Roberto Abraham Scaruffi

Friday, 22 April 2011


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Was passiert, wenn Triple-A kippt?
Weltweit diskutieren die Medien weiterhin über die Drohung der Ratingagentur S&P, den USA die Bonitäts-Bestnote "Triple A" zu entziehen. Nach Einschätzung der Börsen-Zeitung ist Deutschlands Top-Benotung der Kreditwürdigkeit nicht in Gefahr. An den Märkten sei derzeit keine derartige Rating-Nervosität zu spüren. Das Wall Street Journal stellt sich die Folgen für Europa vor, sollten die USA in ihrer Kreditwürdigkeit tatsächlich herabgestuft werden. Ausgerechnet drei Monate vor der Bundestagswahl könnten dann die Schuldenländer "in einem Anfall fiskalischer Rechtschaffenheit fallengelassen werden". Die FTD geht davon aus, dass die angedrohte Herabstufung dazu führen wird, dass weitere Bondinvestoren ihre US-Staatsanleihen abstoßen. Le Monde zitiert den Chefökonom des Internationalen Währungsfonds, Olivier Blanchard, der meint, es gebe auf mittlere Sicht keinen "glaubwürdigen Plan", wie das Haushaltsdefizit in den USA verringert werden solle. Im Wall Street Journal erklärt außerdem Russlands Premier Wladimir Putin, die US-Geldpolitik sei Hooliganismus. Warum hassen US-Analysten, die sich auf die Seite Russlands schlagen, die USA nur so, fragt US-Nobelpreisträger Paul Krugman in der New York Times.
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NEWS
Gold-Hausse bald zu Ende?
Die Ratingwarnung von S&P gegenüber den USA hat auch den Goldkurs in die Höhe getrieben. Das Edelmetall knackte die Marke von 1500 Dollar je Feinunze. "Wer heute auf Edelmetall setzt, setzt also darauf, dass die Inflation in den USA massiv steigt und die Notenbank trotzdem den Staat weiter mit der Gelddruckmaschine finanzieren wird, anstatt rechtzeitig die Zinsen anzuheben", kommentiert die Financial Times Deutschland. Doch Fed-Chef Ben Bernanke sei nicht so dumm. Das Wall Street Journal erwartet das Ende des goldigen Höhenflugs mit dem Ende der lockeren US-Geldpolitik im Sommer.
» Financial Times Deutschland » NYT » Market Watch » Wall Street Journal » Financial Times
Verkehrte Euro-Welt
Trotz der Dauer-Spekulationen über eine Umschuldung Griechenlands klettert der Euro auf ein 15-Monatshoch. Geholfen haben dürften die guten Quartalszahlen europäischer Unternehmen wie L'Oréal und Peugeot, vermutet die FTD. Nach einer Reuters-Umfrage gehen 46 von 55 Ökonomen von einem hellenischen Haircut in den kommenden zwei Jahren aus. Der dürfe kein Tabu sein, meint die FTD.
» Financial Times Deutschland » FTD2 » Reuters » Economist
Berlin droht Blamage
Gibt der Bundestag grünes Licht für den europäischen Hilfsfonds? Die FTD meldet Zweifel an, da mehrere Abgeordnete der Regierungskoalition ihren Widerstand gegen das milliardenschwere Projekt zur Unterstützung strauchelnder Staaten angekündigt hätten. Rainer Brüderle, Bundeswirtschaftsminister, fordert ein Mitspracherecht bei den Verhandlungen um Ausgestaltung des Euro-Rettungsschirms ESM. Dass Finanzminister Wolfgang Schäuble die Abteilungsleiter im Wirtschaftsministerium nur im Nachhinein über den Verhandlungsstand informieren wollen, sei "inakzeptabel".
» Handelsblatt » Financial Times Deutschland » Spiegel
Blauer Brief für Deutsche Bank
Nach dem geplatzten Verkauf der BHF-Bank hat die Deutsche Bank der Ratingagentur Fitch zufolge viel Arbeit vor sich. Die Tochter, die für den Branchenprimus vor allem im Vermögensverwaltungsgeschäft interessant ist, müsse nun tiefgreifend restrukturiert werden, teilte Fitch am Mittwoch mit.
» Handelsblatt
Buyout-Abteilung zu verkaufen
Die Bank of America will ihr fünf Milliarden Dollar schweres Private-Equity-Geschäft (BAML Capital Partners) abstoßen. Den Firmenzweig hatte die Bank bei der Übernahme von Merrill Lynch geerbt. Einige Führungskräfte der PE-Abteilung wollen das Geschäft fortführen.
» Financial Times » New York Times
Shortcuts aus der Finanzbranche
Der Börsenbetreiber Nasdaq OMX hat seinen Gewinn im ersten Quartal um 70 Prozent gesteigert » FTD Munich Re-Konzernchef Nikolaus von Bomhard verspricht den Aktionären 2011 einen Gewinn » HB » MM Nach der NordLB werden auch bei der Landesbank Hessen-Thüringen die stillen Einlagen auf die Schnelle für den Stresstest angepasst » BZ Die Kunden von American Express haben im ersten Quartal derart fleißig Geld ausgegeben, dass die Kreditkarten-Firma ihren Gewinn um 33 Prozent steigern konnte » HB Wells Fargo, größte US-Hypothekenbank, verzeichnete im ersten Quartal einen Rekordgewinn » FTD Mit dem Rückenwind durch die gute Konjunktur will die größte deutsche Landesbank LBBW 2011 wieder einen Gewinn ausweisen » HB
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FEEDBACK - meistgeklickter Link der vorherigen Ausgabe
Der tiefe Sturz der Oppenheims
Es war der größte Bankenskandal Deutschlands - der Absturz des Kölner Bankhauses Sal. Oppenheim. Gegen die Verantwortlichen laufen diverse Anklagen. Das Manager Magazin zeichnet den Fall des Geldhauses nach.
» Manager Magazin

