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Griechische
"Rausschmeißermusik"
Deutschland und Frankreich verlieren die
Geduld mit Griechenland. Um die Schuldenkrise endlich in den Griff zu kriegen,
haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas
Sarkozy ein Sonderkonto zur Tilgung griechischer Schulden vorgeschlagen.
» (Handelsblatt » Süddeutsche » Spiegel » Zeit) "Was nützt ein Sonderkonto, wenn die Einnahmen des
Schuldenbruders so gering sind, dass er sogar abzüglich der Zinszahlungen auf
die Staatsschuld ein hohes Defizit einfährt?", kommentiert die » Welt. "Diese Idee ist nicht mehr als Ausdruck einer tiefen
Verzweiflung. Europas mächtigste Politiker haben keine Ahnung, wie sie dieses
kleine Land zur Räson rufen sollen." Die » Financial Times
Deutschland sieht hinter den Vorschlägen, einen Sparkommissar für
Griechenland abzustellen oder gar ein Sperrkonto einzurichten, Vorbereitungen
für die Insolvenz Griechenlands. Die Vorschläge seien "Rausschmeißermusik". Auch
Entwicklungspolitiker zeigen sich in einem Gastbeitrag für die » Zeit pessimistisch: "Das Staatssystem Griechenlands ist
korrupt", heißt es in dem Beitrag. "Denn ein Ausstieg aus der Währungsunion
würde keines der drei grundlegenden Probleme der griechischen Wirtschaft lösen:
das völlig dysfunktionale Steuersystem, der übergroße, intransparente und
ineffiziente öffentliche Sektor sowie die endemische Korruption." In der Nacht
hat der Druck offenbar erste Wirkung gezeigt: Die griechische Regierung hat dem
Abbau von 15.000 Beamtenstellen zugestimmt. » (Handelsblatt) Das gemeinsame TV-Interview von Merkel und Sarkozy zur
Griechenland-Krise wurde ebenfalls kommentiert: "Die beiden sind eben ein
eingespieltes Ehepaar. Sarkozy lenkt, Merkel denkt", schreibt das » Handelsblatt.
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AWD Doppel-Urteil
Gleich zwei
Gerichtsurteile fielen zuungunsten des Finanzdienstleisters AWD aus. Zum
einen hatte der Finanzvertrieb Anfang der 2000er Jahre Anteile an Filmfonds des
Münchener Emittenten DCM verkauft - die dann grandios floppten. Laut
» Manager Magazin waren Anleger nun mit Schadensersatz-Klagen erfolgreich. Und
der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat gegen das ehemalige
Unternehmen von Firmengründer Carsten Maschmeyer einen weiteren Sieg vor
Gericht errungen - diesmal in einem Schadensersatzprozess namens einer
AWD-Kundin: Ein Berater empfahl ihr Immobilienaktien, klärte sie aber nicht
adäquat über das Risiko auf. Das Gericht sprach der Frau nun auch in zweiter
Instanz Schadensersatz wegen "grob fahrlässiger" Beratung zu, berichtet der
östereichische » Standard.
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Einigung in Sicht
Im Streit über
Zwangsversteigerungen in den USA zeichnet sich eine Einigung ab. Die fünf
größten US-Hypothekenbanken Wells Fargo, Bank of America, JP
Morgan, Citigroup und Ally Financial sind offenbar zu einem 25
Milliarden Dollar schweren Vergleich bereit. Von der Gesamtsumme sollen laut
» Wall Street Journal rund 1,5 Milliarden Dollar als Entschädigungszahlungen an
Bürger fließen, deren Häuser zwangsversteigert wurden. Der Großteil des Geldes
soll dazu dienen, weitere Räumungen zu vermeiden. Der endgültige Umfang der
Abschreibungen hängt davon ab, ob alle Bundesstaaten der Vereinbarung
zustimmen. Weiterer Link: » FTD
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China als Retter
Der Internationale
Währungsfonds (IWF) verlangt von der Regierung in Peking, sich stärker in
die Lösung der Euro-Krise einzuschalten - mit Investitionen in den
schuldengeplagten Ländern. Das Drohgebilde des Währungsfonds: Sollte sich die
Volksrepublik zurückhalten, könnte sich die Krise drastisch verschärfen und
Chinas Wirtschaft mit in die Tiefe reißen. » Spiegel
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Das "sichere" Singapur
Während das Schweizer
Bankgeheimnis international immer mehr in Bedrängnis kommt, versucht der
Finanzplatz Singapur in die Bresche zu springen. Laut » Today Online scheint das Bankgeheimnis im fernen Osten sicherer zu sein.
