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Knauseriger
Währungsfonds
Am Tag nach der Einigung über das zweite
Rettungspaket für Griechenland kommen nun Details ans Licht. Der
Internationale Währungsfonds (IWF) will nicht wie beim ersten
Rettungspaket ein Drittel der Hilfsgelder übernehmen.Wieviel genau, blieb offen
und soll erst in der zweiten Märzwoche entschieden werden. » (Handelsblatt » Süddeutsche Zeitung » Wall Street Journal) "Solche Knauserigkeit ist neu beim IWF", schreibt der » Spiegel. Noch vor vier Wochen hatte Christine Lagarde als Chefin
des Internationalen Währungsfonds eine Botschaft für die deutsche
Bundeskanzlerin im Gepäck: Angela Merkel und die anderen europäischen
Regierungschefs müssten mehr Geld ausgeben, wenn sie die Krise erfolgreich
bekämpfen wollten. Die privaten Gläubiger Griechenlands müssen nach Worten von
Finanzminister Wolfgang Schäuble keine weiteren Einschnitte fürchten. Die
Sparkassen sehen die Belastbarkeit der Gläubiger ausgereizt: Inklusive
Zinseinbußen müssen die Kreditinsttute ihre Anleihen um rund 70 Prozent
abschreiben, erläutert das » Manager Magazin. In welchem Umfang Privatanleger betroffen sind, steht laut
» FTD aber noch nicht fest. Mutige Anleger hoffen nach wie
vor auf eine vollständige Auszahlung. Führende deutsche Volkswirte haben die
Einigung auf das zweite Rettungspaket für Griechenland begrüßt. "Zum ersten Mal
hat die Politik in Europa sich den Realitäten der griechischen Krise gestellt
und entschlossen gehandelt", sagte Oxford-Professor Clemens Fuest dem
» Handelsblatt. Es werde allerdings wohl weitere Pakete geben müssen, sagt er
voraus. Der Bankenverband erwartet laut ihrem Chef Michael Kemmer von den
privaten Banken eine rege Teilnahme an Schuldenschnitt. » (Handelsblatt) Griechenland braucht ein politisches Rettungspaket, fordert die
» Süddeutsche Zeitung. und beschreibt die Situation im Land. Dutzende Ex-Abgeordnete
des Athener Parlaments fordern rückwirkende Gehaltserhöhungen. Und Finanzbeamte
blockieren die Ausbildung von jungem, unbestechlichem Nachwuchs. Wer an schnelle
Rettung glaubt, der macht sich etwas vor - in Athen, Brüssel oder Berlin. Athen
hat nur neun Tage Zeit, um die vollständige Liste von harten Konditionen
umzusetzen, erinnert die » Financial Times.
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