Roberto Abraham Scaruffi

Wednesday, 6 February 2013

Mittwoch, 06. Februar 2013
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UBS beerdigt Vergangenheit
Die Verwicklung in den Libor-Skandal und Kosten für den geplanten Kahlschlag im Investment-Banking haben der UBS zum ersten Mal seit der Finanzkrise wieder rote Zahlen eingebrockt. Unter dem Strich verbuchte die größte Schweizer Bank einen Jahresverlust von 2,5 Milliarden Franken. » Handelsblatt UBS tief im Minus, schreibt die » Welt. UBS beerdigt mit Milliardenverlust die Vergangenheit, meint das » Wall Street Journal Deutschland. Schmerzhaftes Abspecken bei der UBS, kommentiert das » Manager Magazin. Ein Milliardenverlust als Nebensache, schreibt hingegen die » Handelszeitung. Viel wichtiger seien die Aussagen zum Umbau und der Blick in die Zukunft. Denn der Strategiewechsel der Bank ist mit großen Risiken behaftet. Die Stimmung bei den Anlegern könne sehr rasch kippen, warnt » Cash. Die Aufräumarbeiten kommen voran, aber ist ein Kulturwandel gelungen? Daran zweifelt das » Handelsblatt. Denn obwohl die UBS die Boni leicht kürzte und ihr Vergütungssystem überarbeitete, seien die Änderungen kein Meilenstein, meint die » Neue Zürcher Zeitung. » 20Minuten geht noch weiter: 2,5 Milliarden Bonus für 2,5 Milliarden Verlust, schreibt die Schweizer Zeitung. Gute Leistung werde entlohnt, schlechte bestraft, so laute das Mantra der Schweizer Banken. Doch die Realität sei eine andere.
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RÜCKVERSICHERER
Munich Re hui, Ergo pfui
Der Rückversicherer Munich Re hat seinen Gewinn im vergangenen Jahr mehr als vervierfacht - trotz eines Dämpfers bei der Tochter Ergo. Die Beistragseinnahmen aus Versicherungen für Versicherungen kletterte von 26 auf 28,2 Milliarden Euro. Die Aktionäre sollen daher eine höhere Dividende erhalten. » Handelsblatt Auch Naturkatastrophen konnten dem Rückversicherer nicht die Bilanz verhageln: Munich Re steckt Hurrikan "Sandy" locker weg, schreibt » Reuters.
GEHÄLTER UND BONI
Regierungskommission verlangt Gehaltsgrenze für Manager
Die Gehälter und Boni von Vorständen sollen nicht mehr unbegrenzt steigen: Eine von der Regierung eingesetzte Kommission empfiehlt eine Obergrenze für Unternehmen - ohne deren Höhe zu nennen. "Das bleibt allein in der Entscheidungsfreiheit des Aufsichtsrats. Die Vergütungssysteme sollten aber nicht nach oben offen sein", sagte der ehemalige Daimler-Finanzvorstand Manfred Gentz, der die Vorschläge federführend ausgearbeitet hatte. » Handelsblatt
PRIVATBANKEN
Die Verlierer der Hyper-Finanz
Die schweizer Privatbanken Pictet und Odier ändern ihre Gesellschaftsform. Nach dem UBS-Offshore-Debakel in den USA, dem Libor-Skandal, dem ewigen Steuerstreit und dauernd verschärften Gesetzen ist das Ende der klassischen Privatbank ein weiterer Schlag für den Finanzplatz Schweiz, schreibt die » Handelszeitung.
TRENNBANKEN-PLÄNE
Schlechte Nachrichten für Deutsche Bank
Trennbanken-Pläne würden die Deutsche Bank offenbar härter treffen als erwartet, berichtet das » Wall Street Journal Deutschland. Der Gesetzesentwurf, über den das Kabinett heute berät, legt im Geschäft mit Hedgefonds besonders strenge Maßstäbe an. Damit läuft das geplante Gesetz zu den Trennbanken doch auf eine Lex Deutsche Bank hinaus, die hierzulande bei weitem am stärksten betroffen wäre.
LIBOR-SKANDAL
RBS soll mindestens 400 Millionen Pfund Strafe zahlen
Die Royal Bank of Scotland hat einen Vergleich mit britischen und amerikanischen Behörden geschlossen, berichtet die » Reuters. Demnach werde die Bank eine Strafe in Höhe von 400 bis 500 Millionen Pfund für die mutmaßlichen Manipulationen des Libor und anderer Referenzzinssätze zahlen.
SCHADENSERSATZ
USA verklagen S&P auf fünf Milliarden Dollar
Das US-Justizministerium verklagt Standard & Poor's auf Schadensersatz. (Finance Today berichtete) Die Regierung will fünf Milliarden Dollar von der Ratingagentur. » Reuters Dabei helfen könnten interne E-Mails, die nun bei Gericht eingereicht wurden. In einem internene Memo warnt ein S&P-Mitarbeiter seine Kollegen: "Dieser Markt ist ein herumwirbelnder Kreisel, der böse enden wird." Das war im Dezember 2006. » New York Times
Shortcuts aus der Finanzbranche