Dies hänge nicht zuletzt damit zusammen, dass Singapur als politischer,
militärischer und wirtschaftlicher Stützpunkt der USA gilt. Vor diesem
Hintergrund muss in dem kleinen Stadtstaat niemand befürchten, unter Druck der
Amerikaner zu gelangen.
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Langer Weg aus der Krise
Die Wirtschaftsagentur
» Reuters vergleicht die Wirtschaften der Krisenstaaten Griechenland und
Portugal und glaubt, dass beiden Ländern noch ein sehr langer Weg aus der Krise
bevorstehe. Ihnen fehle der "innovative Dreh". Pro eine Million Einwohner hätten
die Staaten weniger als acht Patente eingereicht - Deutschland habe in der
gleichen Zeit 335 Patente pro Million eingereicht. Natürlich sei hier der
Skaleneffekt einer acht Mal größeren Bevölkerung zu betrachten. Doch selbst
Tschechien komme mit 16 Patentanmeldungen pro eine Million Einwohner auf die
doppelte Menge.
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Weitere Schuldenkäufe in
Sicht
Das » Wall Street Journal hält eine weitere monetäre Lockerung seitens der britischen
Notenbank im Laufe der Woche für wahrscheinlich. Die Rede sei von weiteren 80
bis 120 Milliarden Dollar an Schuldenkäufen. Die Bank of England sei zum
Handeln gezwungen, angesichts einer leicht schrumpfenden Wirtschaftsleistung im
vierten Quartal. Ob es jedoch die richtige monetäre Medizin sei, bleibe
unbeantwortet.
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Shortcuts aus der
Finanzbranche
Citigroup wird
die erste westliche Bank werden, die auf dem chinesischen Festland Kreditkarten
herausgeben darf. » FT Die Sparkassen stecken Hunderte Millionen Euro
in den WestLB-Umbau. » HB Der deutsche Bundesverband der Volks- und
Raiffeisenbanken kritisiert das Commerzbank-Angebot mit einer
Durchschnittsrendite von 3,5 Prozent für eine Anlage mit sechs Jahren Laufzeit
als zu großzügig. » HZ Die Bank Julius Bär muss im vergangenen
Geschäftsjahr einen Gewinnrückgang hinnehmen - Bankchef Boris Collardi
rechnet mit einer Strafzahlung im US-Steuerstreit. » NZZ Nach zahlreichen Kursmanipulationen ordnet die
Deutsche Börse den kaum regulierten Freiverkehr neu. » FTD Nach einem Vorjahresgewinn von knapp 100 Millionen ist
die US-Bank Lazard im vierten Quartal in die Verlustzone geschlittert -
auch aufgrund hoher Bonuszahlen. » HB
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| FEEDBACK - meistgeklickter Link der
vorherigen Ausgabe |
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Fotoshooting mit Buffett
Dass der
milliardenschwere Investor Warren Buffett Humor hat, ist nicht neu. In
einem Werbespot für den US-Autoversicherer Geico trat der Über-Investor
beispielsweise vor eienm Jahr als Rocker auf, mit hüftlangem Haar, lila
Bandana-Tuch, ellenlangen Tatoos und schwarzer Lederjacke. Jetzt hat Buffett
Studenten zu sich nach Omaha eingeladen, um Fragen zu seinem Unternehmen zu
beantworten - und am Ende mit den Studenten essen zu gehen. Dabei sind einige
hübsche Fotos entstanden, wie das » Wall Street Journal zeigt: Buffett als Boxer, Verehrer, Sonnenbrillenträger,
Romeo...
