Roberto Abraham Scaruffi

Wednesday, 6 February 2013

Mittwoch, 06. Februar 2013
Guten Morgen,
wenn es in Berlin mit rechten Dingen zugeht, steht der Bundesregierung eine Kabinettsumbildung ins Haus. Annette Schavan, die Noch-Bildungsministerin, wurde gestern Abend um 20:35 Uhr informiert, dass ihre alte Universität in Düsseldorf ihr den Doktortitel entzieht. Sie habe "systematisch und vorsätzlich" getäuscht, urteilte der Fakultätsrat. Viele erinnern sich noch, wie sie den damaligen Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg wegen gleichlautender Vorwürfe aus dem Amt gedrängt hatte: "Ich schäme mich nicht nur heimlich", sagte sie damals. Alles andere als ein Rücktritt wäre unangemessen.

Stuttgart 21 erregt erneut die Gemüter: Diesmal sind es die Kosten, die zur Empörung einladen. Das Prestigeobjekt - Thema unseres heutigen Titelkomplexes "Deutschlands teuerstes Loch" - könnte bis zu elf Milliarden Euro teuer werden. Damit liegt im Wettkampf der Skandalbauten nun der Stuttgarter Bahnhof vor dem Berliner Flughafen. jetzt lesen


Der seit Monaten in der öffentlichen Kritik stehende Billigstromanbieter Flexstrom steht möglicherweise vor einem Eigentümerwechsel. Das Berliner Unternehmen wurde bereits mehreren Konkurrenten zum Kauf angeboten, erfuhr das Handelsblatt von Personen, die mit den Gesprächen vertraut sind. Die Suche nach einem Käufer gestaltet sich jedoch zäh. Wer unsere Hintergrundanalyse zur Finanzsituation der Firma liest, versteht warum. jetzt lesen


Der Iran hat lange geleugnet, dass die Sanktionen des Westens seine Wirtschaft belasten. Jetzt räumt Außenminister Ali Akbar Salehi erstmals ein, dass die Zwangsmaßnahmen im Atomstreit schwere Folgen für das Land haben. "Die Sanktionen treffen unsere Wirtschaft, das kann niemand bestreiten", sagte Salehi unserer Zeitung. Das Land leide unter Devisenarmut und an einem Mangel an Ersatzteilen und Maschinen. Von der Haltung deutscher Firmen zeigt sich der Mann enttäuscht und drohte: "Wir merken uns, wer Freunde in der Not sind und wer nicht." jetzt lesen


Im Tarifkonflikt beim Versorger Eon entscheiden die Gewerkschaften Verdi und IG BCE heute in Hannover über eine Fortsetzung der Verhandlungen. Die Gewerkschaften fordern für die rund 30.000 Eon-Mitarbeiter in Deutschland 6,5 Prozent mehr Geld. Streik liegt in der Luft. Ein Blick zum Reviernachbarn RWE könnte heilsam sein: Dort wird überlegt, jede zweite Stelle in der Verwaltung zu streichen.

Wirbelstürme, Erdbeben, Tsunamis: Nikolaus von Bomhard rechnet immer mit dem Schlimmsten. Das ist sein Job als Vorstandschef der Munich Re, dem weltgrößten Rückversicherer. Wenn das ganz große Drama ausbleibt, fährt er einen Rekordgewinn ein. Das ist ihm jetzt wieder passiert. Das freut die Aktionäre und all jene, deren Haus nicht weggespült, verweht oder anderweitig zum Einsturz gebracht wurde. Der Aktienkurs der Munich Re ist das heimliche Glücksbarometer der Welt.

Ich wünsche Ihnen frohen Mut beim Start in den neuen Tag. Es grüßt Sie herzlichst Ihr
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Gabor Steingart
Herausgeber
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TERMINE DES TAGES
Haftandrohung für Banker: Kabinett berät über Bankenregulierung
Das Bundeskabinett berät über ein Gesetzespaket zur Bankenregulierung. Dies soll unter anderem die Möglichkeit schaffen, Top-Manager von Banken und Versicherungen strafrechtlich zur Rechenschaft zu ziehen, wenn sie ihr Unternehmen durch Pflichtverletzungen im Risikomanagement in eine Schieflage bringen. In diesen Fällen sind Geldstrafen oder Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren vorgesehen.

