus, die mit für die globale Finanz- und Wirtschaftskrise verantwortlich gemacht wird.
» Handelsblatt
Andorra trocknet die Steueroase aus
Eine eigene Währung hat Andorra nie besessen. Aber Menschen aus vielen Ländern haben ihr Geld gern in dem kleinen Fürstentum gelassen. Das könnte ihnen ein Vorhaben des Ministerpräsidenten bald verleiden.
» Handelsblatt
Shortcuts aus der Finanzbranche
Die österreichische Bank Erste Group wird nach Sonderabschreibungen wegen der Staatsschuldenkrise statt eines Gewinns einen massiven Verlust von bis zu 800 Millionen Euro schreiben. Für die Aktionäre gibt es 2011 keine Dividende.» Presse In Österreich kursieren rund um UniCredit und Bank Austria seit kurzem wieder Trennungsgerüchte. Diese Gerüchte werden von den Betroffenen vehement dementiert. » Kurier Die Privatbank Merck Finck soll nach Katar gehen. Ein Investor aus dem Golfstaat will die Muttergesellschaft KBL für über eine Milliarde Euro kaufen. » Handelsblatt Die Banken horten so viel Geld bei der EZB wie seit Juni 2010 nicht mehr. » Cash
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FEEDBACK - meistgeklickter Link der vorherigen Ausgabe
Was Political Correctness bewirkt
Das Portal » Here ist the City listet elf Beispiele auf, was für bizarre Auswirkungen die sogenannte Political Correctness hat. Beispiele: In einigen US-Schulen wird kein "Christmas Tree", sondern ein "Holiday-Tree" aufgestellt, weil ein Christbaum andere Religionen beleidigen könnte. Und die BBC hat wohl aus ähnlichen Gründen die Bezeichnungen Before Christ (BC) und Anno Domini (AD) gestrichen und umbenannt.

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HEUTE IM HANDELSBLATT
Titel: Bankendrama, 2. Akt
Politik: Energiewende zum halben Preis
Unternehmen: Chefwechsel ohne Vorwarnung
Finanzen: Ackermanns Hängepartie
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INSIDER-BAROMETER - Transaktionen der Top-Manager
Topmanager nutzen Kursverfall zu Aktienkäufen
Die deutschen Topmanager glauben an steigende Kurse und kaufen gezielt zu. In der vergangenen Woche hat sich ein ehemaliger Chef eines Dax-Konzern mit Aktien eingedeckt. Damit ebbt die Kaufwelle aber so langsam ab. Das Barometer, das die Fifam zusammen mit Commerzbank Wealth Management exklusiv für das Handelsblatt berechnet, notiert bei 158 Punkten und signalisiert weiter ein attraktives Bewertungsverhältnis am deutschen Aktienmarkt.
» ausführlicher Handelsblatt-Artikel
MENSCHEN UND MEINUNGEN
Der Zockerei ein Ende machen
Berthold Huber, Chef der IG Metall, kritisiert, dass bei den Versuchen, die europäische Währungskrise zu lösen, die Regulierung der Finanzmärkte kaum vorangekommen sei. "Es muss Schluss sein mit dem rücksichtslosen Gezocke gegen die Menschen in unserem Land und in Europa", sagte Huber auf dem Gewerkschaftstag der IG Metall in Karlsruhe.
» Spiegel
Barroso wirft Finanzmärkten Panikmache vor
José Manuel Barroso, EU-Kommissionspräsident, hat den Finanzmärkten und Wirtschaftsexperten vorgeworfen, in der Euro-Schuldenkrise Panik zu erzeugen. Die Finanzmärkte seien "nicht unfehlbar", sagte er. In einem Interview kritisierte er zugleich die Euro-Länder. Sie hätten bei der Aufnahme Griechenlands in den Euro-Raum "massiven politischen Druck" auf die EU-Kommission ausgeübt und Sanktionen gegen Schuldenländer verhindert.
» Welt
Rettungsschirm soll direkt Staatsanleihen kaufen
Vitor Constancio, Vize-Präsident der Europäischen Zentralbank, hält die bisherigen Pläne für die Nutzung des Euro-Rettungsfonds EFSF für unzureichend und fordert, der Fonds solle hoch verschuldete Länder direkt bei der Aufnahme von Krediten an den Finanzmärkten unterstützen.
» FTD
Nicht nach alten Rezepten handeln
Carl Christian von Weizsäcker, ehemaliger Wirtschaftsprofessor an der Uni Köln, plädiert in der Euro-Krise für Konjunkturprogramme. Auch wenn sich der Staat dadurch noch mehr verschuldet.
» Welt
Drogentests für koksende Börsianer
Carlo Giovanardi , italienischer Familienstaatssekretär, ruft die Mailänder Börse und die Börsenaufsichtsbehörde auf, Börsianer Anti-Drogen-Kontrollen zu unterziehen. "Es gibt Studien, die die Krisen in Wall Street mit Kokainkonsum in Verbindung bringen. Ich bezweifle, dass ein Anleger sein Geld einem drogensüchtigen Börsenmakler anvertrauen will", sagte Giovanardi, der für seine Anti-Drogen-Kampagnen in Italien bekannt ist.
» Presse
ZUGABE - worüber die Finanzwelt schmunzelt
Eine Gewerkschaft für Adlige
Von den Nöten und Problemen französischer Adliger berichtet das» Wall Street Journal Weil sie große Schlösser unterhalten müssten, aber ihres ursprünglichen Jobs - der Dienst für den König - beraubt wurden, darbten immer mehr noble Franzosen. Die "Association for the Mutual Assistance of the French Nobility" schaffe Abhilfe: Die "Gewerkschaft für Adlige" helfe Mitgliedern bei Rechtsstreitigkeiten um ihre Namen, zahle die Schule für begabte Adelskinder und unterhalte eine Partnervermittlung für adlige Singles. "Auch ein Secondhand-Geschäft für gebrauchte Kleidung, ein Bridge-Club, gemeinsame Wanderungen und ein Jugendclub gehören zum Service." 6000 Mitglieder zähle die Vereinigung. Zusätzliche Mitglieder in Not zu gewinnen und zu unterstützen, sei jedoch nicht einfach. "Wir haben kürzlich Adlige aus der Nachbarregion auf dem Wochenmarkt gesehen, wo sie selbst angebautes Gemüse verkauften. Wir mussten eine halbe Stunde auf sie einreden, ehe sie bereit waren, sich helfen zu lassen", zitiert das Journal ein Mitglied. "Wir sind eben stolz."