» Handelsblatt (kostenloses
Probeabo)
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Der Sheriff der Wall
Street
Preet Bharara,
US-Staatsanwalt, hat die Bank Wegelin angeklagt und ist auch der
ambitionierte Gegenspieler der anderen Schweizer Kreditinstitute. Die » Neue Zürcher Zeitung porträtiert den "Sheriff der Wall Street", wie die Branche den
Chefankläger in Manhattan auch nennt. Die » Handelszeitung zitiert aus einer aktuellen Studie der Weltbank. Danach ist die
USA und nicht die Schweiz der wahre Schwarzgeld-Gigant - zumindest in Sachen
Korruption.
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Neue Investmenthelden
gesucht
Anshu Jain und
Jürgen Fitschen, die beiden Nachfolger von Deutsche-Bank-Chef
Josef Ackermann, entscheiden gemeinsam, wer in Zukunft die
Investment-Sparte der Deutschen Bank leiten soll. Vier Kandidaten haben gute
Chancen auf den wichtigen Posten. » Handelsblatt
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"Die Rivalen schütteln den
Kopf"
Reto Franconi,
Chef der Deutschen Börse, meldet sich nach der geplatzten Fusion mit der
New Yorker Börse in der » FTD zu Wort. Er prüfe eine Klage, sagte er.
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Botschafter für die
Homo-Ehe
Lloyd
Blankfein, Chef von Goldman Sachs, gilt als Gesicht der gierigen Wall
Street. Nun legt er sich ein netteres Gesicht zu und tritt für Homosexuelle ein.
Selten in einer Branche, die nicht gerade für fortschrittliche Ansichten steht,
meint das » Handelsblatt.
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Ausreise verweigert
Jassir al
Mallauani, Vorstandsvorsitzender der Investmentbank EFG Hermes, wurde
vom ägyptischen Justizminister die Ausreise verweigert. Angeblich bestehe ein
Zusammenhang zwischen ihm und den Stadionkrawallen in der Stadt Port Said mit 74
Toten. » Handelsblatt
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Boni verteidigt
Stefan
Jentzsch, Ex-Chef von Dresdner Kleinwort, hat im Prozess um nicht
gezahlte Boni bei der Commerzbank die Boni-Versprechungen seines Hauses
gerechtfertigt. Man habe versucht, den Exodus der Banker zu verhindern und
deswegen einen "Bonuspool" von insgesamt 400 Millionen Euro zugesagt, als der
bevorstehende Verkauf an die Commerzbank ruchbar wurde. » Handelsblatt
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| ZUGABE - worüber die Finanzwelt
schmunzelt |
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Karriere-Aus für Homer Simpson im
Iran
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Verkaufsverbot für Barbie-Puppen hat der Iran nun auch Figuren der US-Kultserie
"Die Simpsons" aus den Spielzeuggeschäften verbannt. Die Puppen der
erfolgreichen US-Zeichentrickserie dürften nicht mehr die Ladenregale im Iran
füllen, meldete eine iranische Tageszeitung unter Berufung auf das staatliche
Institut für die intellektuelle Entwicklung von Kindern. Eine Gnadenfrist gibt
es für Superman und Spiderman. Sie unterstützten die Unterdrückten, sagte
Mohammed-Hossein Farjou vom Institut. Das iranische Regime kämpft seit
Jahrzehnten gegen das, was es die "Invasion der westlichen Kultur" nennt.
Teheran sind Filme, Musik, Haarschnitte und Kleidung aus dem Westen ein Dorn im
Auge. » Handelszeitung |
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