Roberto Abraham Scaruffi

Friday, 22 April 2011


DONNERSTAG, 21. APRIL 2011
Guten Morgen Herr Scaruffi,
Jürgen Großmann ist etwa zwei Meter groß und von bulliger Statur. Auch ist er nicht auf den Mund gefallen, er gilt als schlagfertig und eloquent. Doch die Unmutsäußerungen vieler Kleinaktionäre gegen die Atomkraft bei der gestrigen Hauptversammlung seines RWE-Konzerns dürften auch dem Unternehmenschef zugesetzt haben. Der Aufruhr unter den Aktionären hat gezeigt, dass das Schlusskapitel der Kernkraft begonnen hat. Und das nicht nur in Deutschland, wie Großmann immer wieder betont. Auch im Ausland hat das Umdenken und Umsteuern begonnen, raus aus der Atomkraft und hin zu regenerativen Energien. In der heutigen Titelgeschichte "Vorbild Deutschland" finden Sie dazu einen ausführlichen Überblick.

Für den US-Investor Blackstone markiert der Ostersonntag den fünften Jahrestag eines milliardenschweren Investments, das sich bis heute für die Amerikaner nicht rechnet. Am 24. April 2006 kaufte Blackstone 4,5 Prozent an der Deutschen Telekom zu einem Preis von etwa 14 Euro je Aktie. Derzeit liegt der Wert der T-Aktie bei elf Euro, und der Kurs müsste mindestens auf 12,50 Euro steigen, ehe das Investment, die seither gezahlten Dividenden eingerechnet, die schwarze Null erreicht. Die gesamte Geschichte lesen Sie heute im Handelsblatt.

Unter Jack Welch galt General Electric als Lehrbeispiel eines nahezu perfekt geführten Unternehmens. Ob auch seine Nachfolger den US-Technologiekonzern weiter erfolgreich auf Kurs halten, zeigt sich heute: General Electric präsentiert die Zahlen für das erste Quartal.

Ich wünsche Ihnen allen frohe Ostern.

Herzlichst
Peter Brors
Stellvertretender Chefredakteur
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Vorbild Deutschland
Der Ausstieg aus der Atomenergie sei ein deutscher Sonderweg, sagt RWE-Chef Großmann. Aber das stimmt längst nicht mehr. In der gesamten westlichen Welt findet derzeit eine Neubewertung der Nukleartechnologie statt. Deutsche Hersteller für Sonnen- und Windanlagen erwarten Rekordaufträge.

Sozialkassen machen Milliardengewinne
Die Sozialversicherungen werden viele Milliarden Euro mehr einnehmen als geplant, ergeben Berechnungen des Kieler Instituts für Weltwirtschaft im Auftrag des Handelsblatts.

Eigenkapitalvorschriften: Die EU prescht vor
Die EU-Kommission will die geplante Verschärfung der Eigenkapitalvorschriften für Banken nicht mehr davon abhängig machen, ob die USA mitziehen.

Finanzinvestor Blackstone mit Telekom-Aktie im Minus
Exklusive Berechnungen: Das Engagement bei der Telekom ist für Blackstone bisher ein herbes Verlustgeschäft. Die Amerikaner haben die Marktentwicklung falsch eingeschätzt. Außerdem müssen sie mit einem Großteil der an sie ausgezahlten Dividende Kredite bedienen.

Japan-Krise trifft deutsche Autobauer kaum
Exklusive Studie: Die deutsche Automobilindustrie spürt die Folgen des Erdbebens in Japan weniger als zunächst angenommen. Toyota selbst dagegen ist hart betroffen.

Der Pfad der Tugend
Corrado Passera, Chef der italienischen Großbank Intesa, sieht in der deutschen Wirtschaftspolitik ein Vorbild für sein Heimatland. Zwar habe sich die italienische Ökonomie als sehr widerstandsfähig erwiesen, doch beim Wachstum hinke sie Deutschland hinterher.

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Japan errichtet Sperrzone um Atomkraftwerk
Die japanische Regierung hat die Evakuierungszone rund um das Unglückskernkraftwerk Fukushima zur Sperrzone erklärt. Auch ehemaligen Bewohnern ist ihr Betreten nun verboten. Es gibt aber Ausnahmen.
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Das Wichtigste in 99 Sekunden
aus Wirtschaft und Politik
Die Themen der Frühsendung: Apple meldet riesigen Umsatzsprung, keine Lokführer-Streiks mehr im April, Renten werden nur gering ansteigen, Volksabstimmung über Stuttgart 21 geplant, zwei Journalisten in Libyen getötet
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Dax dürfte weiter klettern
Der Dax gönnt sich keine Verschnaufpause. Nachdem der Index gestern schon knapp drei Prozent gewonnen hatte, dürfte er am Donnerstag weiter zulegen. Die Marke von 7.300 Punkten rückt in Reichweite.
Hauptversammlung von Beiersdorf: International zu klein
Nach Jahren scheinbar automatischen Erfolges muss der Dax-Konzern Beiersdorf sich internationalen, deutlich größeren Konkurrenten wie Procter & Gamble, Unilever und L'Oréal erwehren. Die Aktionäre sind besorgt. Da hilft es wenig, dass Beiersdorf-Chef Thomas-B. Quaas auf der Hauptversammlung zwei Jahre mit niedrigen Gewinnmargen und Strategiewechseln ankündigen wird.

