Roberto Abraham Scaruffi

Tuesday, 26 April 2011


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Wie geht es weiter mit dem Goldpreis?
Platzt die Goldblase bald? Und welchen Einfluß hat die Fed darauf? Die Financial Times Deutschland führt die explodierenden Goldpreise auf die lockere Geldpolitik der amerikanischen Zentralbank zurück. Während eine Feinunze Gold im Jahr 1999 bei knapp über 250 Dollar notiert habe, müsse nun mehr als 1500 Dollar gezahlt werden. Gleichzeitig bieten zehnjährige US-Staatsanleihen nur 3,4 Prozent Zinsen. "Die Goldliebhaber scheinen der Auffassung zu sein, dass die US-Notenbank bei jeder Schwäche der Wirtschaft nur noch mehr Geld in den Umlauf bringen wird, womit die Inflation nur eine Frage der Zeit wäre", analysiert das Blatt. Die Anleihekäufer glaubten hingegen, die Wirtschaft bleibe schwach, egal wie viel Geld die Fed hineinpumpe. Das US-Magazin Forbes warnt dagegen vor einer Blase auf dem Goldmarkt. Es sei demnach ein Fehler, davon auszugehen, Goldanlagen seien eine Absicherung gegen Inflation. Der Goldpreis werde seit 2000 zunehmend von "institutionellen Spekulanten" getrieben, die sich das Geld dazu zu fast null Prozent entliehen. "So lange die Leitzinsen niedrig sind, sind auch die Kosten der Wetten auf Gold niedrig. Somit fließt Geld in diesen Markt", erklärt das Magazin. Bei steigenden Zinsen würden die Spekulanten ihr Geld hingegen aus dem Markt abziehen und der Goldpreis würde sinken. Die International Business Times sieht noch keine Gründe für eine Veränderung der aufsteigenden Trends beim Gold- und Silberpreis. Unterdessen lockt die neueste Goldmünzenserie des Bundes die Anleger in Scharen - obwohl noch nicht mal der Preis feststeht.
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NEWS
Massenflucht bei der WestLB
Wenn im Flurfunk Szenarien über die Zerschlagung des eigenen Unternehmens die Runde machen, schwindet die Treue der Mitarbeiter. Der WestLB laufen die Manager davon. Vor der Aufspaltung der Bank hat schon eine Reihe von ihnen gekündigt.
» FTD
Noch mehr Schulden in Portugal
Portugal hat im vergangenen Jahr mehr Schulden gemacht als bislang angenommen. Das revidierte Haushaltsminus lag bei 9,1 Prozent der Wirtschaftsleistung. Grund für das höhere Minus ist die volle Einrechnung dreier öffentlich-privater Partnerschaften. Das höhere Defizit dürfte die Bemühungen Portugals erschweren, das Haushaltsdefizit in diesem Jahr zu reduzieren.
» Handelszeitung
Griechische Regierung denkt über Haircut nach
Allen Beteuerungen zum Trotz, die Finanzkrise ohne Umschuldung zu überstehen, denkt die Regierung Griechenlands über einen Haircut nach. Athen erwägt griechischen Zeitungen zufolge eine "sanfte Restrukturierung" der erdrückenden Staatsschulden.
» FTD
Riskante Geschäfte
Banken bieten mit ihren Leasing- und Factoringtöchtern finanzielle Komplettlösungen. Das kann für den Kunden billiger werden, für die Geldhäuser aber auch riskant.
» FTD
Geld für Lehman-Kunden
Einige ehemalige Kunden der Pleitebank Lehman Brothers dürfen sich auf eine Entschädigung freuen: Die US-Großbank JP Morgan übergibt dem Treuhänder, der das US-Brokergeschäft von Lehman Brothers abwickelt, Bargeld und Wertpapiere im Wert von 861 Millionen Dollar.
» Handelsblatt » Presse
Gericht zwingt britische Banken zu Verbraucherschutz
Die britischen Banken müssen sich auf Entschädigungszahlungen in Milliardenhöhe einstellen. Der High Court in London verurteilte die Geldhäuser, den Verkauf von Millionen Kreditversicherungen rückwirkend zu überprüfen. Das Gericht gab damit der britischen Finanzaufsicht FSA Recht. Die Behörde geht davon aus, dass die Banken zahlreiche Verträge rückabwickeln und den Kunden bis zu 4,5 Mrd. Pfund (5,1 Mrd. Euro) erstatten müssen.
» FTD
Das Versagen der Ratingagenturen
Die Krise hätte ohne Ratingagenturen nicht passieren können, urteilt die Expertenkommission des US-Kongresses. Die Ratings hätten geholfen, den Hypothekenmarkt aufzublähen. Ihre Rückstufungen 2007 und 2008 hätten Chaos angerichtet. Eine aktuelle Untersuchung von Ökonomen der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) wirft ein Schlaglicht auf einen paradoxen Vorgang: Je grösser das Versagen der Agenturen, desto mehr Einfluss geben ihnen die staatlichen Regulierer.