Erholung für die Industrie
In Berlin werden vorläufige Daten zur Entwicklung der Auftragslage in der deutschen Industrie im Dezember veröffentlicht. Analysten gehen davon aus, dass der Wirtschaftszweig im Vergleich zum Vormonat sein Auftragsvolumen um 0,9 Prozent hat steigern können. Im Dezember waren die Industrieaufträge im Vormonatsvergleich noch um 1,8 Prozent eingebrochen.

Wie lief das erste Quartal für Douglas?
Nach der Übernahme durch den Finanzinvestor Advent legt Douglas Zahlen für das erste Quartal 2012/13 mit dem wichtigen Weihnachtsgeschäft vor. Bei der Bilanzpräsentation im Januar hatte Douglas-Chef Henning Kreke gesagt, das Unternehmen sei von Oktober bis Dezember nur um 1,6 Prozent gewachsen. "Das Weihnachtsgeschäft war okay, ist aber leicht unter unseren Erwartungen geblieben", so Kreke.

Anlagenbauer Gea steigert Gewinn und Umsatz
Gea will vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr 2012 veröffentlichen. Der Anlagenbauer hat im vergangenen Jahr Analysten zufolge mehr umgesetzt und verdient. Die Erlöse dürften den Schätzungen zufolge um 6,3 Prozent auf 5,76 Milliarden Euro gestiegen sein. Beim operativen Gewinn (bereinigtes Ebit) erwarten die Experten ein Plus von 4,4 Prozent auf 548 Millionen Euro.
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TERMINE DES TAGES
Arcelor-Mittal legt Zahlen vor und schweigt
Der weltgrößte Stahlkocher Arcelor-Mittal legt seine Zahlen für das vergangene Jahr vor. Nach Milliardenabschreibungen auf die teuren Zukäufe der Vergangenheit wird die Bilanz tiefrot sein. Darüber reden will Vorstandschef Lakshmi Mittal nicht. Dabei sind viele Fragen offen: Wann will der Weltmarktführer wieder Gewinne schreiben und wie will Mittal die geplante Übernahme des neuen US-Stahlwerks von Thyssen-Krupp finanzieren?

Patentabläufe bremsen Glaxo-Smithkline
Der britische Konzern wurde 2012 abermals von Patentabläufen gebremst. Zwar dürfte er im vierten Quartal wieder zu einem leichten Wachstum zurückkehrt sein, für das Gesamtjahr rechnen Analysten jedoch mit einem Umsatzrückgang auf 26,6 Milliarden Pfund. Bei konstanter Marge dürfte auch das operative Ergebnis leicht geschrumpft sein.
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CBO-PROGNOSE
US-Neuverschuldung sinkt unter Billionengrenze
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Zynga hält Umsätze stabil
Während Facebook stetig wächst, stagniert das Geschäft beim Spiele-Entwickler Zynga. Das Unternehmen hinter Online-Hits wie "Farmville" oder "Cityville" setzte im Schlussquartal genauso viel um wie im Vorjahreszeitraum. Mehr...
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Frankreich will im März mit Truppenabzug beginnen
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SÜDPAZIFIK
Schweres Erdbeben bei den Salomon-Inseln
Vor der Küste der Salomon-Inseln im Südpazifik hat sich ein Beben der Stärke 8 ereignet. Nach Angaben des Tsunami-Warnzentrums soll das Erdbeben eine ein Meter hohe Flutwelle ausgelöst haben. Mehr...
TERMIN DES TAGES
Hobbit hilft Time Warner
Der Medienkonzern Time Warner legt seine Zahlen für das vierte Quartal vor. Analysten erwarten einen Nettogewinn von 1,10 Dollar pro Aktie, 17 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Zu verdanken ist das unter anderem dem Kinofilm "The Hobbit", der im Dezember angelaufen war.
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WORTE DES TAGES

"Wir haben für Bayern beim Länderfinanzausgleich jetzt eine Schmerzgrenze erreicht."
Horst Seehofer,
bayerischer Ministerpräsident

"Sparen ja, die Wirtschaft schwächen, nein."
François Hollande,
Frankreichs Staatspräsident, mit Blick auf den künftigen Haushalt der EU