Ifo-Geschäftsklima vor der Normalisierung
Das Münchner Ifo-Institut veröffentlicht sein viel beachtetes Geschäftsklima. Volkswirte erwarten, dass das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer auf dem hohen Niveau des Vormonats verharren dürfte. Selbst ein leichter Rückgang würde nach den immer neuen Rekordständen der Vormonate allenfalls eine Normalisierung der Erwartungen signalisieren.
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Michelin wächst kräftig
Heute Abend nach Börsenschluss will Frankreichs Reifenriese seine Umsatzzahlen für das erste Quartal bekannt geben. Analysten rechnen im Schnitt mit einem Wachstum von gut 21 Prozent auf knapp 4,8 Milliarden Euro. Das Umsatzplus dürfte zu zwei Dritteln auf einem Mengenzuwachs beruhen, das verbleibende Drittel dürften die Preiserhöhungen beigesteuert haben.
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Apple auf dem Weg zu neuen Höhen
Der US-Konzern konnte seinen Umsatz um mehr als 80 Prozent steigern und hat damit alle Erwartungen übertroffen. Die Apple-Aktie reagierte nachbörslich mit einem Kursanstieg von drei Prozent.
Obama will Ölkonzernen Steuervorteile streichen
Bei einem Interview aus der Facebook-Zentrale in Kalifornien stand US-Präsident Barack Obama zehntausenden Facebook-Nutzern Rede und Antwort. Er sprach auch darüber, dass er die Steuervorteile für Ölkonzerne abschaffen will.
Honeywell verdient gut und erhöht Prognose
Damit hätten viele Börsianer nicht gerechnet: Der Mischkonzern Honeywell verdiente gut 40 Prozent mehr als vor einem Jahr. Das Unternehmen hat seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr jetzt angepasst.
Starke Gewinnsteigerung bei American Express
Die Kunden von American Express haben im ersten Quartal derart fleißig Geld ausgegeben, dass die Kreditkarten-Firma ihren Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 33 Prozent auf 1,2 Milliarden Dollar steigern konnte.
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Intel und Yahoo lassen Börsianer jubeln
Die guten Bilanzen von Intel und Yahoo haben die Hoffnung auf eine wirtschaftliche Erholung zurückgebracht. Die Aktien beider Technologieriesen stiegen um mehrere Prozent und trieben damit die Wall Street gehörig an.
Überrascht General Electric?
Der US-Technologiekonzern General Electric legt Zahlen vor. Bereits in den vergangenen Tagen hatten etliche amerikanische Industrie- und Technologiefirmen positiv überrascht und ihre Gewinnprognosen erhöht. Kann GE mithalten?

Hohe Erwartungen bei AMD-Aktionären
Der amerikanische Chiphersteller AMD präsentiert seine Ergebnisse. Die Erwartungen sind hoch, nachdem Konkurrent Intel mit einem Rekordquartal glänzen konnte.

Blackstones Erfolg mit Immobilien
Mit der Telekom-Beteiligung hat Blackstone bisher kein gutes Geschäft gemacht. Doch der Riese unter den Finanzinvestoren investiert in jüngster Zeit verstärkt in Immobilien. Ob er damit Erfolg hat, werden die Quartalszahlen zeigen, die Blackstone veröffentlicht.

Morgan Stanley schließt die US-Bankenzahlen ab
Als letzte amerikanische Großbank präsentiert Morgan Stanley seine Quartalsergebnisse - und Analysten können einen Strich unter die Bilanzsaison der US-Institute ziehen. Fazit dürfte sein: Den US-Banken geht es wieder besser, manchen sogar glänzend. Überwunden ist die Finanzkrise aber noch nicht.
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OECD-Bericht zu Japan
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) veröffentlicht ihren Wirtschaftsausblick für Japan. Darin wird sie erstmalig ausführlich zu den erwarteten ökonomischen Folgen des Tsunamis und der Reaktorkatastrophe Stellung beziehen. Außerdem befasst sich die OECD mit den langfristigen Folgen der hohen Verschuldung Japans.
Apple-Zahlen treiben Tokioter Börse an
Tokios Börse profitiert von den guten Ergebnissen des US-Konzerns Apple. Jetzt hoffen die Anleger, dass auch japanische Technologie- und Autokonzerne im abgelaufenen Quartal besser als erwartet abgeschnitten haben.
FÜR SIE GELESEN - HANDELSBLATT PRESSESCHAU
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Die internationale Presse diskutiert über den richtigen Umgang mit einer möglichen Umschuldung Griechenlands und schaut auf mögliche Folgen der sinkenden US-Bonität für Europa.

So außerordentlich auch die Anstrengungen der Eurozone im Kampf gegen die Schuldenkrise gewesen sein mögen, sie alle hätten die Lösung lediglich aufgeschoben, analysiert die britische Financial Times.

Das amerikanische Wall Street Journal stellt sich die Folgen für Europa vor, sollten die USA in ihrer Kreditwürdigkeit herabgestuft werden. Die erste Konsequenz wäre eine Geldflut in Länder, die noch immer ein Triple-A Rating besitzen.

Die Nachrichtenagentur Reuters sieht in dem Rekordpreis für Gold und andere Edelmetalle eine Blase, die über kurz oder lang platzen werde.

Die Zeitung The Guardian zeigt sich skeptisch angesichts der Reformen auf Kuba und bezeichnet sie als Tarnung für Repressionen und illusorisch.