Die Mehrheit der Schweizer Bürger will das Bankgeheimnis nicht aufgeben. Das zeigt eine neue Umfrage. » HZ Der Gewinn der Deutschen Börse ist um ein Fünftel auf rund 660 Millionen Euro geschrumpft. Bis 2016 will Deutschlands größter Börsenbetreiber die Kosten um 70 Millionen Euro drücken. » HB Anleger haben 2012 nur 4,5 Milliarden Euro in geschlossene Fonds investiert. Das ist ein Minus von 23 Prozent. » MM die chinesische Bankenaufsicht begrenzt die Kreditvergabe im Land. » WSJD Fitch senkt seinen Ausblick für die Kreditwürdigkeit der Niederlande auf negativ. Damit droht der Verlust des AAA. » HB SNB-Direktionsmitglied Fritz Zurbrügg rechnet nicht mit Negativzinsen in der Schweiz. » HZ Barclays verkauft sein indisches Kreditportfolio-Geschäft an die Kotak Mahindra Bank. » BB
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1. BAD BANKS
Wer kauft die Schrottpapiere der Banken?
Die Credit Suisse hat gerade mit einer Klage wegen des Verkaufs von windigen Hypothekenpapieren zu kämpfen. Die Deutsche Bank bemüht sich dagegen derzeit, riskante Papiere loszuwerden. Wer die Schrottpapiere kauft und warum, erklärt die » Wirtschaftswoche.
2. ANTI-FETT-SPRITZE
Bayer kämpft gegen das Doppelkinn
Der deutsche Pharma-Konzern Bayer will die Menschheit vom Doppelkinn befreien. Die neue Anti-Fett-Spritze "ATX-101" steht kurz vor der Zulassung - und es könnte ein dickes Geschäft werden: Bayer rechnet mit einem Jahresumsatz bis zu 250 Millionen Euro. » Handelsblatt
3. QUARTALSERGEBNIS
Commerzbank meldet 720 Millionen Euro Verlust
... Der Weg von Commerzbank-Chef Martin Blessing gleiche einem Irrgarten. Die Bank fahre eine Strategie des Auf- und Abbruchs. Ähnlich sieht das das » Handelsblatt Nach einer fünfjährigen Pechsträhne stelle sich die Frage, ob die Fehler nicht auch hausgemacht seien. Dafür gebe es eine Menge Indizien.
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TITELTHEMA
Deutschlands teuerstes Loch
Kostenfalle Stuttgart 21: Das Prestigeobjekt könnte bis zu elf Milliarden Euro teuer werden. Das übertrifft selbst das Fiasko rund um den Berliner Flughafen. Der Bund versteht nicht länger nur Bahnhof - und denkt über den Einstieg in den Ausstieg nach.
» Handelsblatt vierwöchiges Miniabo » Hier können Sie die aktuelle Ausgabe für 1,79 € direkt downloaden
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GUTE GESCHÄFTE
Hugo Chavez und Goldman Sachs - eine unheilige Allianz
Hugo Chavez , Präsident Venezuelas, gibt gern den Kapitalisten-Schreck. Doch in Wahrheit bedient er fleißig Investoren wie Goldman Sachs. Die wiederum sind begeistert. Ein gutes Geschäft für beide Seiten: Die Renditen venezolanischer Staatsanleihen lagen etwa doppelt so hoch wie der Durchschnitt bei Schwellenländer-Bonds. » Handelsblatt
UNFAIRE ENTLASSUNG
Jetzt klagen die Banker
Alex Mallinson, früherer Chef-Händler für Collateralized Debt Obligations bei der Royal Bank of Scotland (RBS), hat seinen ehemaligen Arbeitgeber wegen unfairer Entlassung verklagt. » Bloomberg Damit ist er nur einer von einer Reihe von Bankern, die in den vergangenen Monaten gegen ihre ehemaligen Unternehmen klagen. » Finews
MARK MOBIUS
Der Reiz der Schwellenländer
Mark Mobius, Franklin-Templeton-Manager, rät, mindestens 35 Prozent in Emerging-Markets-Aktien zu investieren. Ihn treibt die Frage: Wo auf dieser Welt gibt es noch Wachstum? Die Antwort: China, Brasilien, Indien, aber auch Vietnam und Nigeria. » Frankfurter Allgemeine Zeitung
AUS PROTEST
Japans Notenbankchef tritt zurück
Masaaki Shirakawa, bisheriger Chef der Bank von Japan , hat seinen Rücktritt für März angekündigt. Der überraschende Schritt wird als Protest gegen die aggressive Geldpolitik der Regierung von Premier Shinzo Abe interpretiert. (Finance Today berichtete) » Neue Zürcher Zeitung
NEUER BOE-CHEF CARNEY
Der Lack ist schon ab
Mark Carney, designierter Chef der Bank of England, wird als Hoffnungsträger gefeiert. Er soll mit frischen Ideen die britische Zentralbank aufmischen, die in der Finanzkrise drastische Schwächen gezeigt hat. Doch mit seinen Gehaltsvorstellungen und seinem Vorschlag, das Inflationsziel der BoE durch ein inflationsbereinigtes Wachstumsziel zu ersetzen, sorgt er für erste Dämpfer. » Wall Street Journal Deutschland
BARCLAYS-CEO
Jenkins nimmt den Kulturwandel ernst
Antony Jenkins, CEO der britischen Barclays, hat nach den Skandalen seines Instituts einen Kulturwandel eingeläutet. Er wolle die Selbstbedienungskultur der Bank "zerstören" und milliardenteure Fehler hinter sich lassen. "Wir stehen absolut hinter diesem Entschluss", sagte Jenkins vor der britischen parlamentarischen Kommission für Bankenaufsicht. » Financial Times
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Norbert Häring: Stimmt es, dass...?