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HEUTE IM HANDELSBLATT
Titel: Vorbild Deutschland
Politik: Düstere Aussichten
Unternehmen: Blackstones verlorene Wette
Finanzen: Munich Re schultert Milliardenlast
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KÖPFE
Neustart mit angezogener Bremse
Carsten Kengeter, Chef der UBS-Investmentbank, versucht seit zwei Jahren, die Investmentbank der Schweizer wieder fit zu machen. Doch die neuen aufsichtsrechtlichen Bestimmungen und der Abgang zahlreicher Top-Manager machen ihm einen Strich durch die Rechnung. Analysten bedauern dies allerdings nicht.
» Bloomberg » Wall Street Journal
Auch Kleine sind gefährlich
Mark Branson, Leiter Geschäftsbereich Banken bei der Schweizer Finanzaufsicht Finma, verteidigt die strengeren Eigenkapitalvorschriften für die Großbanken. Bei der Risikoabschätzung spiele die Vernetzung der Banken eine größere Rolle als die Größe allein. Eine enorme Anzahl kleiner Institute, die untereinander korreliert sind, könne genauso gefährlich sein wie große Banken.
» Finanz und Wirtschaft
Ärger nach Stinkefinger
Helmut Markwort, Herausgeber des Focus, ist von sechs Griechen verklagt worden, die sich über ein Titel-Bild des Magazins zur Griechenland-Krise (Statue der Aphrodite von Milos mit Stinkefinger) aufregen. Vorwürfe: Verleumdung, üble Nachrede und Verunglimpfung der Symbole des griechischen Staates.
» Tagesspiegel
Peking schlimmer als Dubai
James Chanos, berühmtester Leerverkäufer der Welt, warnt vor dem chinesischen Immobilienmarkt, wo sich ein gewaltiges Gewitter zusammengebraut habe, "tausendmal schlimmer als Dubai". "Es mag noch eine Zeit lang funktionieren, den Immobilienmarkt mit billigen Krediten zu befeuern. Aber irgendwann ist unweigerlich Schluss damit - beste Beispiele sind Irland, Island oder die Vereinigten Staaten."
» Capital
Neuer Mann für Deutschland
Stefan Meine tritt als Head of Corporate Finance für Deutschland, Österreich und die Schweiz bei der Royal Bank of Scotland an. Somit verantwortet er das Geschäft mit Mergers & Acquisitions im deutschsprachigen Raum. Der 39-Jährige folgt auf Georg Helg. Daily Mail berichtet über den Aufstand von Investoren gegen das vorzügliche Bonus-Paket der RBS-Führungsriege.
» Here is the City » Daily Mail
WIRTSCHAFTSBUCH DER WOCHE
Buffetts beste Tipps für Manager
Warren Buffett ist nicht nur ein begnadeter Investor, sondern auch Chef von Berkshire Hathaway - und als solcher eben auch von weltweit 233.000 Beschäftigten. Und diese Seite haben die Erfolgsautoren Mary Buffett und David Clark in ihrem Buch "Die Macht der Ehrlichkeit. Warren Buffettts Management-Kompass" untersucht.
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ZUGABE - worüber die Finanzwelt schmunzelt
Trump for President
Donald Trump ist zwar schon einmal beim Wettrennen um die US-Präsidentschaft bei den Republikanern mitgelaufen, doch diesmal habe er gute Chancen, meint salon.com. Damals habe er gegenüber George W. Bush und John McCain das Nachsehen gehabt, heute könne er ungehindert sein Reagansches Geschwätz, Clintons Libido und seinen Reichtum an Erfahrungen mit dem Schuldenmachen in die Waagschale werfen. Wenn ein B-Klasse-Schauspieler ins Weiße Haus einziehen konnte, warum nicht auch ein launischer Geschäftsmann mit komischer Frisur? (Foto: salon.com)
» Salon.com