» Handelszeitung
Poröses US-Steuersystem
Das poröse US-amerikanische Steuersystem führt dazu, dass nur knapp die Hälfte der amerikanischen Haushalte - dank einer Vielzahl an Abschreibungsmöglichkeiten oder aufgrund zu geringen Einkommens - Einkommensteuer bezahlt.
» Presse
Mehr fürs Islamic Banking tun
Die Schweizer Privatbank Sarasin fordert die Branche auf, sich mehr mit Scharia-konformen Produkten auseinanderzusetzen und somit mehr Wert auf Islamic Finance Planing zu legen.
» Fine News
Experten prophezeien eine goldene Zukunft
Während im Ausland die Branche schon seit längerem wieder Schwung hat, hat nun auch das Geschäft der Finanzinvestoren in Deutschland an Fahrt aufgenommen. Das macht auch die Profis mit ihren Vorhersagen mutiger.
» Handelsblatt
Neue Runde im Kampf um Lehman-Reste
Der Kampf um die Überreste der Pleitebank Lehman Brothers geht in den USA in eine weitere Runde. Jetzt stehen sich der Hedgefonds-Manager John Paulson und die Investmentbank Goldman gegenüber.
» Wall Street Journal
Shortcuts aus der Finanzbranche
Bond-Handel verhagelt Morgan Stanleys Bilanz » FTD Hypo Alpe Adria dementiert Festnahme von Mitarbeitern » Wirtschaftsblatt UBS eröffnet in Hongkong eine eigene Universität » Fine News Die UBS hat mehr als erwartet verdient » Handelsblatt
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FEEDBACK - meistgeklickter Link der vorherigen Ausgabe
Peking schlimmer als Dubai
James Chanos, berühmtester Leerverkäufer der Welt, warnt vor dem chinesischen Immobilienmarkt, wo sich ein gewaltiges Gewitter zusammengebraut habe, "tausendmal schlimmer als Dubai". "Es mag noch eine Zeit lang funktionieren, den Immobilienmarkt mit billigen Krediten zu befeuern. Aber irgendwann ist unweigerlich Schluss damit - beste Beispiele sind Irland, Island oder die Vereinigten Staaten."
» Capital
HEUTE IM HANDELSBLATT
Titel: Toyota bebt
Politik: Assad bekämpft das eigene Volk
Unternehmen: Der Mitnahme-Effekt
Finanzen: Was vom Dollar übrig bleibt
» Handelsblatt vierwöchiges Miniabo » Hier können Sie die aktuelle Ausgabe für 1,59 € direkt downloaden
KÖPFE
Stark warnt vor Umschuldung
Jürgen Stark, Chefvolkwirt der EZB, warnt eindringlich vor einer Umschuldung Griechenlands. Das könnte schlimmer werden als die Lehman-Pleite, warnt der Ökonom.
» ZDF
Banker für mehr Regulierung
Peter Kurer, Ex-Verwaltungsratspräsident der UBS, befürwortet eine schärfere Bankenregulierung. Die Schweizer Grossbanken CS und UBS werden mit den schärferen Regeln international nicht schlechter dastehen. Im Gegenteil: Wegen der guten Kapitalisierung würden die Banken auf lange Frist gestärkt. Mehr Eigenkapital sei zwar für die Grossaktionäre schlechter, für die Bankkunden aber besser.
» Handelszeitung
Der größte Reichtum
Rob Kapito, Präsident der weltgrößten Vermögensverwaltung Blackrock, verwaltet zusammen mit dem Blackrock-Vorsitzenden Larry Fink 3,6 Billionen Dollar. Das ist so viel wie das Bruttoinlandsprodukt von Deutschland.
» Welt
Wall Street Betrüger aus dem Rheinland
Christoph Schlütz-Reineke, Rheinländer und Anlagebetrüger an der Wall Street, sitzt in den USA im Gefängnis. Mehr als 10000 Kleinanleger soll er um ihr Geld erleichtert haben. Bei guter Führung kommt er in neun Jahren frei.
» Zeit
Ex-KfW-Vorstand belastet Bank-Chef Schröder
Peter Fleischer, Ex-Vorstand der KfW, erhebt neue Vorwürfe gegen Manager der Staatsbank bis hin zu Vorstandschef Ulrich Schröder. Im Vorfeld der Pannenüberweisung an die bereits insolvente US-Bank Lehman Brothers im September 2008 seien zahlreiche interne Vorgaben missachtet worden, schreiben Fleischers Anwälte in der Klage gegen dessen Rauswurf.
» Welt
ZUGABE - worüber die Finanzwelt schmunzelt
Streik der Croupiers
"Rien ne va plus" - nichts geht mehr an den Roulette- und Baccara-Tischen im kleinen Fürstentum Monaco. Ein Streik der Croupiers legte über die Osterfeiertage den Spielbetrieb in Monacos Casinos lahm. Hauptforderung der Chipjongleure. Anstatt aus den Trinkgeldern der Kunden bezahlt zu werden, verlangen die Croupiers ein festes Einkommen.
» Spiegel