Soll Griechenland vielleicht gar nicht saniert werden? Verdienen die Vorstände wirklich, was sie verdienen? Fragen wie diese zur Wirtschaftswelt bleiben oft ungestellt. Aber warum? Weil die Antwort zu kompliziert oder die Frage zu respektlos ist? Handelsblatt-Autor Norbert Häring stellt sie trotzdem - und zwar täglich in seiner Kolumne "Stimmt es, dass ..."

Seine Antworten präsentiert er mit klaren Worten: Pointierte Analysen, die aktuelles Wirtschaftsgeschehen und Ökonomielehre zusammenbringen. In leichtem Ton legt er einfache Zusammenhänge offen. Für alle, die die Ordnung unserer Wirtschaft durchschauen und ihre Krise verstehen wollen.

Das Buch ist für 14,95 Euro zzgl. Versandkosten im Handelsblatt-Shop erhältlich.

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UNGEWÖHNLICHE KARRIERE
Vom Banker zum Sexual-Berater
Vor sieben Jahren war Mike Lousada ein weiterer Investmentbanker in der Londoner City. Dann verließ er Nomura Holdings und ließ sich zum Reiki-Heiler und schließlich zum Sexual-Berater ausbilden. Heute ist er zertifizierter Sex Coach und hilft "sexuelle Wunden zu heilen". Zu seinen Klienten gehören auch seine ehemaligen Arbeitskollegen. Zwischen 10 und 15 Prozent seiner Kunden kommen aus der Finanzindustrie, sagt Lousada. Und die hätten zwei häufige Probleme: "Das eine sind Erektionsstörungen. Das andere ist die frühzeitige Ejakulation. Beide Probleme sind mit der Natur des Bankenjobs verbunden", erklärt Lousada » Financial Careers.